Pallade Veneta - Klage gegen Verbot von "Kampf der Nibelungen" im sächsischen Ostritz abgewiesen

Klage gegen Verbot von "Kampf der Nibelungen" im sächsischen Ostritz abgewiesen


Klage gegen Verbot von "Kampf der Nibelungen" im sächsischen Ostritz abgewiesen
Klage gegen Verbot von "Kampf der Nibelungen" im sächsischen Ostritz abgewiesen / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Das Verbot des Neonazi-Kampfsportevents "Kampf der Nibelungen" ist einem urteil zufolge rechtens. Das Verwaltungsgericht Dresden wies am Mittwoch eine Klage des Veranstalters mit der Begründung ab, dass eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit bestanden habe. Dies habe die sächsische Stadt Ostritz zutreffend angenommen, als sie die für Oktober 2019 geplante Veranstaltung untersagt hatte.

Textgröße ändern:

Die Veranstaltung habe keinen Sportcharakter, sondern diene der rechtsextremen Kampfertüchtigung und damit der Vorbereitung eines politischen Kampfs, begründete die Stadt ihre Entscheidung. Die Veranstaltung "Kampf der Nibelungen" wurde von 2013 bis 2018 jährlich ausgerichtet. Das Bundesamt für Verfassungsschutz ordnet sie der Neonaziszene zu. Das Dresdner Verwaltungsgericht und das Sächsische Oberverwaltungsgericht in Bautzen wiesen 2019 Eilanträge des Veranstalters gegen das Verbot zurück.

Dieser wollte nun gerichtlich festgestellt wissen, dass das Verbot rechtswidrig war, hatte aber keinen Erfolg. Das Verwaltungsgericht erklärte, dass die Vorführung von Kampftechniken und die Kampfertüchtigung als Einstieg in den körperlichen politischen Kampf im Vordergrund gestanden habe. So hätten politische Ziele gewaltsam durchgesetzt werden sollen. Bei der Veranstaltung gewonnene Erkenntnisse hätten absehbar dazu genutzt werden können, Gewalt gegen Funktionsträger und Andersdenkende auszuüben.

Schon bei vorherigen Veranstaltungen sei die offene Ablehnung der Demokratie zum Ausdruck gebracht worden, erklärte das Gericht. Der "Kampf der Nibelungen" habe sich an rechtsextremistische Hooligans, Rocker und junge sportaffine Rechtsextremisten gerichtet, die für den Kampfsport unter entsprechenden politischen Vorzeichen gewonnen werden sollten. Gegen das Urteil kann noch die Zulassung der Berufung beim Sächsischen Oberverwaltungsgericht in Bautzen beantragt werden.

L.Bufalini--PV

Empfohlen

Sieben Tote bei Anschlag auf Kirche in Jordanien - König droht mit Vergeltung

Bewaffnete Männer haben bei einem Anschlag auf eine griechisch-orthodoxe Kirche im Süden Jordaniens mindestens sieben Menschen getötet und 34 weitere verletzt. Die Angreifer eröffneten am Freitag während eines Trauerzugs in der Ortschaft Hammud in der Provinz Karak das Feuer, wie die Behörden mitteilten. Jordaniens Innenminister Mazen al-Faraya sprach von einem "Terroranschlag einer Gruppe von Extremisten".

Zwei israelische Soldaten im Westjordanland getötet - Netanjahu droht mit Großoffensive

Zwei bewaffnete Palästinenser haben an einem Kontrollpunkt nahe Hebron im besetzten Westjordanland zwei israelische Soldaten getötet und drei weitere verletzt. Die beiden Angreifer wurden bei dem Schusswechsel am Freitag getötet, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP vor Ort berichtete. Regierungschef Benjamin Netanjahu kündigte als Reaktion auf den Angriff an, das Westjordanland "vollständig" abzuriegeln. Außerdem drohte er eine großangelegte Militäroffensive an, wie es sie seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 nicht gegeben habe.

Vor US-Zwischenwahlen: Gefälschte Umfragen aufgeflogen

Kurz vor den Zwischenwahlen zum US-Kongress am 3. November sorgen gefälschte Meinungsumfragen für Unruhe. Das selbst ernannte Umfrageinstitut Wedgewood Polls räumte ein, dass seine Zahlen größtenteils frei erfunden waren. Die "New York Times" und andere Medien entfernten die Erhebungen daraufhin von ihren Webseiten. US-Präsident Donald Trump reagierte mit Häme. "Die New York Times ist erwischt worden!", schrieb er am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social.

Söder spricht sich auf CSU-Parteitag für Ilse Aigner als Bundespräsidentin aus

Unter dem Jubel der CSU-Anhänger hat sich CSU-Chef Markus Söder für Ilse Aigner als neue Bundespräsidentin ausgesprochen. "Das wäre eine tolle Sache", sagte Söder am Freitag auf dem Parteitag der Christsozialen in München. Die Entscheidung werde woanders gefällt, fügte der bayerische Ministerpräsident an. Er würde sich aber "von Herzen" wünschen, dass Aigner nächste Bundespräsidentin werde.

Textgröße ändern: