Pallade Veneta - Strack-Zimmermann: Werden "ganz genau" auf Kurs der FDP unter Kubicki schauen

Strack-Zimmermann: Werden "ganz genau" auf Kurs der FDP unter Kubicki schauen


Strack-Zimmermann: Werden "ganz genau" auf Kurs der FDP unter Kubicki schauen
Strack-Zimmermann: Werden "ganz genau" auf Kurs der FDP unter Kubicki schauen / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

Nach ihrer Niederlage in einer Kampfabstimmung um den Parteivorsitz hat die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann den neuen Liberalen-Chef Wolfgang Kubicki vor politischen Alleingängen gewarnt. "Wolfgang weiß jetzt, dass es 60 zu 40 steht", sagte Strack-Zimmermann der "Bild" (Montagsausgabe) mit Blick auf das Abstimmungsergebnis bei der Wahl. "Er muss jetzt verbinden." Sie fügte hinzu: "Wir werden ganz genau schauen, wohin die Partei geht."

Textgröße ändern:

Der bisherige Parteivize Kubicki hatte sich am Samstag in Berlin mit knapp 60 Prozent der Delegierten-Stimmen gegen die Verteidigungsexpertin Strack-Zimmermann durchgesetzt. Diese hatte ihre Kandidatur erst am selben Tag erklärt und kam dann auf gut 39 Prozent. Strack-Zimmermann betonte in der "Bild" zu ihrem Vorgehen, die FDP habe das Recht gehabt, zwischen zwei Kandidaten zu wählen.

Mit Blick auf ihr Verhältnis zu Kubicki sagte sie, dass sie "prinzipiell gut" mit ihm zusammenarbeite. Beide seien aber "keine Umarmer", womit die FDP-Politikerin laut "Bild" die zurückhaltende Gratulation zum Wahlsieg erklärte.

Die FDP schließt heute ihren Parteitag ab. Im Mittelpunkt stehen inhaltliche Beratungen über einen Leitantrag mit Maßnahmen zur Belebung der Wirtschaft.

F.Abruzzese--PV

Empfohlen

Kubicki setzt sich in FDP-Machtkampf durch - Parteichef fordert schärferes Profil

In einer unerwarteten Kampfabstimmung ist der FDP-Politiker Wolfgang Kubicki zum neuen Vorsitzenden seiner Partei gewählt worden. Der bisherige Vizechef Kubicki setzte sich auf dem Bundesparteitag in Berlin am Samstag mit 59,3 Prozent gegen die Europapolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann durch, die auf knapp 40 Prozent kam. Mit ihrer erst kurz vor Beginn der Abstimmung erklärten Gegenkandidatur hatte Strack-Zimmermann für eine Überraschung gesorgt - und sichtbar gemacht, dass es in der FDP weiterhin Vorbehalte gegen Kubicki gibt.

Richterbund: In Deutschland fehlen 2000 Strafverfolger

In Deutschland fehlen nach Angaben des Deutschen Richterbundes (DRB) derzeit 2000 Strafverfolger. "In fast allen Bundesländern müssen drei Ermittler die Arbeit für vier tun", sagte DRB-Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn der "Bild am Sonntag". Damit würden "Strafverfahren immer länger dauern und kleinere Fälle immer öfter vorzeitig eingestellt werden".

FDP setzt Parteitag fort - Wirtschaftspolitik im Mittelpunkt

Die FDP hat am Sonntag ihren Bundesparteitag in Berlin fortgesetzt. Nach der Neuwahl der Parteispitze am Samstag stehen nun inhaltliche Weichenstellungen im Mittelpunkt. Den mehr als 600 Delegierten liegt ein Leitantrag des Bundesvorstands mit Vorschlägen zur Belebung der Wirtschaft vor. Unter anderem fordert die FDP, den linear-progressiven Steuertarif durch einen Vier-Stufen-Tarif zu ersetzen - mit den Tarifstufen 15, 25, 35 und 42 Prozent.

Israel meldet Einnahme der Burg Beaufort im Süden des Libanon

Israel hat nach eigenen Angaben im Zuge seiner ausgeweiteten Bodenoffensive gegen die Hisbollah im Süden des Libanon die Burg Beaufort eingenommen. Israelische Soldaten hätten "die Beaufort-Höhe eingenommen", erklärte Verteidigungsminister Israel Katz am Sonntag im Onlinedienst Telegram. Die mittelalterliche Kreuzritterburg gilt wegen ihrer Lage mit Blick über weite Teile des Südlibanon als strategisch wichtiger Punkt.

Textgröße ändern: