Pallade Veneta - Merz: Abzug von US-Truppen war in Gespräch mit Trump kein Thema

Merz: Abzug von US-Truppen war in Gespräch mit Trump kein Thema


Merz: Abzug von US-Truppen war in Gespräch mit Trump kein Thema
Merz: Abzug von US-Truppen war in Gespräch mit Trump kein Thema / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP

US-Präsident Donald Trump hat in seinem jüngsten Gespräch mit Kanzler Friedrich Merz (CDU) nicht mit einem Abzug von US-Truppen aus Deutschland gedroht. Bei dem Telefonat am Mittwoch habe dies keine Rolle gespielt, sagte Merz am Donnerstag in Berlin. Beide hätten aber über "die Zukunft der Nato" gesprochen, die von Trump wegen des fehlenden Engagements im Iran-Krieg zuletzt scharf kritisiert worden war.

Textgröße ändern:

"Es ist meine feste Absicht, alles zu tun, um auch den Schutz der Nato unter Einschluss der Vereinigten Staaten von Amerika für Europa zu erhalten", sagte Merz. "Dieses Bündnis ist jedenfalls gegenwärtig durch nichts zu ersetzen. Und deswegen habe ich ein hohes Interesse daran, es zu erhalten und es mit dem amerikanischen Präsidenten fortzuentwickeln."

Merz bot Trump demnach an, dass sich beide vor dem Gipfel der Militärallianz in zwei Monaten "noch einmal über die Zukunft der Nato miteinander verständigen". Das Treffen der Nato-Staats- und Regierungschefs findet am 7. und 8. Juli in der türkischen Hauptstadt Ankara statt.

Der Kanzler ging auch auf Forderungen ein, die Nutzung von Militärbasen der USA in Deutschland vor dem Hintergrund des Vorgehens von Trump im Iran-Krieg einzuschränken. Auch dies sei im Gespräch mit dem US-Präsidenten kein Thema gewesen, sagte Merz auf eine Frage dazu. Zur US-Truppenpräsenz gebe es Stationierungsabkommen. Die Bundesregierung habe "keine Veranlassung daran zu zweifeln, dass die amerikanischen Streitkräfte sich auch in den letzten Wochen" an deren Vorgaben gehalten hätten.

Dass Trump vor dem Ablauf seines Ultimatums am Dienstag gedroht hatte, ohne ein Einlenken Teherans werde "eine ganze Zivilisation (...) heute Nacht sterben", sei offenbar "Teil seiner Strategie im Umgang mit dem Iran" gewesen, sagte Merz weiter. "Ich glaube, er ist selbst nicht davon ausgegangen, dass man ein Land wie den Iran vollkommen auslöschen kann." Und Trumps Vorgehen habe dann auch "zu einem jedenfalls vorläufigen Ende der Kampfhandlungen" geführt.

R.Zaccone--PV

Empfohlen

"Nein zum Krieg": Exilrussen protestieren am Wahltag vor Botschaft in Berlin

Vor der russischen Botschaft in Berlin haben am letzten Tag der russischen Parlamentswahl Anhänger der Opposition ihren Protest gegen den Kreml und den russischen Angriffskrieg in der Ukraine zum Ausdruck gebracht. Mehrere Dutzend Menschen versammelten sich am Sonntagmittag vor dem von der Polizei abgesperrten Gebäude unweit des Brandenburger Tors. Sie riefen Parolen wie "Nein zum Krieg", "Russland wird frei sein" oder "Russland ohne Putin".

Trump: In Washington geplanter Triumphbogen soll auch als Armeestützpunkt dienen

Der von US-Präsident Donald Trump in Washington geplante riesige Triumphbogen soll nach dessen Worten auch als Stützpunkt für militärische Drohnen und Scharfschützen der Armee dienen. Er habe zugestimmt, "den prächtigen Triumphbogen in einen erstklassigen Militärkomplex/Triumphbogen" umzuwandeln, erklärte Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. Das Bauwerk solle "eine große Anzahl von Drohnen sowie Scharfschützen sowohl auf dem Dach als auch auf dem Vorplatz" beherbergen, die schnell eingesetzt werden könnten.

Hohe Beteiligung bei Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern

Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich eine deutlich höhere Wahlbeteiligung ab als vor fünf Jahren. Bis 14.00 Uhr gaben 40,7 Prozent der 1,3 Millionen Wahlberechtigten in den Wahllokalen ihre Stimme ab, wie der Landeswahlleiter in Schwerin am Sonntagnachmittag mitteilte - 2021 hatte die Wahlbeteiligung zur selben Uhrzeit bei 32,5 Prozent gelegen. Die Umfragen sehen im Nordosten ein knappes Rennen zwischen SPD und AfD um den Wahlsieg voraus.

Bei Berliner Abgeordnetenhauswahl zeichnet sich höhere Wahlbeteiligung ab

Bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl zeichnet sich eine höhere Wahlbeteiligung ab als vor dreieinhalb Jahren. Bis zum Sonntagnachmittag gaben in den Wahllokalen 27,9 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab, wie der Landeswahlleiter mitteilte - das waren viereinhalb Prozentpunkte mehr als zur gleichen Uhrzeit 2023. Umfragen sagen ein knappes Rennen zwischen der regierenden CDU und der oppositionellen Linken um den Wahlsieg voraus.

Textgröße ändern: