Pallade Veneta - Denkmal aus Sowjetzeit trotz Protesten russischer Bewohner in Riga abgerissen

Denkmal aus Sowjetzeit trotz Protesten russischer Bewohner in Riga abgerissen


Denkmal aus Sowjetzeit trotz Protesten russischer Bewohner in Riga abgerissen
Denkmal aus Sowjetzeit trotz Protesten russischer Bewohner in Riga abgerissen / Foto: Kaspar KRAFTS - f64/AFP

Als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ist in Riga trotz Protesten der russischen Minderheit ein Denkmal aus der Sowjetzeit abgerissen worden. Das 79 Meter hohe "Siegerdenkmal" wurde am Donnerstag mit Hilfe von Abrissmaschinen entfernt, berichtete ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP. Es war zum Treffpunkt für in Lettland lebende Kreml-Anhänger geworden.

Textgröße ändern:

Die russische Minderheit, die etwa 30 Prozent der lettischen Bevölkerung ausmacht, hatte seit Tagen gegen die Entfernung des Denkmals protestiert. Lettland, wie seine baltischen Nachbarn Estland und Litauen EU- und NATO-Mitglied, unterstützt die Ukraine seit Kriegsbeginn.

Das "Siegerdenkmal" steht seit 1985 in der lettischen Hauptstadt. Es besteht aus mehreren Soldaten-Skulpturen, die einen Obelisken umringen. Jedes Jahr versammelten sich dort am 9. Mai tausende Mitglieder von Lettlands russischer Minderheit, um an den Tag des Sieges über Nazi-Deutschland 1945 zu erinnern.

Die meisten Letten betrachten dieses Datum jedoch als den Beginn der fast 50-jährigen sowjetischen Besatzung. Erst 1991 wurde der Baltenstaat unabhängig. Danach wurden in Lettland alle sowjetischen Denkmäler und Gedenktafeln entfernt. Ausgenommen wurden nur Soldatenfriedhöfe und das riesige Monument in Riga, das nun abgerissen wurde.

Es stand auf Grundlage eines Vertrags zwischen Lettland und der Russischen Föderation aus dem Jahr 1994 unter Schutz. Im Mai hatte das lettische Parlament für eine Änderung dieses Abkommens gestimmt und dem Monument dadurch seinen geschützten Status entzogen. Die russische Botschaft in Riga verurteilte das Vorgehen als "verräterisch und ungerechtfertigt".

Laut dem Parlamentsbeschluss müssen alle noch verbliebenen Relikte aus der Sowjetzeit bis Mitte November entfernt werden.

C.Conti--PV

Empfohlen

Bericht: Zahl der Extremisten mit Waffenerlaubnis auf mindestens 1600 gestiegen

Trotz einer Gesetzesverschärfung ist die Zahl von Extremisten mit einer Waffenerlaubnis nach einem Medienbericht im vergangenen Jahr weiter angestiegen. Wie der Rundfunksender NDR am Freitag unter Berufung auf eine Abfrage bei allen Innenministerien der Länder berichtete, besaßen Ende 2025 mehr als 1600 Extremisten eine waffenrechtliche Erlaubnis. Für das Jahr 2024 hatte eine NDR-Abfrage mindestens 1500 Extremisten mit Waffenerlaubnis ergeben.

Netanjahu: Israel bereitet nach Angriff "vollständige Abriegelung" von Westjordanland vor

Nach einem Schusswaffenvorfall mit fünf Verletzten in der Nähe von Hebron bereitet Israel nach den Worten von Regierungschef Benjamin Netanjahu eine "vollständige Abriegelung" des besetzten Westjordanlandes vor. Netanjahu erklärte am Freitag, Israel habe einen "schweren Terroranschlag" verhindert, nachdem Soldaten zwei mutmaßliche palästinensische Angreifer getötet hatten. Der Vorfall ereignete sich in einer Phase zunehmender Spannungen im Westjordanland sowie wenige Tage vor der Parlamentswahl in Israel.

"Extremismusklausel" in Länderfinanzausgleich: CSU-Generalsekretär verteidigt Idee

CSU-Generalsekretär Martin Huber hat die Idee einer "Extremismusklausel" im Länderfinanzausgleich gegen Kritik verteidigt. "Der Länderfinanzausgleich ist ja generell ungerecht. Er muss sowieso reformiert werden", sagte Huber am Freitag im ARD-"Morgenmagazin". Es wäre darüber hinaus "absurd", mit dem Geld aus dem Mechanismus Landesregierungen zu unterstützen, die "ganz klar gegen unsere Verfassung verstoßen".

Wadephul nimmt an Außenministertreffen in Istanbul teil

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) wird am Freitag nach Angaben aus Berliner Regierungsreisen zu einem Außenministertreffen in der türkischen Metropole Istanbul erwartet. Wadephul will dabei nach Angaben aus dem türkischen Außenministerium mit seinen Kollegen aus Großbritannien und Frankreich sowie mit den Außenministern der Türkei, Saudi-Arabiens, Pakistans und Ägyptens über die regionale Sicherheit beraten.

Textgröße ändern: