Pallade Veneta - Britische Behörde: Zwei Schiffe in der Straße von Hormus beschossen

Britische Behörde: Zwei Schiffe in der Straße von Hormus beschossen


Britische Behörde: Zwei Schiffe in der Straße von Hormus beschossen
Britische Behörde: Zwei Schiffe in der Straße von Hormus beschossen / Foto: FADEL SENNA - AFP/Archiv

In der Straße von Hormus sind britischen Behördenangaben zufolge zwei Schiffe beschossen worden. Ein Containerschiff sei vor der Küste des Omans "ohne vorherige Funkwarnung von einem Kanonenboot der Streitkräfte der iranischen Revolutionsgarden" beschossen worden, erklärte die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) am Mittwoch. Das Schiff habe "schwere Schäden" erlitten, die Besatzung sei jedoch "unversehrt". Kurz darauf wurde den Angaben zufolge ein anderes Frachtschiff beschossen, das aus einem iranischen Hafen ausgelaufen war. Durch wen dabei geschossen wurde, war zunächst nicht bekannt.

Textgröße ändern:

Der Angriff auf das Containerschiff ereignete sich laut UKMTO rund 15 Seemeilen nordöstlich der omanischen Küste. Nach Angaben der Sicherheitsfirma Vanguard Tech handelt es sich um ein unter liberianischer Flagge fahrendes Schiff, "dem die Durchfahrt durch die Straße von Hormus genehmigt worden war". Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete jedoch, das Schiff habe "Warnungen der iranischen Streitkräfte ignoriert".

Kurz nach dem ersten Angriff meldete die UKMTO einen weiteren Beschuss eines Schiffes in der Region. Das Frachtschiff sei am Mittwoch aus einem iranischen Hafen ausgelaufen. Rund acht Seemeilen westlich der iranischen Küste sei es nach Angaben des Kapitäns beschossen und "auf See gestoppt" worden, erklärte die UKMTO. Berichte über Schäden am Schiff liegen demnach nicht vor.

Die für den weltweiten Ölhandel strategisch wichtige Meerenge Straße von Hormus wird seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar durch Teheran weitestgehend blockiert. Die USA haben wiederum eine Blockade iranischer Häfen verhängt.

Die Angriffe erfolgten kurz nachdem US-Präsident Donald Trump am Dienstag eine Feuerpause im Iran-Krieg vorerst verlängert hatte. Zuvor hatte die iranische Armeeführung die anhaltende Blockade iranischer Häfen durch die USA wiederholt scharf verurteilt und mit weiteren Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus gedroht.

Vor eineinhalb Wochen waren Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung Pakistans über ein mögliches Ende des Iran-Krieges ergebnislos geblieben. Beide Seiten warfen sich unter anderem vor, gegen die am 8. April in Kraft getretene Feuerpause verstoßen zu haben. Zudem ist die Blockade der Straße von Hormus ein Streitthema.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Abgeordnetenhauswahl Berlin: Spitzenkandidaten geben Stimmen ab

Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin haben die ersten Spitzenkandidaten ihre Stimme abgegeben. Werner Graf von den Grünen und Steffen Krach von der SPD wählten am Sonntagmorgen im Bezirk Tempelhof-Schöneberg, CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers besuchte am Mittag sein Wahllokal in Friedrichshain. Die Linken-Kandidatin Elif Eralp wollte nicht öffentlich wählen.

Trump will "KI Force" ins Leben rufen und greift KI-Kritiker erneut scharf an

In der Debatte um Künstliche Intelligenz (KI) hat US-Präsident Donald Trump die Schaffung einer neuen Regierungsinstanz für KI angekündigt, zugleich aber Forderungen nach einem Abbremsen der rasanten Entwicklung der Technologie erneut eine Abfuhr erteilt. Er werde eine "KI Force" einrichten und "sehr bald" die Nominierung eines "KI-Zaren" verkünden, erklärte Trump am Samstag in seinem Online-Dienst Truth Social. Seine Regierung werde aber "das Wachstum dieser unglaublichen Industrie nicht in irgendeiner Weise behindern oder drosseln".

Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Ministerpräsidentin Schwesig hat gewählt

Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat die SPD-Spitzenkandidatin, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, ihre Stimme abgegeben. Sie wählte am Sonntag in Schwerin in Begleitung ihres Ehemanns Stefan. Am Vormittag war bereits Schwesigs Herausforderer von der AfD, Leif-Erik Holm, in der Landeshauptstadt an die Urne gegangen. Zwischen SPD und AfD sehen die Umfragen ein enges Rennen um den Wahlsieg voraus.

Drohnenangriffe auf Moskau an letztem Tag der Parlamentswahl in Russland

Überschattet von Drohnenangriffen auf Moskau haben die Menschen in Russland am dritten und letzten Tag der Parlamentswahl ihre Stimmen abgegeben. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin warf der Ukraine am Sonntag eine versuchte Störung des Urnengangs vor. Bei der Wahl gilt ein Sieg der Partei Geeintes Russland von Präsident Wladimir Putin als sicher. Sie hat seit 2003 alle Parlamentswahlen gewonnen. Neben ihr sind nur andere Kreml-treue Parteien zugelassen.

Textgröße ändern: