Pallade Veneta - Verband fordert Ende von Steuervergünstigungen für Plug-in-Hybrid-Dienstwagen

Verband fordert Ende von Steuervergünstigungen für Plug-in-Hybrid-Dienstwagen


Verband fordert Ende von Steuervergünstigungen für Plug-in-Hybrid-Dienstwagen
Verband fordert Ende von Steuervergünstigungen für Plug-in-Hybrid-Dienstwagen / Foto: THOMAS KIENZLE - AFP

Die Umweltschutzorganisation Transport & Environment Deutschland (T&E) fordert ein Ende des Steuerprivilegs für Plug-in-Hybridautos, die als Dienstwagen genutzt werden. "Plug-in-Hybride-Dienstwagen sind in der Regel ineffiziente Luxusautos, die kaum elektrisch gefahren werden", kritisierte T&E-Direktor Stef Cornelis am Freitag. In den kommenden zwei Jahren werde die Steuervergünstigung den Staat rund 1,2 Milliarden Euro kosten. Mit dem Geld könnte laut T&E ein Drittel des Umweltbonus für Elektroautos finanziert werden.

Textgröße ändern:

Plug-in-Hybride seien deutlich weniger umweltfreundlich als von den Herstellern angegeben, kritisierte T&E. So verbrauche beispielsweise der derzeit beliebteste Plug-in-Hybrid in Deutschland, der Mercedes GLC, eingesetzt als Dienstwagen viermal mehr Kraftstoff als offiziell angegeben.

Ein Drittel aller Plug-in-Hybride in Deutschland sind laut der Organisation Dienstwagen, auf sie entfällt demnach aber rund die Hälfte aller Emissionen durch Plug-In-Hybride. Dies liege daran, dass die Autos als Dienstwagen häufiger über längere Strecken und somit weniger elektrisch gefahren würden.

Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die einen Dienstwagen auch privat nutzen können, besteht ein geldwerter Vorteil, der zum Teil als Einkommen versteuert werden muss. Als geldwerter Vorteil wird in der Regel ein Prozent des Brutto-Listenpreises eines Fahrzeugs angesetzt (Ein-Prozent-Regelung) zuzüglich einer Entfernungspauschale. Besitzerinnen und Besitzer von Plug-in-Hybriden müssen nur die Hälfte dieses Wertes versteuern. Diese Steuervergünstigung sei "absurd", erklärte Cornelis.

Im Koalitionsvertrag hatte sich die Ampel-Koalition auf ein Ende der steuerlichen Vergünstigung von Plug-in-Hybriden-Dienstwagen geeinigt, wenn nicht nachgewiesen werden kann, dass die Autos zumindest zur Hälfte elektrisch gefahren werden. Politikerinnen und Politiker von Grünen und Linken forderten zuletzt einen Abbau oder die vollständige Abschaffung des Dienstwagenprivilegs - mit den zusätzlichen Steuereinnahmen könne ein bundesweit gültiges Nahverkehrsticket auch nach dem Ende des Neun-Euro-Tickets finanziert werden.

G.Riotto--PV

Empfohlen

Milliardenklage gegen die BBC: Trump soll unter Eid aussagen

US-Präsident Donald Trump hat die BBC wegen Verleumdung auf eine Entschädigung in Milliardenhöhe verklagt, doch bisher verweigert er eine Aussage unter Eid - nun hat eine Richterin im Bundesstaat Florida Trump dafür eine Frist bis zum 11. Dezember gesetzt.

Kaputte Welt: Pentagon beschädigt Eisenhower-Globus

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth wünschte sich für sein Büro einen historischen Globus, wie ihn der frühere Präsident Dwight D. Eisenhower als General während des Zweiten Weltkriegs nutzte. Hegseth wollte damit womöglich signalisieren, er habe wie der legendäre Nazi-Bezwinger "Ike" die Welt unter Kontrolle. Doch der Plan schlug fehl: Nach einem Bericht der "Washington Post" (Donnerstagausgabe) ging der Globus beim Transport zu Bruch.

Frankreich: Widerstandskämpferin Berger-Volle mit 105 Jahren gestorben

Die österreichisch-französische Widerstandskämpferin Mélanie Berger-Volle ist im Alter von 105 Jahren gestorben. Die gebürtige Wienerin, die sich während der deutschen Besatzung Frankreichs gegen die Nationalsozialisten engagierte und später der Erinnerungsarbeit widmete, starb im ostfranzösischen Saint-Étienne, wie die Präfektur des Départements Loire am Donnerstag mitteilte. Noch mit 102 Jahren hatte sie die olympische Fackel getragen.

Neue russische Angriffe: Selenskyj beklagt unveränderte Haltung Moskaus zum Krieg

Russland hat nach Einschätzung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj seine Haltung im Krieg auch nach einem neuen diplomatischen Vorstoß nicht geändert. Kurz nach einer neuen Gesprächsrunde zwischen dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Kremlchef Wladimir Putin in St. Petersburg habe Russland "einen gezielten Angriff gestartet", erklärte Selenskyj am Donnerstag. "Das bedeutet, dass es keine wirkliche Änderung in seiner Haltung gegenüber all dem, was geschieht, gegeben hat." Ukrainische Behörden meldeten vier Tote durch russische Angriffe.

Textgröße ändern: