Pallade Veneta - Pistorius: US-Truppenpräsenz in Europa bleibt in beidseitigem Interesse

Pistorius: US-Truppenpräsenz in Europa bleibt in beidseitigem Interesse


Pistorius: US-Truppenpräsenz in Europa bleibt in beidseitigem Interesse
Pistorius: US-Truppenpräsenz in Europa bleibt in beidseitigem Interesse / Foto: Michael BIHLMAYER - POOL/AFP

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat mit Blick auf den von US-Präsident Donald Trump angekündigten Truppenabzug das beidseitige Interesse an der weiteren Stationierung des US-Militärs betont. "Die Präsenz amerikanischer Soldaten in Europa und besonders in Deutschland ist in unserem Interesse und im Interesse der USA", sagte Pistorius laut Angaben des Verteidigungsministeriums in Berlin vom Samstagmorgen. Eine gewisse Truppenreduzierung sei allerdings ohnehin erwartet worden.

Textgröße ändern:

"Dass die USA Truppen aus Europa und auch aus Deutschland abziehen würden, war absehbar", sagte Pistorius. Die Rede sei nun von 5000 US-Soldatinnen und Soldaten von insgesamt fast 40.000, die aktuell in Deutschland stationiert seien. Die intensive militärische Kooperation mit den USA gehe aber weiter.

"Mit den Amerikanern arbeiten wir eng zusammen, in Ramstein, in Grafenwöhr, in Frankfurt und anderswo, für Frieden und Sicherheit in Europa, für die Ukraine und zur gemeinsamen Abschreckung", betonte Pistorius. "Die USA bündeln hier aber auch andere militärische Funktionen, etwa für ihre sicherheitspolitischen Interessen in Afrika und im Mittleren Osten."

Der Bundesverteidigungsminister stellte aber auch erneut klar: "Wir müssen innerhalb der Nato europäischer werden, um transatlantisch bleiben zu können." Die europäischen Nato-Staaten müssten "mehr Verantwortung für unsere Sicherheit übernehmen". Deutschland sei hier auch auf einem guten Weg: "Unsere Bundeswehr wird größer, wir beschaffen schneller mehr Material und setzen dabei auf Innovationen, und wir bauen mehr Infrastruktur." Das künftige Vorgehen soll eng mit den Verbündeten abgestimmt werden, insbesondere mit Großbritannien, Frankreich, Polen und Italien.

Trump hatte am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social erklärt: "Die USA prüfen und evaluieren derzeit eine mögliche Verringerung der Truppenpräsenz in Deutschland." Eine Entscheidung darüber solle "in Kürze getroffen werden". Trump verband dies mit Kritik an der Bundesregierung wegen deren Haltung zum Iran-Krieg. Vor Pistorius hatte sich auch Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) gelassen zu den Ankündigungen Trumps geäußert.

R.Zaccone--PV

Empfohlen

Drohnenangriffe auf Moskau an letztem Tag der Parlamentswahl in Russland

Überschattet von Drohnenangriffen auf Moskau haben die Menschen in Russland am dritten und letzten Tag der Parlamentswahl ihre Stimmen abgegeben. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin warf der Ukraine am Sonntag eine versuchte Störung des Urnengangs vor. Bei der Wahl gilt ein Sieg der Partei Geeintes Russland von Präsident Wladimir Putin als sicher. Sie hat seit 2003 alle Parlamentswahlen gewonnen. Neben ihr sind nur andere Kreml-treue Parteien zugelassen.

Abgeordnetenhauswahl Berlin: Erste Spitzenkandidaten haben Stimme abgegeben

Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin haben die ersten Spitzenkandidaten ihre Stimme abgegeben. Werner Graf von den Grünen und Steffen Krach von der SPD wählten am Sonntag im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers wollte gegen Mittag in Friedrichshain seine Stimme abgeben, die Linken-Kandidatin Elif Eralp nicht öffentlich wählen.

Trump verwehrt Journalisten von CNN und weiteren US-Medien den Zutritt zum Weißen Haus

Das Weiße Haus hat nach einem Verbot von US-Präsident Donald Trump am Wochenende Ernst gemacht und Journalisten des Nachrichtensenders CNN und zweier weiterer Medien den Zutritt verwehrt. Mitarbeiterinnen von CNN, des Senders MS NOW und des Nachrichtenportals Politico wurden am Samstag an den Zugängen zum Weißen Haus abgewiesen, ihre Zutrittsausweise wurden ihnen abgenommen. Der Verband der White-House-Korrespondenten verurteilte den Schritt als verfassungswidrig.

Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: AfD-Kandidat Holm hat Stimme abgegeben

Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat der AfD-Ministerpräsidentenkandidat Leif-Erik Holm seine Stimme abgegeben. Er wählte am Sonntag in Schwerin in Begleitung seiner Frau Wenke. Umfragen sagen ein enges Rennen zwischen der AfD und der SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig um den Wahlsieg voraus, beide Parteien lagen zuletzt in den Umfragen nur wenige Prozentpunkte auseinander.

Textgröße ändern: