Pallade Veneta - Iran: Mindestens acht Tote bei erneuten israelischen Angriffen

Iran: Mindestens acht Tote bei erneuten israelischen Angriffen


Iran: Mindestens acht Tote bei erneuten israelischen Angriffen
Iran: Mindestens acht Tote bei erneuten israelischen Angriffen / Foto: ATTA KENARE - AFP

Bei neuen israelischen Angriffen auf den Iran sind nach iranischen Angaben am Samstag mindestens acht Menschen getötet worden. Ein Mitarbeiter der Provinzregierung im zentraliranischen Isfahan sprach von "acht Bürgern, die als Märtyrer gestorben" seien. Auf Aufnahmen der Nachrichtenagentur AFP waren in der Hauptstadt Teheran Rauchschwaden über dem internationalen Flughafen Mehrabad zu sehen.

Textgröße ändern:

Israels Militär setzte nach eigenen Angaben mehr als 80 Kampfflugzeuge ein, diese hätten Ziele in Teheran und im Zentrum des Landes ins Visier genommen. Die "Angriffswelle" habe sich gegen "Infrastruktur des iranischen Terror-Regimes" gerichtet. Im Visier waren demnach unter anderem Abschussrampen für Raketen und weitere Ziele in der Hauptstadt Teheran und im Zentrum des Iran, darunter in Isfahan.

Es handelte sich um einen der größten Angriffe des israelischen Militärs auf den Iran seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf die islamische Republik am vergangenen Samstag. Unter anderem trafen die Luftangriffe auch eine Militärakademie der iranischen Revolutionsgarden, die als "Ersatzeinrichtung" genutzt worden sei, wie das israelische Militär mitteilte. Es handele sich um ein "rechtmäßiges militärisches Ziel". Ein weiteres Ziel war demnach eine unterirdische Kommandozentrale.

Das iranische Staatsfernsehen berichtete von starken Explosionen in Teheran. In mehreren Stadtteilen waren demnach Detonationen zu hören.

In der Provinz Isfahan wurden nach Angaben der Regionalregierung acht Menschen getötet. Neben der Stadt Isfahan seien in der Provinz sieben weitere Städte angegriffen worden, sagte ein Vertreter der Sicherheitsbehörden laut der Nachrichtenagentur Tasnim. Mindestens 80 Gebäude seien "schwer beschädigt" worden. Die Zahlen ließen sich vorerst nicht unabhängig überprüfen.

Die USA und Israel hatten am Samstag vergangener Woche massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel, auf die Golfstaaten und auf US-Einrichtungen in der Region.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Nach neuen Angriffen: Iran und USA machen widersprüchliche Angaben zu Verhandlungen

Nach neuen gegenseitigen Angriffen haben die USA und der Iran widersprüchliche Angaben zu neuen Verhandlungen gemacht. Wie US-Medien berichteten, sollen am Dienstag in Katar neue Verhandlungen stattfinden. Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi sagte hingegen am Montag, in dieser Woche sei kein Treffen geplant. Der Iran gab aber erste Gespräche mit dem Oman über die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus bekannt.

Chinas Handelsminister Wang auf Europa-Besuch: Peking und Brüssel suchen Dialog

Elektroautos, Halbleiter, Seltene Erden: Chinas Handelsminister Wang Wentao und EU-Handelskommissar Maros Sefcovic haben bei ihrem Treffen am Montag in Brüssel eine Reihe von Streitthemen zu bereden. Er freue sich auf "gehaltvolle Gespräche", erklärte Sefcovic zum Auftakt im Onlinedienst X. Er hatte sich zuvor für eine "Neugewichtung" der Beziehungen nach Peking ausgesprochen.

Bremer Verfassungsschutzbericht vorgestellt: Rechtsextremismus größte Gefahr

Bremens Innensenatorin Eva Högl (SPD) sieht in rechtsextremistischen Akteuren der sogenannten Neuen Rechten die größte Gefahr für die Demokratie. Das erklärte sie am Montag anlässlich der Vorstellung des Bremer Verfassungsschutzberichts 2025 in der Hansestadt. Demnach spielt die AfD im Netzwerk der Neuen Rechten "eine zentrale Rolle". Im Bremer Landesverband, der vom Landesverfassungsschutz als Verdachtsfall eingestuft wird, wachse der Einfluss der Neuen Rechten.

Iran: Erstes Treffen mit Oman zur Verwaltung von Straße von Hormus abgehalten

Der Iran hat nach eigenen Angaben ein erstes Treffen mit dem Oman zur Verwaltung der für die Schifffahrt wichtigen Straße von Hormus seit der Unterzeichnung eines Rahmenabkommens zwischen Teheran und Washington abgehalten. "Während einer Reise nach Maskat fand das erste Treffen des Gemeinsamen Hormus-Ausschusses statt", erklärte der stellvertretende iranische Außenminister Kasem Gharibabadi am Montag im Onlinedienst X.

Textgröße ändern: