Pallade Veneta - Bericht: Politisch motivierte Kriminalität in Deutschland erreicht Höchststand

Bericht: Politisch motivierte Kriminalität in Deutschland erreicht Höchststand


Bericht: Politisch motivierte Kriminalität in Deutschland erreicht Höchststand
Bericht: Politisch motivierte Kriminalität in Deutschland erreicht Höchststand / Foto: JOHANNES EISELE - AFP/Archiv

Die politisch motivierte Kriminalität in Deutschland hat einem Bericht zufolge einen neuen Höchststand erreicht. Laut Recherchen der "Welt am Sonntag" registrierten die Bundesländer im vergangenen Jahr mindestens 85.000 politisch motivierte Straftaten. Dies übertreffe den bisherigen Höchstwert von 84.172 Fällen aus dem Jahr 2024.

Textgröße ändern:

Innerhalb von zehn Jahren hat sich die Zahl dieser Straftaten den Angaben zufolge mehr als verdoppelt: 2015 lag die Zahl der politisch motivierten Delikte noch bei 38.981.

Besonders alarmiert sind die Sicherheitsbehörden laut "Welt am Sonntag" über die anhaltend hohe Gewaltbereitschaft. Bundesweit sei die Zahl politisch motivierter Gewalttaten um 1,2 Prozent auf 4156 Delikte gestiegen. Dazu zählen Straftaten wie Körperverletzung, Brand- und Sprengstoffdelikte sowie Landfriedensbruch. 1598 dieser Delikte ordnen die Ermittler den Angaben zufolge Rechtsextremen zu, 1087 Taten der linken Szene.

Die "Welt am Sonntag" wertete nach eigenen Angaben die Daten aus 15 Bundesländern aus, nur Rheinland-Pfalz fehlt. Dort verzögere sich die Auswertung nach den Landtagswahlen und dem Wechsel des Innenministers. Mit den Zahlen aus Rheinland-Pfalz dürfte sich die Gesamtzahl der politisch motivierten Straftaten im vergangenen Jahr sogar noch erhöhen.

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

EU-Gipfel berät über EU-Haushalt und Lage am Golf

In Brüssel haben die Staats- und Regierungschefs der EU am Freitag ihr Gipfeltreffen fortgesetzt. Am zweiten Tag des Treffens soll es um den nächsten mehrjährigen EU-Haushalt ab 2028 sowie die Lage in der Golfregion gehen. Zudem stehen Sanktionen gegen Israels Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir zur Diskussion.

Merz nennt Vorschlag zu EU-Haushalt "viel zu hoch"

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat den vorliegenden Vorschlag für den nächsten EU-Haushalt als "viel zu hoch" bezeichnet. "Die Zahlen müssen runter", sagte Merz zu Beginn des zweiten Tags des EU-Gipfels in Brüssel am Freitag. "Es muss ein neuer Vorschlag auf den Tisch", forderte der Kanzler.

Linken-Politiker wenden sich gegen Antisemitismus in eigenen Reihen

Führende Politikerinnen und Politiker der Linken haben sich vor dem Bundesparteitag in Potsdam gegen Antisemitismus auch in den eigenen Reihen gewandt. "Bei uns darf Antisemitismus keinen Platz haben", sagte der designierte Parteichef Luigi Pantisano am Freitag dem Sender RBB. "Wir müssen da wirklich klare Grenzen ziehen", forderte auch die Ko-Parteichefin Ines Schwerdtner, die sich in Potsdam zur Wiederwahl stellt.

Designierter Linken-Chef Pantisano gegen "scheinbare Reformen" am Arbeitsmarkt

Der Kandidat für den Linken-Parteivorsitz, Luigi Pantisano, will gegen "scheinbare Reformen" am Arbeitsmarkt kämpfen. Er sprach am Freitag im ARD-"Morgenmagazin" über die Wut von Beschäftigten eines Stahlwerks wegen der geplanten flexibleren Arbeitszeiten, "die dazu führen, dass sie 13 Stunden am Tag arbeiten sollen" oder wegen eines späteren Rentenbeginns. Diese Wut "wollen wir als Linke aufgreifen" und gemeinsam den Kampf führen, sagte Pantisano.

Textgröße ändern: