Pallade Veneta - Experten: Pistorius sollte rasch neuen Bundeswehr-Generalinspekteur ernennen

Experten: Pistorius sollte rasch neuen Bundeswehr-Generalinspekteur ernennen


Experten: Pistorius sollte rasch neuen Bundeswehr-Generalinspekteur ernennen
Experten: Pistorius sollte rasch neuen Bundeswehr-Generalinspekteur ernennen / Foto: INA FASSBENDER - AFP/Archiv

Verteidigungspolitiker und der Bundeswehr-Verband fordern von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) eine rasche Neubesetzung des Postens des Bundeswehr-Generalinspekteurs. "Der Verteidigungsminister muss jetzt schnell handeln", sagte der CDU-Verteidigungspolitiker Thomas Röwekamp am Samstag dem "Spiegel". "Eine Hängepartie an der Spitze der Bundeswehr können wir uns angesichts der sicherheitspolitischen Lage nicht leisten."

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Ähnlich äußerte sich die Vize-Fraktionschefin der Grünen, Agnieszka Brugger. Pistorius und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sollten "keine unnötige Sekunde zögern". "Wohl kein Generalinspekteur steht historisch vor so großen Herausforderungen wie der Nachfolger von General Breuer", ergänzte sie.

Am Samstag war bekannt geworden, dass der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, neuer Vorsitzender des Nato-Militärausschusses wird. Er wurde dafür einstimmig von den Generalstabschefinnen und -chefs der Nato-Mitgliedstaaten gewählt. Er tritt Mitte kommenden Jahres die Nachfolge von Giuseppe Cavo Dragone an. Bis dahin bleibt er Generalinsekteur und damit ranghögster Soldat der Bundeswehr.

Auch der Chef des Bundeswehrverbandes forderte Pistorius auf, nun schnell zu handeln. "Für die Bundeswehr ist eine zügige Entscheidung über die Nachfolge nun von großer Bedeutung", sagte André Wüstner dem "Spiegel". "Je früher die Einweisung und Übergabe an seinen Nachfolger erfolgt, desto besser."

Breuer war 2023 zum Generalinspekteur ernannt worden. Im Februar 2024 gab er das Ziel aus, die Bundeswehr müsse in fünf Jahren "kriegstüchtig" sein. Früh warnte er davor, dass Russland ab 2029 in der Lage sein könnte, einen Angriff auf Nato-Territorium zu wagen.

Auf seinem neuen Posten wird der 61-Jährige künftig an der Spitze des obersten militärischen Gremiums der Nato und damit an der Schnittstelle von Politik und Militär sitzen. Er wird mit Amtsantritt direkter militärischer Berater von Nato-Generalsekretär Mark Rutte.

P.Colombo--PV

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