Pallade Veneta - Papstbesuch in Frankreich: Moscheen betonen christlich-muslimische Gemeinsamkeit

Papstbesuch in Frankreich: Moscheen betonen christlich-muslimische Gemeinsamkeit


Papstbesuch in Frankreich: Moscheen betonen christlich-muslimische Gemeinsamkeit
Papstbesuch in Frankreich: Moscheen betonen christlich-muslimische Gemeinsamkeit / Foto: Filippo MONTEFORTE - AFP/Archiv

Anlässlich des Papstbesuchs in Frankreich sollen muslimische Geistliche im ganzen Land ihre Freitagspredigt dem gemeinsamen Bemühen beider Religionsgemeinschaften um Brüderlichkeit und Frieden widmen. Die Religionen hätten eine Verantwortung dafür, "das wachsen zu lassen, was Menschen verbindet", erklärte der Rektor der Großen Moschee von Paris, Chems-eddine Hafiz, am Mittwochabend. Er rief alle verbundenen Moscheen dazu auf, in der Freitagspredigt auf den Besuch von Papst Leo XIV. einzugehen, der von Freitag bis Montag in Frankreich erwartet wird.

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Dieser Besuch überschreite die Grenzen einer einzigen Glaubensgemeinschaft. "In einer Zeit, die von Kriegen, Spaltungen, wachsendem Hass und der Versuchung zum Rückzug geprägt ist, steht der Besuch von Papst Leon XIV. für eine universelle Botschaft: die des Austauschs, der Brüderlichkeit und der Suche nach Frieden", betonte Hafiz. Die Imame sollten in ihren Predigten auch auf die tiefen Verbindungen zwischen dem Islam und dem Christentum eingehen.

Beide Religionen haben gemeinsame Wurzeln und sind monotheistisch. Der Koran kennt mehrere biblische Gestalten, darunter Jesus und Maria.

Der Rektor der Großen Moschee und Vertreter von fünf weiteren Religionsgemeinschaften treffen am Montag in Metz mit dem Papst zusammen. Dort wollen sie eine gemeinsame Erklärung unterzeichnen, bevor der Papst eine politisch geprägte Rede im Beisein von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron halten will. Macron hat sämtliche Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten dazu eingeladen, aber es ist noch offen, wer kommen wird.

Papst Leo XIV. will am Freitag im Elysée und bei der Unesco sprechen und am Abend an einem Gebetstreffen mit 80.000 jungen Menschen im Stade de France teilnehmen. Zu einer Messe am Samstagnachmittag auf der Place de la Concorde und den Champs-Elysées werden 600.000 Menschen erwartet. Am Sonntag trifft der Papst unter anderem mehrere Missbrauchsopfer im südwestfranzösischen Pilgerort Lourdes. Der Besuch im ostfranzösischen Metz beschließt die Reise, die sowohl ein Staatsbesuch als auch ein apostolischer, also den Gläubigen gewidmeter Besuch ist.

R.Zaccone--PV

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