Pallade Veneta - Perus Präsidentenpalast auf Suche nach Schwägerin von Staatschef Castillo durchsucht

Perus Präsidentenpalast auf Suche nach Schwägerin von Staatschef Castillo durchsucht


Perus Präsidentenpalast auf Suche nach Schwägerin von Staatschef Castillo durchsucht
Perus Präsidentenpalast auf Suche nach Schwägerin von Staatschef Castillo durchsucht / Foto: Cris BOURONCLE - AFP/Archiv

Wegen Korruptions- und Geldwäschevorwürfen gegen die Schwägerin von Perus Staatschef Pedro Castillo haben Staatsanwaltschaft und Polizei den Präsidentenpalast in Lima durchsucht. Der Polizeieinsatz, bei dem Castillos Schwägerin Yenifer Paredes am Dienstagabend (Ortszeit) gefasst werden sollte, dauerte rund vier Stunden und blieb ergebnislos, wie die Justiz mitteilte. Die Staatsanwaltschaft hatte demnach angeordnet, "den Wohnbereich des Präsidentenpalastes" zu durchsuchen.

Textgröße ändern:

Der Polizeieinsatz ist beispiellos. Noch nie in der Geschichte Perus war die Polizei in den Präsidentenpalast eingedrungen, um jemand Verdächtigen zu suchen.

Paredes lebt mit Castillo und dessen Familie zusammen im der Präsidentenresidenz. Zeitgleich mit der Durchsuchung im Präsidentenpalast fanden in dem Fall weitere Polizeieinsätze an verschiedenen Orten der peruanischen Hauptstadt statt.

Mehrere Hauptverdächtige wurden festgenommen, darunter José Nenil Medina, der Bürgermeister einer Ortschaft in Castillos Heimatregion ist, sowie die Unternehmer-Brüder Hugo et Angie Espino. Ein Gericht genehmigte eine zehntägige Untersuchungshaft für die Verdächtigen, die alle am selben Korruptions- und Geldwäschenetzwerk beteiligt gewesen sein sollen.

Wegen des Korruptionsnetzwerks war Yenifer Paredes Mitte Juli bereits zu einer Zeugenaussage einbestellt worden. Außerdem wurde sie aufgefordert, vor einem Kontrollausschuss des Parlaments auszusagen. Gegen Präsident Castillo selbst hat die Staatsanwaltschaft fünf Ermittlungsverfahren wegen Korruption eröffnet, was ebenfalls beispiellos in der Geschichte Perus ist.

A.Tucciarone--PV

Empfohlen

Thüringer BSW-Fraktion zerfällt - will aber an Regierungskoalition festhalten

Nach den Parteiaustritten weiterer BSW-Mitglieder in Thüringen ist der innerparteiliche Streit mit der Bundesspitze um die Regierungsbeteiligung im Freistaat endgültig eskaliert. Zehn Abgeordnete der BSW-Landtagsfraktion um Landeschefin Katja Wolf erklärten am Freitag in Erfurt ihren Parteiaustritt. Wie es mit der Landtagsfraktion weitergeht, soll kommende Woche beraten werden. Wolf und auch Fraktionschefin Sigrid Hupach betonten zugleich, dass sie und ihre Mitstreiter an der Regierungskoalition mit CDU und SPD festhalten.

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Spitzenkandidaten sprechen über Machtoptionen

Zwei Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben sich die Spitzenkandidaten der Parteien zu möglichen Machtoptionen geäußert. Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) sagte am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin", er wolle "idealerweise das Land aus der Mitte heraus führen". Er bekräftigte, weder mit der Linkspartei noch mit der AfD eine Koalition bilden zu wollen. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund betonte erneut, dass er nur mit absoluter Mehrheit regieren wolle.

Weitere Abgeordnete wollen Thüringer BSW-Fraktion verlassen

Weitere Abgeordnete wollen die BSW-Fraktion im Thüringer Landtag verlassen. Voraussichtlich neun Mitglieder werden aus Fraktion und Partei austreten, wie AFP am Freitag aus Parteikreisen erfuhr. Bereits vor wenigen Tagen hatten mehrere Abgeordnete ihren Austritt erklärt, nachdem der Konflikt zwischen der Bundesspitze des BSW und dem Thüringer BSW-Landesverband um die Regierungsbeteiligung im Freistaat eskaliert war. Für den Vormittag war eine Pressekonferenz angekündigt.

Trump zieht nach Blockade von Briefwahleinschränkungen vor Oberstes Gericht

US-Präsident Donald Trump sucht erneut Hilfe beim Obersten Gerichtshof: Nach der Blockade seiner Pläne zur erschwerten Briefwahl durch ein Bundesgericht hat Trump den Supreme Court angerufen. Mit einem am Donnerstag eingereichten Eilantrag will die US-Regierung die Umsetzung eines Dekrets erwirken, mit dem die Briefwahl zwei Monate vor den wichtigen Zwischenwahlen zum Kongress strenger geregelt werden soll. Damit spitzt sich der Rechtsstreit wenige Tage vor dem Versand der ersten Briefwahlunterlagen an die Wähler in einigen Bundesstaaten zu.

Textgröße ändern: