Pallade Veneta - "Historischer Meilenstein": USA werten erste Gespräche Israels und des Libanon positiv

"Historischer Meilenstein": USA werten erste Gespräche Israels und des Libanon positiv


"Historischer Meilenstein": USA werten erste Gespräche Israels und des Libanon positiv
"Historischer Meilenstein": USA werten erste Gespräche Israels und des Libanon positiv / Foto: Oliver Contreras - AFP

Nach den ersten direkten Gespräche zwischen Israel und dem Libanon seit mehr als 30 Jahren haben die USA von einem "historischen Meilenstein" gesprochen. In einer Erklärung des US-Außenministeriums nach dem rund zweistündigen Treffen in Washington war von "konstruktiven Gesprächen" die Rede, die den Weg für weitere Verhandlungen ebnen könnten. Der israelische Botschafter in den USA, Yechiel Leiter, sprach von einem "wunderbaren Austausch".

Textgröße ändern:

US-Außenminister Marco Rubio hatte zum Auftakt von einer "historischen Chance" zur Aussöhnung zwischen beiden Ländern gesprochen. Er äußerte die Hoffnung, dass ein Rahmen für einen "dauerhaften Frieden entwickelt werden kann". Dies werde allerdings Zeit in Anspruch nehmen, sagte der US-Chefdiplomat.

An den Verhandlungen im US-Außenministerium nahm neben dem israelischen Gesandten Leiter die libanesische Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad, teil. Von US-Seite waren neben Rubio zudem der Botschafter im Libanon, Michael Issa, beteiligt, sowie der Ständige Vertreter der Vereinigten Staaten bei der UNO, Mike Waltz.

Israel hatte vor den ersten direkten Gesprächen seit 1993 den Willen zum Frieden und zu einer Normalisierung der Beziehungen mit dem Nachbarland Libanon betont. Über die Ziele der Verhandlungen herrschte allerdings Uneinigkeit: Die libanesische Präsidentschaft wollte über eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz verhandeln. Israel schloss dies vorerst aus und forderte eine Entwaffnung der vom Iran finanzierten Miliz, die an den Gesprächen nicht teilnahm.

Die Hisbollah erklärte kurz vor Beginn der Verhandlungen, sie habe 13 Städte im Norden Israels angegriffen. Die israelische Armee hatte am vergangenen Mittwoch nach der Vereinbarung einer Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran ihrerseits die Angriffe auf Hisbollah-Stellungen verstärkt. Israel und der Libanon unterhalten bisher keine formalen diplomatischen Beziehungen und befinden sich formell seit 1948 im Kriegszustand.

Vor Beginn der Gespräche riefen die Außenminister aus 17 Ländern beide Seiten zu einer Einigung auf. "Direkte Verhandlungen können den Weg zu dauerhafter Sicherheit für den Libanon und Israel sowie die Region ebnen", hieß es in einer Erklärung von Großbritannien, Frankreich und 15 weiteren Ländern.

L.Guglielmino--PV

Empfohlen

Gespräche zwischen Israel und Libanon enden ohne konkrete Ergebnisse

Die ersten direkten Gespräche zwischen Israel und dem Libanon seit mehr als 30 Jahren sind ohne konkrete Ergebnisse zu Ende gegangen. In einer Erklärung, die das US-Außenministerium am Dienstag nach dem rund zweistündigen Treffen in Washington veröffentlichte, wird eine Fortsetzung in Aussicht gestellt. Allerdings wurden weder ein konkretes Datum noch ein Ort genannt. Die USA sprachen dennoch von einem "historischen Meilenstein".

Umfrage: CDU vor Abgeordnetenhauswahl in Berlin weiter vorn

Gut fünf Monate vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin liegt die CDU des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner in einer Umfrage weiter vor allen anderen Parteien. Der am Dienstag veröffentlichten Erhebung des Instituts Insa für die "Bild"-Zeitung zufolge kommen die Christdemokraten, die in der Bundeshauptstadt derzeit mit der SPD regieren, auf 21 Prozent. Die Sozialdemokraten folgen gleichauf mit der AfD mit je 17 Prozent.

Selenskyj: US-Verhandler haben wegen Iran-Kriegs "keine Zeit für die Ukraine"

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat negative Auswirkungen des Iran-Kriegs für die Friedensbemühungen und die Waffenlieferungen für sein Land beklagt. Selenskyj sagte am Dienstag in einem ZDF-Interview mit Moderatorin Maybrit Illner mit Blick auf die beiden US-Unterhändler Jared Kushner und Steve Witkoff: "Sie sind ständig in Kontakt mit Iran und haben keine Zeit für die Ukraine." Selenskyj klagte zudem über Engpässe beim Patriot-Luftabwehrsystem.

Trump deutet neue Iran-Gespräche in Islamabad an

US-Präsident Donald Trump hat eine mögliche neue Gesprächsrunde mit dem Iran in den kommenden Tagen angedeutet. Die "New York Post" zitierte Trump am Dienstag mit den Worten, "in den nächsten zwei Tagen" könne Bewegung in die Sache kommen. Eine erste Verhandlungsrunde am Wochenende war ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Trump kündigte daraufhin eine Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus an, die am Montagnachmittag in Kraft trat.

Textgröße ändern: