Pallade Veneta - Burnham kündigt Dezentralisierung der britischen Regierung bei Wahl zum Premier an

Burnham kündigt Dezentralisierung der britischen Regierung bei Wahl zum Premier an


Burnham kündigt Dezentralisierung der britischen Regierung bei Wahl zum Premier an
Burnham kündigt Dezentralisierung der britischen Regierung bei Wahl zum Premier an / Foto: Toby Shepheard - AFP

Der aussichtsreiche Anwärter auf des Amt des britischen Premierministers, Andy Burnham, hat eine radikale Dezentralisierung der Regierung angekündigt, sollte er zum Nachfolger von Keir Starmer gewählt werden. Burnham stellte am Montag in Manchester in einer Grundsatzrede die "größte Umverteilung der Macht, die unser Land je erlebt hat", in Aussicht. Er werde die Macht "in die Hände der Menschen und Regionen legen, die sie am besten nutzen können".

Textgröße ändern:

"Wir brauchen eine neue Entschlossenheit, um den Lebensstandard jedes einzelnen Menschen in diesem Land zu verbessern", sagte Burnham vor geladenen Gästen in einem Museum in Manchester. "Und wir müssen akzeptieren, dass wir dafür - um die Wirtschaft und das Land wieder auf Kurs zu bringen - die Politik ändern müssen, und zwar jetzt", fügte er hinzu.

Burnham ist derzeit der einzige Kandidat für die Nachfolge Starmers. Dieser hatte in der vergangenen Woche angesichts des fehlenden Rückhalts auch in der eigenen Partei seinen Rücktritt angekündigt. Sollte der erfahrene Labour-Politiker Burnham weiterhin ohne Mitstreiter um das Amt bleiben, könnte er bereits Mitte Juli neuer Premier werden.

In seiner Rede beschrieb Burnham Großbritannien als "eines der am stärksten zentralisierten Länder der Welt". Er kündigte an, Bürgermeistern mehr Befugnisse zu übertragen - unter anderem in Manchester, wo er selbst bis vor kurzem das Amt bekleidet hatte.

Burnham schlug die Einrichtung einer "North Street Nummer 10" in Manchester vor. Damit spielte er auf den Amtssitz des britischen Premiers in der Downing Street Nummer 10 in der Hauptstadt London an. Das Büro in Manchester werde dafür zuständig sein, "Befugnisse und Ressourcen im gesamten Vereinigten Königreich" neu zu verteilen, sagte Burnham.

"Wir werden einen schlankeren Staat mit einem klareren Ziel schaffen: alle Teile des Landes zu stärken und den Fokus ganz gezielt auf Wachstum und Erneuerung zu richten", betonte Burnham.

Burnham war am Montag als Abgeordneter für den nordenglischen Wahlkreis Makerfield ins Unterhaus eingezogen. Kurz zuvor hatte er seine Kandidatur als Vorsitzender der sozialdemokratischen Labour-Partei verkündet. Damit verknüpft ist automatisch das Amt des Premierministers.

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Polizei mit hunderten Kräften bei AfD-Kundgebung und Gegendemo in Berlin

Mit mehreren hundert Einsatzkräften hat die Berliner Polizei am Montagabend eine Kundgebung der AfD und eine Gegendemonstration voneinander abgeschirmt. Wie ein Polizeisprecher sagte, kamen zu der Kundgebung der AfD vor dem Roten Rathaus etwa 450 Menschen, an einem Gegenprotest nahmen rund 200 Menschen teil. Außerdem gab es demnach noch weitere kleinere Gegenveranstaltungen.

Ukraine: Neun Tote und mehr als 40 Verletzte bei russischen Angriffen

Bei russischen Angriffen in mehreren Regionen der Ukraine sind insgesamt mindestens neun Menschen getötet und mehr als 40 Menschen verletzt worden. Bei einem Raketenangriff auf die zentralukrainische Industriestadt Dnipro wurden am Montag Behördenangaben zufolge mindestens fünf Menschen getötet. Drei Menschen starben bei einem Drohnenangriff auf einen Bus in der südlichen Stadt Saporischschja, ein weiteres Todesopfer gab es in Charkiw im Nordosten.

Wadephul mit Rubio in Washington zusammengekommen

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) ist in Washington mit seinem US-Kollegen Marco Rubio zusammengekommen. Rubio empfing Wadephul am Montag mit Handschlag im Außenministerium, wie ein AFP-Reporter berichtete. Der CDU-Politiker hatte erklärt, er wolle mit dem US-Außenminister vor dem Nato-Gipfel in der Türkei Anfang Juli über eine neue Lastenteilung im Bündnis und eine langfristige Unterstützung für die Ukraine beraten.

Frankreich debattiert erneut über die Wiederzulassung von Bienenkillern

In Frankreich ist erneut eine Debatte über die Wiederzulassung von Insektengiften entbrannt, die als Bienenkiller gelten. Der Senat befasst sich seit Montag mit einem Gesetzentwurf, der den Forderungen von Landwirten entgegenkommen soll. Im Gegensatz zu der von der Nationalversammlung im Juni verabschiedeten Fassung hat der Senat die Zulassung bestimmter Insektizide wieder in das Gesetz hineingeschrieben.

Textgröße ändern: