Pallade Veneta - Verlängerung des Tankrabatts: Verkehrsminister Schnieder warnt vor hohen Kosten

Verlängerung des Tankrabatts: Verkehrsminister Schnieder warnt vor hohen Kosten


Verlängerung des Tankrabatts: Verkehrsminister Schnieder warnt vor hohen Kosten
Verlängerung des Tankrabatts: Verkehrsminister Schnieder warnt vor hohen Kosten / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) dämpft die Hoffnungen auf eine Verlängerung des Tankrabatts: "Der Staat kommt irgendwann an die Grenze seiner Möglichkeiten", sagte er dem "Handelsblatt" vom Donnerstag. Er habe "vor allem den Güterkraftverkehr im Blick". Der habe "große Auswirkungen auf das, was wir im Alltag spüren". Diese Preise würden weitergegeben, Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs würden teuer. Vor allem kleinere Unternehmen hätten es schwer.

Textgröße ändern:

Der Tankrabatt gilt noch bis Ende Juni. Dann läuft nach jetzigem Stand die Absenkung der Steuersätze auf Benzin und Diesel um jeweils rund 17 Cent pro Liter aus. Die Maßnahme kostet den Staat schätzungsweise 1,6 Milliarden Euro. Zahlreiche Politiker haben sich bereits für eine Verlängerung des Tankrabatts ausgesprochen, sollte der Iran-Krieg andauern.

Die Gefahr, dass es in Deutschland zu einem Mangel an Kraftstoffen kommt, sieht der Verkehrsminister zumindest kurzfristig nicht: "Wir importieren knapp 50 Prozent des benötigten Kerosins, die anderen 50 Prozent stellen wir selbst her", sagte Schnieder dem "Handelsblatt". Das könne – wenn die Lage am Golf so bleibe, wie sie sich abzeichne – irgendwann zu Problemen führen. Für die nächsten Wochen und Monate aber sei Deutschland "gut gerüstet". Der Sommerurlaub werde "nicht daran scheitern, dass wir in Deutschland kein Kerosin zur Verfügung haben".

Maßnahmen zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs wie autofreie Sonntage oder ein Tempolimit lehnte Schnieder ab. "Ich glaube nicht, dass der Staat das regulieren muss. Wer mit 200 über die Autobahn fährt, weiß, dass der Tank schneller leer ist – und im Geldbeutel spürt er es auch."

Schnieder betonte: "Fossile Energien sind nicht die Zukunft." Die Regierung treibe daher die Transformation voran. Das brauche Zeit, "aber wir setzen die richtigen Rahmenbedingungen". Der Minister nannte die Kaufprämie für E-Autos oder die Förderung von E-Antrieben bei schweren Nutzfahrzeugen.

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Bauministerin Hubertz sieht Berliner Enteignungspläne für Immobilienfirmen kritisch

Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) hat sich gegen Pläne in Berlin gestellt, die Wohnungsbestände großer privater Immobilienunternehmen zu vergesellschaften. "Vergesellschaftungen schaffen keinen neuen Wohnraum. Investitionen schaffen neuen Wohnraum", sagte Hubertz dem "Tagesspiegel" (Samstagsausgabe). Das Thema treibe gerade "viele Menschen aus der Bau- und Immobilienwirtschaft um".

Washington: Blauer Anstrich des von Trump renovierten Wasserbeckens blättert bereits

Abblätternde blaue Farbe und hartnäckige Algen: Im kürzlich von US-Präsident Donald Trump renovierten Wasserbecken am Lincoln-Denkmal in Washington hat das Wasser dank abgeplatzter Farbpartikel und Algen eine sumpfig-grüne Färbung angenommen, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP am Freitag (Ortszeit) beobachtete. Über die gesamte Fläche des 610 Meter langen Beckens waren demnach im Wasser schwimmende blaue Farbpartikel zu sehen, während Arbeiter versuchten, die Farbreste zusammen mit Algen aus dem Becken zu entfernen.

81. Geburtstag unter Hausarrest in Myanmar: UNO fordert Freilassung von Suu Kyi

Anlässlich des 81. Geburtstags der in Myanmar inhaftierten Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi haben die Vereinten Nationen zu deren Freilassung aufgerufen. "Seit Jahren gibt es keine unabhängigen, überprüfbaren Berichte über die Lebensumstände" der ehemaligen de-Facto-Regierungschefin des Landes, erklärte die UN-Sondergesandte für Myanmar, Julie Bishop, am Freitag in New York (Ortszeit). "Heute, an ihrem 81. Geburtstag, fordere ich dringend dazu auf, sich mir anzuschließen und ihre Freilassung zu fordern."

Umfrage: Mehrheit der Deutschen sieht Ausbau von Rechenzentren kritisch

Rund drei von vier Menschen in Deutschland stehen dem Neubau von Rechenzentren skeptisch gegenüber. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Instituts Yougov im Auftrag der "Welt am Sonntag" (Samstagsausgabe). 72 Prozent der Befragte äußerten demnach konkrete Sorgen im Zusammenhang mit Ausbauprojekten von Rechenzentren. Bedenken über steigenden Stromverbrauch, möglichen Auswirkungen der Anlagen auf die Strompreise und zum Wasserverbrauch für die Kühlung der Rechner wurden dabei besonders häufig genannt.

Textgröße ändern: