Pallade Veneta - Mörder von Japans Ex-Regierungschef Abe legt Berufung gegen Haftstrafe ein

Mörder von Japans Ex-Regierungschef Abe legt Berufung gegen Haftstrafe ein


Mörder von Japans Ex-Regierungschef Abe legt Berufung gegen Haftstrafe ein
Mörder von Japans Ex-Regierungschef Abe legt Berufung gegen Haftstrafe ein / Foto: STR - JIJI Press/AFP/Archiv

Der verurteilte Mörder von Japans Ex-Regierungschef Shinzo Abe hat Berufung gegen seine lebenslange Haftstrafe eingelegt. Der Schritt sei eine Gelegenheit, das "ungerechte Urteil" gegen Tetsuya Yamagami "zu korrigieren", sagte sein Verteidiger Masaaki Furukawa am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Der Fall gehe nun an das Obergericht von Osaka im Westen Japans. Es sei unklar, wann die Berufungsverhandlung beginnen werde.

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Yamagami war Ende Januar des Mordes an Abe für schuldig befunden und zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Yamagami hatte den Mord bereits im Oktober vergangenen Jahres gestanden.

Abe war am 8. Juli 2022 bei einem Wahlkampfauftritt in Nara niedergeschossen worden. Wenige Stunden später wurde der 67-Jährige im Krankenhaus für tot erklärt. Yamagami soll Abe laut japanischen Medien ins Visier genommen haben, weil er den konservativen Politiker mit der als Moon-Sekte bekannten Vereinigungskirche in Verbindung brachte, die er für finanzielle Schwierigkeiten seiner Familie verantwortlich macht. Seine Mutter hatte Medienberichten zufolge als Beweis ihres Glaubens etwa 100 Millionen Yen (damals umgerechnet etwa eine Million Dollar) an die Kirche gespendet.

Nach Abes Ermordung hatten Ermittlungen zu einer Reihe von Enthüllungen über enge Verbindungen zwischen der Kirche und vielen konservativen Abgeordneten der regierenden Liberaldemokratischen Partei (LDP) geführt - vier Minister traten zurück.

Die Ermordung Abes hatte für Entsetzen in Japan gesorgt. Waffengewalt ist in ostasiatischen Inselstaat, in dem strikte Waffengesetze gelten, äußerst selten.

R.Lagomarsino--PV

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