Pallade Veneta - UN-Sicherheitsrat trifft sich zu Krisensitzung über Lage am Akw Saporischschja

UN-Sicherheitsrat trifft sich zu Krisensitzung über Lage am Akw Saporischschja


UN-Sicherheitsrat trifft sich zu Krisensitzung über Lage am Akw Saporischschja
UN-Sicherheitsrat trifft sich zu Krisensitzung über Lage am Akw Saporischschja / Foto: Daniel SLIM - AFP/Archiv

Angesichts der Gefahr einer nuklearen Katastrophe im ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja soll sich der UN-Sicherheitsrat nach Angaben aus diplomatischen Kreisen am Donnerstag zu einer Krisensitzung treffen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP aus UN-Kreisen in New York wollen die 15 Mitgliedsstaaten des Sicherheitsrats auf Antrag Russlands zur Lage in Saporischschja beraten. Seit Tagen wird aus der Gegend um das Akw heftiger Beschuss gemeldet.

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Russland ist neben China, Frankreich, Großbritannien und den USA ständiges Mitglied im Sicherheitsrat und besitzt dort Vetorecht. Informationen aus Kreisen des Sicherheitsratsvorsitzes zufolge soll das Treffen am Donnerstag um 15.00 Uhr Ortszeit (21.00 Uhr MESZ) stattfinden. Den Vorsitz hat derzeit China inne.

Bei Bombenangriffen am Dienstagabend starben in der Umgebung des Akw Saporischschja nach ukrainischen Angaben mindestens 14 Menschen. Russland und die Ukraine machen sich seit Tagen gegenseitig für die Angriffe in der Region verantwortlich.

Die im Süden der Ukraine gelegene Anlage ist das größte Atomkraftwerk Europas und verfügt über sechs der insgesamt 15 ukrainischen Atomreaktoren. Sie ist seit Anfang März von der russischen Armee besetzt und liegt nicht weit von der 2014 von Russland annektierten Halbinsel Krim entfernt.

Die G7-Gruppe sieben wichtiger Industrieländer hatte Russland am Mittwoch nachdrücklich aufgefordert, seine Armee vom Gelände des Kernkraftwerkes zurückzuziehen. "Es ist Russlands fortdauernde Herrschaft über das Kernkraftwerk, welche die Region gefährdet", erklärten die Außenminister der G7-Staaten in einer gemeinsamen Mitteilung. Am Wochenende hatte sich die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) "alarmiert" über die Lage vor Ort gezeigt und vor einer "sehr realen Gefahr einer nuklearen Katastrophe" gewarnt.

H.Lagomarsino--PV

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