Pallade Veneta - Pulitzer-Preise: Berichterstattung über Trump-Regierung gewürdigt

Pulitzer-Preise: Berichterstattung über Trump-Regierung gewürdigt


Pulitzer-Preise: Berichterstattung über Trump-Regierung gewürdigt
Pulitzer-Preise: Berichterstattung über Trump-Regierung gewürdigt / Foto: Charly TRIBALLEAU - AFP/Archiv

Bei der diesjährigen Verleihung der renommierten Pulitzer-Preise ist besonders Berichterstattung über die US-Regierung von Präsident Donald Trump gewürdigt worden. Der Preis in der Kategorie "Dienst an der Öffentlichkeit" ging am Montagabend an die "Washington Post" für ihre Berichterstattung über Trumps Bemühungen, die Bundesbehörden umzugestalten. Weitere Preise gab es für Berichterstattung über das rigorose Vorgehen der US-Regierung in der Einwanderungspolitik und Bereicherungen in Trumps Umfeld.

Textgröße ändern:

Die Pulitzer-Verwalterin Marjorie Miller prangerte vor der Bekanntgabe der Preisträger den zunehmenden Druck auf Journalisten in den USA an. "Wir stehen für zivilen Diskurs und gegen Zensur", sagte sie. "Leider muss das heute wiederholt werden, in einer Zeit, in der der Zugang von Medien zum Weißen Haus und zum Pentagon eingeschränkt wird, die Meinungsfreiheit auf den Straßen in Frage gestellt wird und der US-Präsident Klagen in Milliardenhöhe wegen Verleumdung und Böswilligkeit gegen zahlreiche Print- und Rundfunkmedien eingereicht hat."

Der Preis in der Kategorie "Investigativer Journalismus" ging an die "New York Times". Die Zeitung habe aufgedeckt, wie Trump seine Macht ausgenutzt habe, um Geld zu verdienen und seine Familie und Verbündeten zu bereichern, hieß es in der Begründung. Die Recherchen zeigten auf, wie Trumps Verbündete und Familienmitglieder von Verbindungen zu wohlhabenden Golfmonarchien und von ihren Investitionen im Bereich der Kryptowährungen profitierten.

In der Kategorie "Lokale Berichterstattung" wurde die "Chicago Tribune" ausgezeichnet. Sie habe aufgezeigt, wie US-Einwanderungsbehörden die Stadt im US-Bundesstaat Illinois im Rahmen von Trumps Vorgehen gegen undokumentierte Migranten einer "belagerungsähnlichen Invasion" ausgesetzt hatten.

Eine besondere Auszeichnung erhielt zudem die Journalistin Julie K. Brown vom "Miami Herald" für ihre Berichterstattung in den Jahren 2017 und 2018 über den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. "Ihre Serie 'Perversion of Justice', die vor fast einem Jahrzehnt veröffentlicht wurde, zeigte auf, wie Staatsanwälte Epstein vor bundesweiten Anklagen wegen Sexhandels schützten, als ihm erstmals vorgeworfen wurde, junge Frauen missbraucht zu haben", sagte Pulitzer-Verwalterin Miller bei der Verkündung des Preises.

In der Kategorie "Berichterstattung im Inland" ging der Preis an die Nachrichtenagentur Reuters für ihre Berichte über Trumps Einsatz der Macht seines Amtes, um "Rache an seinen Gegnern zu nehmen". Die Nachrichtenagentur Associated Press wurde in der Kategorie "Auslandsberichterstattung" ausgezeichnet für ihre Reportagen darüber, wie Washington US-Unternehmen erlaubte, Überwachungstechnologie an China zu verkaufen.

In weiteren Kategorien wurden Fotos aus dem Gazastreifen sowie Berichte über einen Schusswaffenangriff an einer Schule im US-Bundesstaat Minnesota und über KI-Manipulation bei der Facebook-Mutter Meta geehrt. Die Auszeichnungen werden von der renommierten New Yorker Columbia University verliehen.

O.Merendino--PV

Empfohlen

Britischer Premierminister Starmer kündigt Rücktritt an

Angesichts des massiven Drucks auch aus seiner eigenen Partei hat der britische Premierminister Keir Starmer seinen Rücktritt angekündigt. "Ich werde als Vorsitzender der Labour-Partei zurücktreten", sagte Starmer am Montag vor seinem Amtssitz in der Downing Street in London. Starmer gab bekannt, dass er bis zur Wahl seines Nachfolgers vorerst Regierungschef bleiben werde. Das Verfahren zur Wahl eines neuen Vorsitzenden der Labour-Partei werde im Juli gestartet, erklärte er. Sein Nachfolger könnte den Labour-Vorsitz und das damit verknüpfte Amt des Premierministers dann voraussichtlich im September antreten.

Berlin und Paris erzielen Einigung zu deutscher Beteiligung an Panzerbauer KNDS

Deutschland und Frankreich haben eine Einigung zur Beteiligung des Bundes an dem deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS erzielt. Wie der Elysée-Palast am Montag in Paris mitteilte, machten beide Staaten mit dem Abkommen zur künftigen Strategie und Unternehmensführung bei KNDS einen "entscheidenden Schritt zur Stärkung ihrer gemeinsamen Souveränität" im Verteidigungsbereich. Regierungssprecher Stefan Kornelius bekräftigte in Berlin, die Bundesregierung strebe eine Beteiligung in Höhe von 40 Prozent der Anteile an KNDS an.

Mehr als jeder dritte Bundestagsabgeordnete hat Nebeneinkünfte

Mehr als ein Drittel der Bundestagsabgeordneten verdient noch zusätzlich Geld durch Nebeneinkünfte oder erhält geldwerte Vorteile. Das zeigt eine am Montag veröffentlichte Auswertung der Organisation Abgeordnetenwatch und des Magazins "Spiegel". 232 der aktuell 630 Abgeordneten haben demnach seit Beginn der Legislaturperiode im März 2025 Nebeneinkünfte angegeben. Insgesamt waren dies bis heute rund 10,6 Millionen Euro.

Rechter Hardliner De la Espriella gewinnt Wahl in Kolumbien - Tausende protestieren

Nach dem knappen Wahlsieg des rechten Hardliners Abelardo de la Espriella bei der Präsidentschaftswahl in Kolumbien sind tausende Menschen zu Protesten auf die Straßen gegangen. Der von US-Präsident Donald Trump unterstützte Politik-Neuling setzte sich bei der Stichwahl am Sonntag mit nur einem Prozentpunkt Vorsprung gegen den linken Senator Iván Cepeda durch. In Kolumbiens drittgrößter Stadt Cali kam es daraufhin zu zum Teil gewaltsamen Protesten: Demonstranten setzten am Sonntagabend US-Fahnen in Brand und lieferten sich Auseinandersetzungen mit der Polizei, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten.

Textgröße ändern: