Pallade Veneta - UNO: Mehr als sieben Millionen Menschen im Südsudan benötigen sofortige Lebensmittelhilfen

UNO: Mehr als sieben Millionen Menschen im Südsudan benötigen sofortige Lebensmittelhilfen


UNO: Mehr als sieben Millionen Menschen im Südsudan benötigen sofortige Lebensmittelhilfen
UNO: Mehr als sieben Millionen Menschen im Südsudan benötigen sofortige Lebensmittelhilfen / Foto: STEFANIE GLINSKI - AFP/Archiv

Etwa die Hälfte der Bevölkerung im Südsudan ist der UNO zufolge auf sofortige Nahrungsmittelhilfen angewiesen. 7,2 Millionen Menschen in dem Land benötigen "dringend Nahrungsmittelhilfen", erklärte die beim Welternährungsprogramm (WFP) für den Südsudan zuständige Direktorin Mutinta Chimuka am Freitag. "Die Situation ist kritisch und erfordert sofortige Aufmerksamkeit, um Menschenleben zu retten", fügte sie hinzu.

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Ein Brennpunkt ist demnach der Bundesstaat Jonglei, in dem hunderttausende Menschen unter "katastrophalem Hunger" leiden. Etwa 12.000 von ihnen befänden sich derzeit in einer "äußerst kritischen Phase" der Ernährungsunsicherheit, erklärte Chimuka weiter. "Besonders besorgniserregend ist der starke Anstieg starker Unterernährung bei Kindern unter fünf Jahren und stillenden Müttern."

Den Angaben zufolge konnte das WFP in den vergangenen drei Wochen mehr als 60.000 Menschen in der umkämpften Stadt Akobo mit Nahrungsmitteln versorgen. Die bevorstehende Regenzeit könne den Transport von Hilfsgütern in die Region allerdings bald unmöglich machen. Um weiter Hilfe leisten zu können, benötige das Welternährungsprogramm 266 Millionen Dollar (umgerechnet 227 Millionen Euro), erklärte Chimuka. "Das Zeitfenster ist wirklich sehr, sehr eng."

Der Südsudan ist das jüngste Land der Welt und hatte sich 2011 vom Sudan abgespalten. Zuletzt hatte sich die Lage im Land zunehmend verschlechtert, nachdem der Konflikt zwischen Anhängern des Präsidenten Salva Kiir und Unterstützern von Vizepräsident Riek Machar wieder aufgeflammt war. Ein 2018 geschlossenes Friedensabkommen, das einen fünfjährigen Bürgerkrieg mit rund 400.000 Todesopfern beendet hatte, ist Anfang des Jahres gescheitert.

R.Zarlengo--PV

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