Pallade Veneta - Mecklenburg-Vorpommern: AfD punktete bei bisherigen Nichtwählern und Arbeitern

Mecklenburg-Vorpommern: AfD punktete bei bisherigen Nichtwählern und Arbeitern


Mecklenburg-Vorpommern: AfD punktete bei bisherigen Nichtwählern und Arbeitern
Mecklenburg-Vorpommern: AfD punktete bei bisherigen Nichtwählern und Arbeitern / Foto: Ronny HARTMANN - AFP

Die AfD hat bei ihrem knappen Sieg bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern vor allem von bisherigen Nichtwählern und Menschen mittleren Alters profitiert. Nach einer vorläufigen Analyse des Instituts Infratest dimap für die ARD vom Sonntagabend gaben aus der Gruppe bisheriger Nichtwählerinnen und Nichtwähler diesmal 67.000 ihre Stimme der AfD. Auch von der SPD zog die AfD Wählerstimmen ab - rund 45.000.

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Zugleich überzeugte die AfD vor allem Wählerinnen und Wähler im mittleren Alter. So machten bei den 35- bis 44-Jährigen 45 Prozent ihr Kreuz bei der in Teilen rechtsextremistischen Partei und bei den 45- bis 59-Jährigen sogar 47 Prozent. Auch die 60- bis 69-Jährigen wählten zu 41 Prozent die AfD.

Auch bei den jüngsten Wählern zwischen 16 und 24 Jahren lag die AfD mit 35 Prozent vorn. Am geringsten war die Zustimmung für die Partei bei den über 70-Jährigen mit 26 Prozent - in dieser Altersgruppe wählte mehr als die Hälfte (52 Prozent) die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Auch bei den Frauen konnte Schwesig punkten - 40 Prozent der Wählerinnen stimmten für die SPD. Bei den männlichen Wählern lag mit 44 Prozent hingegen die AfD vorn. Viele Stimmen holte die AfD zudem bei Arbeiterinnen und Arbeitern (51 Prozent), Selbstständigen (46 Prozent) und Angestellten (42 Prozent).

Wie aus den Daten von Infratest zum Wahlverhalten in Mecklenburg-Vorpommern weiter hervorgeht, verlor die CDU, die ein historisch schlechtes Ergebnis einfuhr, rund 28.000 ihrer bisherigen Wählerinnen und Wähler an die AfD und zudem rund 25.000 Wählerstimmen an die SPD.

Von der aus dem Schweriner Landtag geflogenen FDP wechselten 15.000 zur AfD und von der Linkspartei etwa 8000. Die Grünen verloren 6000 Wähler an die SPD und 3000 an das BSW. Das Wanderungsmodell von Infratest schätzt die Wanderungsströme im Vergleich zur vorangegangenen Landtagswahl im Jahr 2021.

A.dCosmo--PV

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