Pallade Veneta - Klöckner fordert mehr Respekt für parlamentarische Beratungen

Klöckner fordert mehr Respekt für parlamentarische Beratungen


Klöckner fordert mehr Respekt für parlamentarische Beratungen
Klöckner fordert mehr Respekt für parlamentarische Beratungen / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) hat die Bundesregierung vor zu schnellen Gesetzgebungsverfahren gewarnt und mehr Respekt für die parlamentarische Beratung eingefordert. "Einen grundsätzlichen Gesetzesturbo akzeptiere ich für unser Parlament nicht", sagte Klöckner der "Neuen Zürcher Zeitung" (Montagsausgabe). Der Bundestag sei "keine Durchreiche für gesetzgeberische Ideen der Regierung". Sie fügte hinzu: "Beratung braucht Zeit und Sorgfalt."

Textgröße ändern:

Klöckner zog dabei eine Grenze zwischen kurzfristigen Maßnahmen und grundlegenden Reformen. Während etwa ein Tankrabatt rasch beschlossen werden könne, gelte dies nicht für strukturelle Vorhaben in Bereichen wie Gesundheit, Pflege oder Rente. "Ein Koalitionsausschuss ersetzt nicht die parlamentarische Beratung", sagte die Bundestagspräsidentin. Diese Erwartung habe sie gegenüber der Bundesregierung deutlich gemacht.

Mit Blick auf die Sicherheit im Parlament hofft Klöckner auf Verbesserungen durch ein geplantes eigenes Bundestagspolizeigesetz. Die derzeitige Rechtslage sei "schwer vermittelbar", da ein Austausch relevanter Daten zwischen Behörden nur eingeschränkt möglich sei. Die Sicherheitslage habe sich verändert. "Wir brauchen ein Gesetz, das klare Zuständigkeiten schafft, den Datenaustausch ermöglicht und sicherstellt, dass unsere Polizei überall dort handeln kann, wo parlamentarische Arbeit stattfindet."

Zur Beflaggung im Pride-Monat stellte Klöckner klar, dass für sie die staatlichen Symbole Vorrang hätten. "Über Schwarz-Rot-Gold geht nichts." Die Regenbogenflagge werde am 17. Mai, dem Internationalen Tag gegen Homophobie, gehisst, da hierfür ein parlamentarischer Bezug bestehe. "Zu politischen Demonstrationen wie dem Christopher Street Day kann jeder privat gehen, hier gibt es aber keinen unmittelbaren Bezug zur Institution Deutscher Bundestag." Klöckner verwies auf den geltenden Flaggenerlass, der das Hissen der Regenbogenflagge einmal jährlich vorsehe.

A.Graziadei--PV

Empfohlen

Trump will "KI Force" ins Leben rufen und greift KI-Kritiker erneut scharf an

In der Debatte um Künstliche Intelligenz (KI) hat US-Präsident Donald Trump die Schaffung einer neuen Regierungsinstanz für KI angekündigt, zugleich aber Forderungen nach einem Abbremsen der rasanten Entwicklung der Technologie erneut eine Abfuhr erteilt. Er werde eine "KI Force" einrichten und "sehr bald" die Nominierung eines "KI-Zaren" verkünden, erklärte Trump am Samstag in seinem Online-Dienst Truth Social. Seine Regierung werde aber "das Wachstum dieser unglaublichen Industrie nicht in irgendeiner Weise behindern oder drosseln".

Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Ministerpräsidentin Schwesig hat gewählt

Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat die SPD-Spitzenkandidatin, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, ihre Stimme abgegeben. Sie wählte am Sonntag in Schwerin in Begleitung ihres Ehemanns Stefan. Am Vormittag war bereits Schwesigs Herausforderer von der AfD, Leif-Erik Holm, in der Landeshauptstadt an die Urne gegangen. Zwischen SPD und AfD sehen die Umfragen ein enges Rennen um den Wahlsieg voraus.

Drohnenangriffe auf Moskau an letztem Tag der Parlamentswahl in Russland

Überschattet von Drohnenangriffen auf Moskau haben die Menschen in Russland am dritten und letzten Tag der Parlamentswahl ihre Stimmen abgegeben. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin warf der Ukraine am Sonntag eine versuchte Störung des Urnengangs vor. Bei der Wahl gilt ein Sieg der Partei Geeintes Russland von Präsident Wladimir Putin als sicher. Sie hat seit 2003 alle Parlamentswahlen gewonnen. Neben ihr sind nur andere Kreml-treue Parteien zugelassen.

Abgeordnetenhauswahl Berlin: Erste Spitzenkandidaten haben Stimme abgegeben

Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin haben die ersten Spitzenkandidaten ihre Stimme abgegeben. Werner Graf von den Grünen und Steffen Krach von der SPD wählten am Sonntag im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers wollte gegen Mittag in Friedrichshain seine Stimme abgeben, die Linken-Kandidatin Elif Eralp nicht öffentlich wählen.

Textgröße ändern: