Pallade Veneta - Videos in Onlinediensten zeigen Anti-Chamenei-Sprechchöre in Teheran

Videos in Onlinediensten zeigen Anti-Chamenei-Sprechchöre in Teheran


Videos in Onlinediensten zeigen Anti-Chamenei-Sprechchöre in Teheran
Videos in Onlinediensten zeigen Anti-Chamenei-Sprechchöre in Teheran / Foto: ATTA KENARE - AFP

Am Vorabend des Jahrestages der Islamischen Revolution im Iran von 1979 sind in der Hauptstadt Teheran Sprechchöre gegen das geistliche Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei zu hören gewesen. Menschen skandierten am Dienstagabend "Tod Chamenei", "Tod dem Diktator" und "Tod der Islamischen Republik" von ihren Balkonen, wie Aufnahmen in Onlinediensten zeigten. Die Nachrichtenagentur AFP konnte die Videos nicht umgehend verifizieren.

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In Onlinediensten erklärten Nutzer, die Behörden hätten Sicherheitskräfte entsandt, die "Gott ist der Größte" riefen, um die regierungskritischen Sprechchöre zu übertönen. Das iranische Nachrichtenportal IranWire berichtete von ähnlichen Rufen in Isfahan im Zentrum des Iran und Schiras im Süden.

Die Sprechchöre ertönten, während die Behörden Feuerwerk zündeten, um den Vorabend des Jahrestages zu begehen. Der Jahrestag selbst wird traditionell mit landesweiten Aufmärschen zur Unterstützung der Machthaber in Teheran gefeiert. Angesichts der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste Anfang des Jahres und des drohenden US-Militäreinsatzes dürfte den Feierlichkeiten in diesem Jahr eine noch größere Bedeutung zukommen.

Die Proteste im Iran hatten am 28. Dezember begonnen. Sie entzündeten sich an der schlechten Wirtschaftslage, weiteten sich aber rasch zu einer Massenbewegung gegen die religiöse und politische Führung der Islamischen Republik aus. Ihren Höhepunkt erreichten die Proteste am 8. und 9. Januar.

Die iranische Führung spricht von mehr als 3000 Toten bei den Demonstrationen - ihren Angaben zufolge hauptsächlich Sicherheitskräfte und von "Terroristen" getötete Passanten. Einige Menschenrechtsgruppen gehen von einer weitaus höheren Zahl an Todesopfern aus. Die in den USA ansässige Menschenrechtsorganisation Hrana bestätigte bislang 6984 Todesfälle, zumeist unter den Demonstranten. Zudem seien mindestens 52.623 Menschen festgenommen worden.

R.Lagomarsino--PV

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