Pallade Veneta - Trump: Irans geistliches Oberhaupt Chamenei sollte "sehr besorgt" sein

Trump: Irans geistliches Oberhaupt Chamenei sollte "sehr besorgt" sein


Trump: Irans geistliches Oberhaupt Chamenei sollte "sehr besorgt" sein
Trump: Irans geistliches Oberhaupt Chamenei sollte "sehr besorgt" sein / Foto: -, SAUL LOEB - KHAMENEI.IR/AFP/Archiv

Inmitten von Vorbereitungen für neue Atomgespräche mit dem Iran hat US-Präsident Donald Trump eine Warnung an Teherans geistliches Oberhaupt gerichtet. Ayatollah Ali Chamenei "sollte sehr besorgt sein, ja, das sollte er", sagte Trump am Mittwoch in einem Interview mit dem Sender NBC News. "Wie Sie wissen, verhandeln sie mit uns", fügte er hinzu, offenbar Bezug nehmend auf Pläne für neue Gespräche mit dem Iran in dieser Woche.

Textgröße ändern:

Weiter sagte Trump, dass der Iran nach den US-Angriffen im Juni den Bau einer neuen Atomanlage ins Auge gefasst habe. "Sie haben darüber nachgedacht, eine neue Anlage in einem anderen Teil des Landes zu errichten", sagte Trump. "Wir haben davon erfahren, und ich habe gesagt: Wenn ihr das tut, werden wir euch sehr übel mitspielen."

Die USA hatten während des zwölftägigen Krieges zwischen Israel und dem Iran im Juni Atomanlagen des Landes bombardiert. Nach der gewaltsamen Niederschlagung der regierungskritischen Proteste im Iran mit tausenden Toten drohte Trump der Führung in Teheran mit einem erneuten militärischen Angriff. Die USA entsandten einen Flugzeugträger in die Region und forderten von Teheran die Aufnahme von Verhandlungen über das iranische Atomprogramm.

Trump äußerte sich bei NBC, nachdem das US-Nachrichtenportal "Axios" berichtet hatte, dass die für Freitag geplanten Gespräche zwischen den USA und dem Iran wegen Unstimmigkeiten über den Ort und das Gesprächsformat kurz vor dem "Scheitern" stünden.

Das Weiße Haus äußerte sich zunächst nicht zu dem "Axios"-Bericht. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi teilte jedoch mit, dass die Atomgespräche mit den USA für Freitag im Oman geplant seien. "Die Atomgespräche mit den Vereinigten Staaten sollen am Freitag um etwa zehn Uhr in Maskat stattfinden", schrieb Araghtschi am Mittwoch im Onlinedienst X. Dem Emirat dankte er "für die nötigen Vorbereitungen". Eine Bestätigung aus Washington stand indes weiter aus.

Zuvor hatten iranische Medien über die bevorstehenden indirekten Verhandlungen in Omans Hauptstadt Maskat berichtet. Den iranischen Nachrichtenagenturen Isna und Tasnim zufolge beschränken sich die Gespräche "auf die Atomfrage und die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran".

Isna hatte berichtet, dass die iranische Delegation von Außenminister Araghtschi angeführt wird, der demnach von den iranischen Spitzendiplomaten Madschid Tacht-Rawantschi and Kasem Gharibabadi begleitet wird. Für die US-Seite reisen laut Isna die Sondergesandten von US-Präsident Trump, Steve Witkoff und Jared Kushner, zu den Gesprächen in den Oman.

Vor Araghtschis jüngsten Äußerungen hatte US-Außenminister Marco Rubio erklärt, dass die USA bereit seien, sich in dieser Woche mit dem Iran zu treffen. Er unterstrich, dass die Gespräche sich nicht nur auf Teherans Atomprogramm, sondern auch auf die Entwicklung ballistischer Raketen erstrecken müssten. "Wenn die Iraner sich treffen wollen, sind wir bereit", sagte Rubio am Mittwoch Journalisten, ohne allerdings ein Treffen am Freitag zu bestätigen. "Wenn sie ihre Meinung ändern, ist das für uns auch in Ordnung."

Rubio zufolge war Witkoff bereit gewesen, sich mit iranischen Vertretern in der Türkei zu treffen. Er habe dann aber "widersprüchliche Berichte" darüber erhalten, ob Teheran zugestimmt habe.

Israel und westliche Staaten werfen dem Iran seit Jahren vor, nach Atomwaffen zu streben, was Teheran bestreitet. Bei seinen Angriffswellen auf Israel im Juni hatte der Iran ballistische Raketen eingesetzt. In früheren Gesprächen über sein umstrittenes Atomprogramm hatte Teheran einem Ende seines ballistischen Raketenprogramms eine Absage erteilt.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Söder gegen Abschaffung von kostenloser Krankenversicherung für Ehepartner

CSU-Chef Markus Söder hat Plänen für eine Abschaffung der kostenlosen Kranken-Mitversicherung für Ehepartner eine Absage erteilt. "Eine Abschaffung der kostenlosen Mitversicherung für Ehepartner käme für die CSU nicht infrage", sagte Söder der "Augsburger Allgemeinen" vom Mittwoch. "Das wäre ein vollkommen falsches Signal an die Menschen in unserem Land, warnte er. "Es ist völlig absurd, in diesen herausfordernden Zeiten unsere Familien zusätzlich zu belasten."

Geheimdienst: Russische Drohne trifft Kraftwerk in Estland

Eine russische Drohne hat nach Angaben des estnischen Inlandsgeheimdienstes ein Kraftwerk in dem Nato-Mitgliedstaat getroffen. Die Drohne habe "den Schornstein des Kraftwerks Auvere" getroffen, teilte der Geheimdienst ISS am Mittwoch mit. Die Drohne drang den Angaben zufolge "aus dem russischen Luftraum in den estnischen Luftraum ein", verletzt worden sei niemand.

Belarussischer Staatschef Lukaschenko zu erstem offiziellen Besuch in Nordkorea eingetroffen

Der belarussische Staatschef Alexander Lukaschenko ist am Mittwoch zu seinem ersten offiziellen Besuch in Nordkorea eingetroffen. Dies berichtete die belarussische staatliche Nachrichtenagentur Belta. Der zweitägige Besuch Lukaschenkos, eines engen Verbündeten des russischen Präsidenten Wladimir Putin, soll demnach dazu dienen, "die wichtigsten Bereiche von gemeinsamem Interesse und die vielversprechendsten Projekte für die Umsetzung zu ermitteln".

Trump ruft zur Wiederwahl von Ungarns Regierungschef Orban auf

Vor der Parlamentswahl in Ungarn am 12. April hat US-Präsident Donald Trump dem ungarischen Regierungschef Viktor Orban seine "völlige und uneingeschränkte Unterstützung ausgesprochen. Orban sei "ein wirklich starker und mächtiger Anführer mit einer nachweislichen Erfolgsbilanz bei der Erzielung phänomenaler Ergebnisse", erklärte Trump am Dienstag in seinem Onlinedienst Truth Social. An die Wählerinnen und Wähler in Ungarn gerichtet fügte er hinzu: "Stimmt für Viktor Orban."

Textgröße ändern: