Pallade Veneta - AfD-Parteitag in Erfurt beginnt - massive Gegenproteste

AfD-Parteitag in Erfurt beginnt - massive Gegenproteste


AfD-Parteitag in Erfurt beginnt - massive Gegenproteste
AfD-Parteitag in Erfurt beginnt - massive Gegenproteste / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Begleitet von massiven Protesten hat am Samstag in Erfurt der Bundesparteitag der AfD begonnen. Im Mittelpunkt des zweitägigen Delegiertentreffens der in Teilen rechtsextremen Partei stehen Personalentscheidungen: Die AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla stellen sich der Wiederwahl, auch der gesamte Parteivorstand muss turnusgemäß neu gewählt werden.

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Das sich als antifaschistisch verstehende Bündnis "Widersetzen" hatte sich zum Ziel gesetzt, den Parteitag durch Blockaden komplett zu verhindern. Die ersten Delegierten waren bereits in der Nacht vor Beginn der Straßenblockaden in Bussen zum Tagungsort in den Erfurter Messehallen gekommen. Am Morgen eskortierte die Polizei weitere Delegierte durch die Blockaden.

"Die Randalierer von der Antifa haben ihr eigenes Störmanöver verschlafen", sagte AfD-Parteichef Tino Chrupalla in seiner Eröffnungrede vor den Delegierten. "Wir können hier heute pünktlich starten." Chrupalla dankte den Polizeibeamten, "die die Demokratie mit Leib und Leben wirklich geschützt haben, die eine hervorragende Arbeit geleistet haben".

Zu erwarten war, dass sich die AfD vor den Landtagswahlen im Herbst bereit zur Übernahme von Regierungsverantwortung präsentieren will. Vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern liegt die Partei in Umfragen klar vorn. Grundsätzliche inhaltliche Weichenstellungen stehen beim Parteitag nicht an; es gibt keinen Leitantrag des Bundesvorstands.

Begleitet wird der Parteitag in den Erfurter Messehallen von massiven Protesten gegen die AfD. Bereits am frühen Morgen kam es aufgrund von Blockaden zu massiven Verkehrsbehinderungen. Der öffentliche Nahverkehr kam teilweise zum Erliegen. Nach Angaben der Erfurter Stadtverwaltung sind mehr als 30 Versammlungen angemeldet. Die Behörden erwarten rund 50.000 Gegendemonstranten.

C.Grillo--PV

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