Pallade Veneta - Syrischer Bürgerkriegsmilizionär in Thüringen zu Bewährungsstrafe verurteilt

Syrischer Bürgerkriegsmilizionär in Thüringen zu Bewährungsstrafe verurteilt


Syrischer Bürgerkriegsmilizionär in Thüringen zu Bewährungsstrafe verurteilt
Syrischer Bürgerkriegsmilizionär in Thüringen zu Bewährungsstrafe verurteilt / Foto: LOIC VENANCE - AFP/Archiv

Das Thüringer Oberlandesgericht hat ein früheres Mitglied einer Miliz in Syrien am Dienstag zu einer Bewährungsstrafe von einem halben Jahr und einer Woche verurteilt. Nach Angaben eines Sprechers floss eine frühere Strafe mit ein. Das Gericht sprach den Mann demnach der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung schuldig, wendete allerdings eine sogenannte Mitläuferklausel an.

Textgröße ändern:

Die Tätigkeit des Angeklagten für die Miliz Katibat Abu Bakr al-Siddik sei von "untergeordneter logistischer Bedeutung" gewesen, hieß es vom Gericht in Jena. Strafmildernd sei außerdem berücksichtigt worden, dass der Mann ein umfangreiches Geständnis abgelegt und als Zeuge in anderen Verfahren ausgesagt habe. Demnach war er unter anderem als Fahrer tätig.

Die Miliz hatte sich zu Beginn des jahrelangen Bürgerkriegs in Syrien aus Armeeangehörigen gebildet und gegen die Regierung des inzwischen gestürzten Machthabers Baschar al-Assad gekämpft. Nach Feststellungen des Gerichts schloss sich der Angeklagte der Gruppierung im April 2013 an. Ein in dem Staatsschutzverfahren angehörter Sachverständiger bestätigte laut Gericht die Einstufung als terroristische Organisation.

C.Conti--PV

Empfohlen

Trump nennt Iran-Krieg "kleines Scharmützel" und appelliert an Teheran

US-Präsident Donald Trump hat den Iran-Krieg als "kleines militärisches Scharmützel" bezeichnet. "Ich nenne es ein Scharmützel, weil der Iran keine Chance hat. Die hatten sie nie", sagte er am Dienstag im Weißen Haus. Zugleich forderte er die Führung in Teheran auf, klug vorzugehen.

Bisheriger Innenminister Strobl soll in Stuttgart Landtagspräsident werden

Der bisherige Innenminister von Baden-Württemberg, Thomas Strobl (CDU), soll neuer Landtagspräsident werden. Die CDU-Fraktion im Stuttgarter Landtag nominierte den 66-Jährigen am Dienstag, wie sie mitteilte. Das Landesparlament soll in der Strobl kommenden Woche wählen - die künftige grün-schwarze Koalition hat dort eine komfortable Mehrheit.

Nach Beginn von Hormus-Einsatz: Iran und USA drohen einander mit Wiederaufnahme der Kämpfe

Nach dem Beginn des US-Militäreinsatzes zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus haben der Iran und die USA einander mit Drohungen überzogen. Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf erklärte, die Armee seines Landes habe mit den Angriffen "noch nicht einmal begonnen". US-Verteidigungsminister Pete Hegseth warnte den Iran am Dienstag vor der "vernichtenden Feuerkraft der USA", sollte er weitere Schiffe attackieren. Unterdessen meldeten die Vereinigten Arabischen Emirate iranischen Beschuss.

Nouripour bemängelt fehlende Eigeninitiative Berlins im Umgang mit Iran

Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) hat fehlende Eigeninitiative der Bundesregierung im Umgang mit dem Iran bemängelt. Das "höchste aller Gefühle", was Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) bislang "von sich gibt, ist, kraftvoll seine Sorgen zum Ausdruck zu bringen", sagte Nouripour am Dienstag dem TV-Sender "Welt". "Das ist nicht initiativ, das bringt uns nicht zurück zum Verhandlungstisch", kritisierte er.

Textgröße ändern: