Pallade Veneta - Forschungsinstitute heben Prognose kräftig an: 1,3 Prozent Wachstum erwartet

Forschungsinstitute heben Prognose kräftig an: 1,3 Prozent Wachstum erwartet


Forschungsinstitute heben Prognose kräftig an: 1,3 Prozent Wachstum erwartet
Forschungsinstitute heben Prognose kräftig an: 1,3 Prozent Wachstum erwartet / Foto: FABIAN BIMMER - AFP

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr stark angehoben: Sie erwarten eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 1,3 Prozent, wie sie am Donnerstag in ihrer Gemeinschaftsdiagnose erklärten. Die Erholung falle stärker aus als noch im Frühjahr erwartet - damals lag ihre Prognose bei 0,6 Prozent.

Textgröße ändern:

Die deutsche Wirtschaft habe sich im ersten Halbjahr 2026 deutlich kräftiger entwickelt als noch im Frühjahr erwartet, erklärten die Institute. Vor allem die Exporte und die Wertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe legten "überraschend stark" zu. Impulse kamen demnach von der robusten Weltkonjunktur und dem weltweiten KI-Boom; zugleich waren Wettbewerber aus der Golfregion infolge des Iran-Kriegs erheblichen Produktionsbeeinträchtigungen ausgesetzt.

Auch der Staatsverbrauch nahm laut der Gemeinschaftsdiagnose kräftig zu. Die Unternehmensinvestitionen und der private Konsum blieben dagegen schwach. Der mit dem Iran-Krieg verbundene Energiepreisschock habe die deutsche Wirtschaft zwar gebremst, die höheren Preise für Kraftstoffe und Heizöl seien bislang aber kaum auf die übrigen Verbraucherpreise übergesprungen.

Dennoch bleibe die Erholung insgesamt schwach, betonten die Wirtschaftsforschungsinstitute. Der Aufschwung stehe "auf einem schmalen Fundament, denn hohe Energiepreise und Strukturprobleme belasten", erklärte Oliver Holtemöller vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle. Im laufenden Quartal bremse zudem Niedrigwasser die Aktivität vorübergehend.

Für das kommende Jahr erwarten die Institute ein Plus von 1,1 Prozent, für 2028 nur noch eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts von 0,4 Prozent. "Im Jahr 2028 verliert die Expansion an Tempo", erklärten die Forscherinnen und Forscher.

C.Conti--PV

Empfohlen

Lula und Bolsonaro liefern sich Fernsehduell vor Stichwahl

Eine Woche vor der entscheidenden zweiten Runde der Präsidentschaftswahl in Brasilien treten Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva und sein Herausforderer Flávio Bolsonaro am Sonntag (Montag 01.00 Uhr MESZ) in einer Fernsehdebatte gegeneinander an. Es ist das erste TV-Duell des linksgerichteten Präsidenten und des rechtsgerichteten Senators im Präsidentschaftswahlkampf.

"Völlig unverantwortlich": Republikaner kritisieren Trump wegen Russland-Kurs

US-Präsident Donald Trump ist wegen der Aussetzung von Sanktionen gegen Russland auch in der eigenen Partei in die Kritik geraten. "Das ist völlig unverantwortlich", erklärte der republikanische Senator Thom Tillis am Samstag. "Wenn der Präsident die Energiepreise wirklich senken will, kann er das tun, indem er die Iran-Frage löst - nicht, indem er Wladimir Putin Gefallen erweist."

Landesweite Anti-Trump-Proteste vor wichtigen US-Kongresswahlen

Zweieinhalb Wochen vor den Kongresswahlen in den USA haben landesweit zahlreiche Menschen gegen Präsident Donald Trump demonstriert. Die Proteste unter dem Motto "No Kings" (Keine Könige) vom Samstag richteten sich gegen die Politik und den Regierungsstil von Trump - und sollten vor den sogenannten Midterms vom 3. November Wähler mobilisieren.

SPD-Chef Klingbeil fordert von seiner Partei Bekenntnis zum Regierungswillen

Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil fordert von seiner Partei beim anstehenden Parteitag im Januar ein Bekenntnis für die Regierung und den eingeschlagenen Reformkurs ein. "Ich will, dass die SPD immer ausstrahlt: Wir wollen Verantwortung", sagte Klingbeil der "Bild am Sonntag".

Textgröße ändern: