Pallade Veneta - Bangladesch: Beginn der ersten Parlamentswahl nach Sturz Hasinas

Bangladesch: Beginn der ersten Parlamentswahl nach Sturz Hasinas


Bangladesch: Beginn der ersten Parlamentswahl nach Sturz Hasinas
Bangladesch: Beginn der ersten Parlamentswahl nach Sturz Hasinas / Foto: MOHD RASFAN - AFP

In Bangladesch haben die ersten Parlamentswahlen nach dem Sturz der langjährigen Regierungschefin Scheich Hasina begonnen. Die Wahllokale öffneten am Donnerstag um 7.30 Uhr (Ortszeit, 2.30 Uhr MEZ), wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP beobachteten. Neben der Parlamentswahl findet eine Volksabstimmung über wegweisende politische Reformen statt.

Textgröße ändern:

Das umfangreiche Projekt, das als "Juli-Charta" bekannt ist, sieht die zeitliche Beschränkung der Amtszeit des Regierungschefs vor. Zudem sind die Schaffung eines Oberhauses des Parlaments und eine größere Unabhängigkeit der Justiz vorgesehen. Laut dem Interims-Regierungschef Muhammad Yunus ist das Ziel der Reform, die Rückkehr einer autokratischen Einparteienherrschaft zu verhindern.

Hasina hatte Bangladesch 15 Jahre lang mit harter Hand regiert. Beim gewaltsamen Vorgehen gegen von Studenten angeführte Proteste gegen Hasina waren im Sommer 2024 nach UN-Angaben rund 1400 Menschen getötet worden. Hasina floh schließlich im August 2024 per Hubschrauber nach Indien, wo sie untergetaucht ist. Im November wurde Hasina von einem Gericht in Dhaka wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Abwesenheit zum Tode verurteilt.

Hasinas frühere Partei Awami war von der Wahl ausgeschlossen worden. Die Bangladesh National Party (BNP) und die Islamisten der Partei Jamaat-e-Islami gehen als Favoriten in die Wahl.

Wahlberechtigt sind rund 127 Millionen Menschen in dem südasiatischen Land, 44 Prozent von ihnen sind jünger als 37. Die Behörden erklärten in Alarmbereitschaft zu sein, nachdem am Dienstag mehrere Wahllokale in Netrokona im Norden des Landes in Brand gesetzt worden waren. Mehr als 300.000 Sicherheitskräfte sollen zur Wahl im Einsatz sein.

P.Colombo--PV

Empfohlen

US-Verteidigungsminister drängt Heereschef inmitten von Iran-Krieg zum Rücktritt

Inmitten des Iran-Kriegs hat US-Verteidigungsminister Pete Hegseth Heereschef Randy George zum Rücktritt gedrängt. Ein US-Regierungsvertreter bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht des US-Senders CBS. Der General sei aufgefordert worden, in den sofortigen Ruhestand zu gehen.

Trump verkündet neue Zölle auf Medikamente und Metalle

US-Präsident Donald Trump hat neue Importzölle für Medikamente und Metalle verkündet. Er unterzeichnete am Donnerstag Dekrete, nach denen künftig Arzneimittel aus der Europäischen Union mit einem Aufschlag von 15 Prozent belegt werden sollen. Für Einfuhren aus Ländern, die bisher kein Handelsabkommen mit den USA haben, droht sogar ein Zollsatz von 100 Prozent.

Als zweite im Kabinett: Trump feuert Justizministerin Pam Bondi

Erneutes Köpferollen im US-Kabinett: Präsident Donald Trump hat am Donnerstag Justizministerin Pam Bondi entlassen, die im Skandal um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein unter Druck geraten war. Bondis Nachfolge tritt bis auf Weiteres ihr Stellvertreter an, der frühere Trump-Anwalt Todd Blanche. Bondi ist bereits die zweite Ministerin, die der Präsident binnen weniger Wochen feuert. Die oppositionellen Demokraten feierten ihre Entlassung.

US-Vizepräsident Vance reist kurz vor Parlamentswahl zu Orban nach Ungarn

US-Vizepräsident JD Vance wird kurz vor der Parlamentswahl in Ungarn in das osteuropäische Land reisen und Ministerpräsident Viktor Orban treffen. Der Besuch des Stellvertreters von US-Präsident Donald Trump ist für kommenden Dienstag und Mittwoch geplant, wie das Weiße Haus am Donnerstag mitteilte. Die Parlamentswahl in Ungarn ist am darauf folgenden Sonntag, den 12. April.

Textgröße ändern: