Pallade Veneta - Waffenruhe zwischen Israel und Islamischem Dschihad hält zunächst

Waffenruhe zwischen Israel und Islamischem Dschihad hält zunächst


Waffenruhe zwischen Israel und Islamischem Dschihad hält zunächst
Waffenruhe zwischen Israel und Islamischem Dschihad hält zunächst / Foto: SAID KHATIB - AFP

Die Waffenruhe zwischen Israel und der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad im Gazastreifen hat zu Wochenbeginn zunächst gehalten. Israel behielt sich aber das Recht vor, im Falle einer Verletzung der Feuerpause "entschlossen zu antworten", der Islamische Dschihad erklärte ebenfalls seine Bereitschaft zur Reaktion auf "jedwede Aggression". Indes wurde am Montag die Grenze Israels zum Gazastreifen wieder eröffnet, was die Wiederaufnahme des einzigen Kraftwerks in dem schmalen Küstenstreifen ermöglichte.

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Ein Sprecher des Krafstoffvertriebsunternehmens bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, das mit Diesel betriebene Kraftwerk habe nach zweitägiger Unterbrechung wieder begonnen, Strom zu produzieren. Am Morgen hatten Lastwagen mit Treibstoff den Grenzübergang Kerem Schalom überquert.

Israel hatte zwei Grenzübergänge zum Gazastreifen bereits vor der jüngsten Eskalation geschlossen. Der oberste Krankenhausdirektor im Gazastreifen hatte am Wochenende vor einer "medizinischen Krise" gewarnt, falls binnen weniger Tage keine Medikamente oder Treibstoff in den Gazastreifen gelangen würden.

Israel kündigte am Montag zudem die Wiederaufnahme des Zugverkehrs im Grenzgebiet zum Gazastreifen an und hob für Bürger auf der israelischen Seite der Grenze die Pflicht auf, sich in Schutzräumen aufzuhalten. Auch die Straßen im Grenzgebiet wurden laut israelischem Militär nach und nach wieder freigegeben.

Israel hatte seit Freitag Ziele der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad im Gazastreifen bombardiert. Dabei wurden nach palästinensischen Angaben 44 Menschen getötet und 360 weitere verletzt. Als Reaktion auf die Luftangriffe feuerte der Islamische Dschihad hunderte Raketen Richtung Israel ab.

Am Sonntag hatten sich Israel und der Islamische Dschihad unter Vermittlung Ägyptens auf die Waffenruhe geeinigt, die um 23.30 Uhr Ortszeit (22.30 Uhr MESZ) in Kraft trat. US-Präsident Joe Biden begrüßte die Feuerpause und dankte dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi für die erfolgreiche Vermittlungstätigkeit. Das Büro des israelischen Regierungschefs Jair Lapid bedankte sich ebenfalls bei Kairo.

Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts sagte am Montag in Berlin, die Bundesregierung danke Ägypten "ausdrücklich" und sei "erleichtert" über die Waffenruhe. Die Regierung begrüße, dass sie bisher nach Erkenntnissen auch halte. Dies sei nun insbesondere vor dem Hintergrund der "ohnehin sehr schwierigen humanitären Lage" wichtig.

Lapid hatte die am Freitag begonnenen Angriffe mit der Abwehr einer "unmittelbaren Bedrohung" begründet. Die israelische Regierung hatte von geplanten Racheaktionen des Islamischen Dschihad gesprochen, nachdem Israel einen der Anführer der Bewegung, Bassem al-Saadi, am 1. August im israelisch besetzten Westjordanland festgenommen hatte.

Lapid bezeichnete den Islamischen Dschihad als eine "Hilfstruppe des Iran", die den Staat Israel "zerstören und unschuldige Israelis töten" wolle. Nach Angaben der israelischen Armee trafen ihre Angriffe 139 Stellungen der Dschihad-Kämpfer. Die gesamte Spitze des militärischen Flügels des Islamischen Dschihad im Gazastreifen sei "neutralisiert" worden.

Die jüngste Gewalteskalation war die heftigste im Gazastreifen seit Mai vergangenen Jahres. Die im Gazastreifen seit 2007 regierende radikalislamische Hamas hatte damals Raketen Richtung Israel abgefeuert, woraufhin die israelische Luftwaffe Ziele im Gazastreifen bombardierte. Während der elftägigen Gefechte wurden im Gazastreifen mehr als 260 Menschen getötet, in Israel gab es 13 Tote.

B.Cretella--PV

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