Pallade Veneta - Ostermärsche: Demonstrationen für den Frieden in rund 70 Städten

Ostermärsche: Demonstrationen für den Frieden in rund 70 Städten


Ostermärsche: Demonstrationen für den Frieden in rund 70 Städten
Ostermärsche: Demonstrationen für den Frieden in rund 70 Städten / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

In dutzenden Städten und Gemeinden in Deutschland haben bei den traditionellen Ostermärschen am Samstag Menschen für den Frieden demonstriert. Nach Angaben des Netzwerks Friedenskooperative fanden Aktionen in gut 70 Städten statt, unter anderem in Berlin, Bremen, München, Duisburg, Leipzig und Stuttgart. Die Zahl der Teilnehmenden blieb dabei überschaubar: In Stuttgart kamen nach Polizeiangaben rund 3000 Menschen zum Ostermarsch zusammen, in Berlin etwa 1600, in Duisburg waren es 300.

Textgröße ändern:

Die Beteiligung bewege sich auf dem Vorjahresniveu, sagte Kristian Golla vom Netzwerk Friedenskooperative der Nachrichtenagentur AFP. Im Fokus der diesjährigen Ostermärsche standen die andauernden Kriege in Nahost und der Ukraine. Die Friedensbewegung fordert von der Bundesregierung diplomatische Initiativen zur Beendigung der Kriege.

Die Ostermärsche richten sich zudem gegen Aufrüstung in Deutschland und gegen eine Rückkehr zur Wehrpflicht. Bei Veranstaltungen in mehreren Städten wollten Schülerinnen und Schüler selbst zur Wehrpflichtdebatte sprechen. Das Netzwerk Friedenskooperative rechnete deshalb vorab mit einer höheren Beteiligung von jungen Menschen in diesem Jahr.

Erste Aktionen fanden zwar schon am Donnerstag und Freitag statt, der Samstag war aber Haupttag der traditionellen Ostermärsche. Am Ostersonntag sind nur vereinzelte Veranstaltungen geplant, am Montag aber noch einmal rund 30, unter anderem in Dresden und Hamburg.

"Es ist wichtig, dass so viele Menschen für Frieden auf die Straße gehen", erklärte Golla. Denn die Themen würden nicht weniger - im Gegenteil: "In bald 40 Jahren Ostermarsch-Arbeit habe ich es noch nie erlebt, dass es zu Ostern so eine große Fülle an Krisen auf der Welt gibt."

Die Ostermärsche der Friedensbewegung sind in Deutschland traditionell dezentral organisiert. Die Veranstaltungen in den unterschiedlichen Städten stehen dementsprechend unter verschiedenen Mottos. So stand der Ostermarsch in Berlin unter dem Stichwort "Kriegstüchtig und siegfähig? Abbau des Sozialstaats? UN-Charta in den Müll? Nicht in unserem Namen!" In München hieß es "Völkerrecht statt Faustrecht - Gemeinsam für Frieden und Gerechtigkeit!" und in Dresden "Kriege verweigern - Frieden schaffen".

Die Ostermärsche in Deutschland finden seit den 1960er Jahren statt. Den größten Zulauf verzeichneten sie in den 80er Jahren im Kalten Krieg, als hunderttausende Menschen daran teilnahmen. In den vergangenen Jahren fiel die Mobilisierung deutlich geringer aus.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Russische Behörden melden massive Drohnenangriffe am letzten Tag der Parlamentswahl

Inmitten des Ukraine-Kriegs haben die Menschen in Russland am Sonntag am dritten und letzten Tag der Parlamentswahl ihre Stimmen abgegeben. Die russischen Behörden meldeten massive ukrainische Drohnenangriffe auf die Region Moskau, bei denen zwei Menschen getötet wurden. Bei der Wahl gilt ein Sieg der Partei Geeintes Russland von Präsident Wladimir Putin als sicher. Neben ihr sind nur andere Kreml-treue Parteien zugelassen. In Berlin protestierten Anhänger der Opposition gegen den Kreml und die Offensive in der Ukraine.

"Nein zum Krieg": Exilrussen protestieren am Wahltag vor Botschaft in Berlin

Vor der russischen Botschaft in Berlin haben am letzten Tag der russischen Parlamentswahl Anhänger der Opposition ihren Protest gegen den Kreml und den russischen Angriffskrieg in der Ukraine zum Ausdruck gebracht. Mehrere Dutzend Menschen versammelten sich am Sonntagmittag vor dem von der Polizei abgesperrten Gebäude unweit des Brandenburger Tors. Sie riefen Parolen wie "Nein zum Krieg", "Russland wird frei sein" oder "Russland ohne Putin".

Trump: In Washington geplanter Triumphbogen soll auch als Armeestützpunkt dienen

Der von US-Präsident Donald Trump in Washington geplante riesige Triumphbogen soll nach dessen Worten auch als Stützpunkt für militärische Drohnen und Scharfschützen der Armee dienen. Er habe zugestimmt, "den prächtigen Triumphbogen in einen erstklassigen Militärkomplex/Triumphbogen" umzuwandeln, erklärte Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. Das Bauwerk solle "eine große Anzahl von Drohnen sowie Scharfschützen sowohl auf dem Dach als auch auf dem Vorplatz" beherbergen, die schnell eingesetzt werden könnten.

Hohe Beteiligung bei Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern

Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich eine deutlich höhere Wahlbeteiligung ab als vor fünf Jahren. Bis 14.00 Uhr gaben 40,7 Prozent der 1,3 Millionen Wahlberechtigten in den Wahllokalen ihre Stimme ab, wie der Landeswahlleiter in Schwerin am Sonntagnachmittag mitteilte - 2021 hatte die Wahlbeteiligung zur selben Uhrzeit bei 32,5 Prozent gelegen. Die Umfragen sehen im Nordosten ein knappes Rennen zwischen SPD und AfD um den Wahlsieg voraus.

Textgröße ändern: