Pallade Veneta - Stichwahl in Portugal hat begonnen: Sieg des Sozialisten Seguro erwartet

Stichwahl in Portugal hat begonnen: Sieg des Sozialisten Seguro erwartet


Stichwahl in Portugal hat begonnen: Sieg des Sozialisten Seguro erwartet
Stichwahl in Portugal hat begonnen: Sieg des Sozialisten Seguro erwartet / Foto: PATRICIA DE MELO MOREIRA, FILIPE AMORIM - AFP

In Portugal hat die zweite Runde der Präsidentschaftswahl begonnen. Am Sonntagmorgen um 8.00 Uhr (Ortszeit, 9.00 Uhr MEZ) öffneten die Wahlbüros des südeuropäischen Landes, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. In der Stichwahl tritt der gemäßigte Sozialist António José Seguro gegen den Rechtspopulisten André Ventura an, wobei Seguro Umfragen zufolge klar vorn liegt. Der Wahlkampf war von starken Unwettern geprägt.

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Rund elf Millionen Portugiesinnen und Portugiesen sind zur Stimmabgabe aufgerufen. Erste Hochrechnungen werden gegen 20.00 Uhr (Ortszeit, 21.00 Uhr MEZ) erwartet.

Der 63-jährige Sozialist Seguro kam bei der ersten Wahlrunde am 18. Januar auf rund 31 Prozent der Stimmen. Von 2011 bis 214 war er Generalsekretär der Sozialistischen Partei (PS), dessen gemäßigten Flügel er vertritt. Der 43-jährige Rechtspopulist Ventura, der die rechtsaußen stehenden Chega-Partei gegründet hat und leitet, erreichte 23,5 Prozent. In der zweiten Runde werden Ventura kaum Chancen eingeräumt - Seguro liegt der jüngsten Umfrage zufolge mit 67 Prozent klar vorn.

Die Stichwahl findet statt, während Portugal von schwerem Unwettern heimgesucht wird. Dies könnte zu einer niedrigeren Wahlbeteiligung führen. Eine Forderung Venturas, die Wahl wegen der starken Regenfälle und Überschwemmungen zu verschieben, wurde abgelehnt. Nach Angaben der Wahlbehörde des Landes erlaubt das Gesetz keine landesweite Verschiebung des Urnengangs.

Trotz einer Verbesserung der Wetterlage in der Nacht zum Sonntag haben mindestens 14 der am stärksten von Stürmen betroffenen Wahlkreise beschlossen, den Urnengang von fast 32.000 Wählerinnen und Wählern um eine Woche zu verschieben.

Seit 1986 war in Portugal keine Stichwahl zur Wahl des Staatsoberhauptes mehr nötig gewesen. Der Präsident hat in Portugal keine exekutiven Befugnisse, kann aber in Krisenzeiten das Parlament auflösen, Neuwahlen ausrufen oder den Ministerpräsidenten entlassen.

A.Graziadei--PV

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