Pallade Veneta - Beendigung des Iran-Krieges: Nouripour fordert "eigenständige Rolle" Deutschlands

Beendigung des Iran-Krieges: Nouripour fordert "eigenständige Rolle" Deutschlands


Beendigung des Iran-Krieges: Nouripour fordert "eigenständige Rolle" Deutschlands
Beendigung des Iran-Krieges: Nouripour fordert "eigenständige Rolle" Deutschlands / Foto: MICHAEL MATTHEY - AFP/Archiv

Der grüne Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour hat eine zentrale Rolle Deutschlands bei der Sicherung einer Friedenslösung im Iran-Krieg gefordert. "Jetzt gilt es, sich im europäischen Geleit eine eigenständige Rolle zu erarbeiten", sagte Nouripour den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstagsausgaben). "Die bisherige Kopf-im-Sand-Haltung der Bundesregierung war nicht im Interesse Deutschlands."

Textgröße ändern:

Deutschland habe in im Nahen Osten handfeste Interessen, betonte Nouripour. "Von der Freiheit der Schifffahrt bis zur Stabilität und der Energiepartnerschaft."

Der Bundestagsvizepräsident rief dazu auf, die zwei Wochen der Waffenruhe zu nutzen. Derzeit sei noch völlig unklar, ob Frieden gelingen könne. "Vor allem darf man nicht vergessen, dass das Regime im Iran sich als der Gewinner der bisherigen Auseinandersetzung sieht, allein schon, weil es überlebt hat", betonte er. "Das macht die Aussicht auf seinen Friedenswillen nicht rosiger."

Der frühere Grünen-Chef erinnerte daran, dass der Krieg bereits zwanzig Länder getroffen habe. "Die Lage in Libanon etwa bleibt dramatisch", sagte Nouripour. "Jede Friedenslösung müsste deshalb in erster Linie die Zivilbevölkerungen schützen."

Nach mehr als fünf Wochen Krieg hatten sich die USA und der Iran am Dienstag unter pakistanischer Vermittlung auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt. Ab Freitag sind erstmals seit Februar wieder direkte Gespräche zwischen den USA und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad geplant.

T.Galgano--PV

Empfohlen

Trump weiter "enttäuscht über Deutschland" - Rutte nimmt Berlin in Schutz

US-Präsident Donald Trump hat sich bei einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte erneut "enttäuscht über Deutschland" geäußert. Trump sagte am Mittwoch bei einem gemeinsamen Auftritt mit Rutte im Weißen Haus, die USA hätten "hunderte Millionen Dollar" für die in Deutschland stationierten Truppen gezahlt. Im Iran-Krieg habe er Berlin gebeten: "Gebt uns einen kleinen Stups, gebt uns ein kleines Küsschen", sagte er. "Aber sie haben nein gesagt."

Fast 300.000 Wehrdienst-Fragebogen verschickt - 530 Freiwillige für 2026 rekrutiert

Rund fünf Monate nach dem Beginn der neuen Wehrerfassung sind fast 300.000 Fragebögen an junge Männer und Frauen in Deutschland verschickt worden. Von ihnen verpflichteten sich bislang aber nur gut 530 Freiwillige für den Wehrdienst, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Auswertung des Bundesverteidigungsministeriums hervorging.

Russischer Oppositionspolitiker Kruglow zu sieben Jahren Haft verurteilt

Wegen kritischer Posts in Online-Netzwerken über den Krieg in der Ukraine ist der russische Oppositionspolitiker Maxim Kruglow zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Der Vizechef der Jabloko-Partei müsse diese in einer Strafkolonie verbüßen, berichtete die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA am Mittwoch. Der 39-jährige ehemalige Moskauer Stadtrat war im Oktober wegen des Vorwurfs verhaftet worden, "falsche Informationen" über die russische Armee zu verbreiten.

Rubio rechnet mit Fortsetzung der Iran-Gespräche kommende Woche

US-Außenminister Marco Rubio rechnet zu Beginn der kommenden Woche mit einer neuen Verhandlungsrunde mit dem Iran. Rubio sagte am Mittwoch am Rande eines Besuchs in Kuwait, die technischen Gespräche würden seines Wissens am Montag oder Dienstag wiederaufgenommen. Die US-Delegation fahre dann "zurück in die Schweiz, wenn ich mich nicht irre", fügte er hinzu.

Textgröße ändern: