Pallade Veneta - Gericht: AfD darf in hessischer Gemeinde keine weiteren Plakate aufhängen

Gericht: AfD darf in hessischer Gemeinde keine weiteren Plakate aufhängen


Gericht: AfD darf in hessischer Gemeinde keine weiteren Plakate aufhängen
Gericht: AfD darf in hessischer Gemeinde keine weiteren Plakate aufhängen / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Der AfD-Kreisverband Fulda darf einem Gerichtsbeschluss zufolge keine weiteren Wahlplakate in einer hessischen Gemeinde aufhängen. Einen entsprechenden Eilantrag der Partei lehnte das Verwaltungsgericht Kassel am Donnerstag ab, wie eine Gerichtssprecherin am Freitag mitteilte.

Textgröße ändern:

Beklagt worden war die Gemeinde Künzell bei Fulda. Diese hatte der AfD laut Gericht im laufenden Kommunalwahlkampf 24 Plakatstandorte zugeteilt - ebenso wie den anderen Parteien. Die AfD hängte darüber hinaus Wahlplakate an mehreren Lichtmasten auf, welche die Gemeinde wieder entfernte.

In dem Eilrechtsverfahren begehrte der AfD-Kreisverband, dass die Gemeinde das Entfernen unterlässt und das Anbringen weiterer Plakate duldet. Er ist dem Verwaltungsgericht zufolge der Auffassung, dass eine wirksame Wahlwerbung mit den wenigen zugewiesenen Plakatflächen nicht möglich sei. Auch seien diese im Vergleich zu den Plakaten an den Laternenmasten "beschädigungsanfällig".

Das Verwaltungsgericht sah dies anders. Sogenannte Sichtwerbung sei zwar ein wichtiger Bestandteil der Wahlvorbereitung, es bestehe aber kein schrankenloser Anspruch. Die Gemeinde dürfe dabei Aspekte wie die Verkehrssicherheit, die Vermeidung von Verschmutzung des Straßenraums oder die Gewährleistung der Chancengleichheit berücksichtigen. Die zur Verfügung gestellten Standorte seien ausreichend, befand das Gericht.

Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Der Kreisverband legte laut Gericht bereits Beschwerde beim hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel ein.

R.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Dutzende Tote bei schwersten pakistanischen Luftangriffen in Afghanistan seit Monaten

Pakistan hat die schwersten Luftangriffe in Afghanistan seit Monaten geflogen. Dabei seien in der Nacht zum Montag 29 Kämpfer getötet worden, teilte der pakistanische Informationsminister Attaullah Tarar mit. Die afghanische Taliban-Regierung erklärte dagegen, bei den Angriffen seien 36 Zivilisten getötet worden, darunter Frauen und Kinder. 163 weitere Menschen seien verletzt worden. Die Regierung in Islamabad verschärfte zudem ihr Vorgehen gegen afghanische Staatsbürger, die sich ohne Visum in Pakistan aufhalten.

Burnham kündigt Dezentralisierung der britischen Regierung bei Wahl zum Premier an

Der aussichtsreiche Anwärter auf des Amt des britischen Premierministers, Andy Burnham, hat eine radikale Dezentralisierung der Regierung angekündigt, sollte er zum Nachfolger von Keir Starmer gewählt werden. Burnham stellte am Montag in Manchester in einer Grundsatzrede die "größte Umverteilung der Macht, die unser Land je erlebt hat", in Aussicht. Er werde die Macht "in die Hände der Menschen und Regionen legen, die sie am besten nutzen können".

Warten auf das "große Paket": Koalitionsausschuss soll Durchbruch bringen

Kraftakt vor der Sommerpause: Am Mittwoch kommen die Spitzen von Union und SPD zu einem Koalitionsausschuss zusammen, bei dem sie einen Durchbruch bei den großen Reformprojekten erzielen wollen. Bei dem Treffen im Kanzleramt solle "ein großes Paket" geschnürt werden, kündigte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Montag in Berlin an. Er nannte die Themen Steuern, Arbeit, Soziales, Bürokratieabbau und Staatsmodernisierung.

Vor Nato-Gipfel: Erdogan fordert "Einbindung" der Türkei in europäische Verteidigungsstruktur

Rund eine Woche vor dem Nato-Gipfel in Ankara hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die "Einbindung" der Türkei in die europäische Verteidigungsstruktur gefordert. "Als eines der Länder, die bei der Entwicklung der europäischen Säule des Bündnisses mitreden, wollen wir an allen Verteidigungs- und Sicherheitsinitiativen auf dem Kontinent beteiligt sein", sagte Erdogan am Montag bei der Eröffnung der Parlamentarischen Versammlung der Nato in Istanbul vor Abgeordneten der 32 Mitgliedstaaten.

Textgröße ändern: