Pallade Veneta - Mehr als hunderttausend Studierende warten auf Wohnheimplätze in Deutschland

Mehr als hunderttausend Studierende warten auf Wohnheimplätze in Deutschland


Mehr als hunderttausend Studierende warten auf Wohnheimplätze in Deutschland
Mehr als hunderttausend Studierende warten auf Wohnheimplätze in Deutschland / Foto: Brandon Bell - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Mehr als hunderttausend Studierende warten derzeit in Deutschland auf Wohnheimplätze. Wie das Deutsche Studierendenwerk (DSW) am Freitag in Berlin mitteilte, waren Mitte September allein in München und Aachen noch jeweils mehr als zehntausend Wartende zu verzeichnen. Grund für die extrem langen Wartelisten für die Wohnheimplätze der Studierendenwerke sei der hohe Kostendruck bei den Mieten, erklärte der DSW-Vorstandsvorsitzende Matthias Anbuhl.

Textgröße ändern:

Im Vergleich der Bundesländer führt Nordrhein-Westfalen die Warteliste mit insgesamt mehr als 38.500 Studierenden an. In Bayern sind es laut DSW mehr als 19.500. Besonders zu Beginn des Wintersemesters kämen zehntausende neue Erstsemester an die Hochschulstandorte, erklärte Anbuhl.

Das DSW spricht angesichts der Lage von einer neuen Form der sozialen Auslese. Mittlerweile würden die Mietpreise vorgeben, an welcher Hochschule Studierende es sich leisten könnten zu lernen. Die Bildungsgerechtigkeit in Deutschland werde dadurch ausgehebelt, befand das DSW.

Insgesamt haben die Studierendenwerke etwa 196.000 Wohnheimplätze zu vergeben. Im Bundesdurchschnitt kostet ein Wohnplatz dort 330 Euro monatlich. Auf dem freien Wohnungsmarkt seien es hingegen 510 Euro für ein WG-Zimmer, erklärte das DSW. Hochgerechnet auf den Gesamtbedarf für studentischen Wohnraum könnten die Studierendenwerke nur etwa zehn Prozent der Studierenden mit einer Unterkunft versorgen.

Laut DSW reicht die für den Sommer 2027 geplante Steigerung der Bafög-Wohnkostenpauschale auf 440 Euro kaum aus, um an großen Hochschulstandorten wie München, Frankfurt am Main oder Hamburg unterzukommen.

A.dCosmo--PV

Empfohlen

Friedensorganisation: Bundesregierung konterkariert Ziel einer atomwaffenfreien Welt

Die Bundesregierung untergräbt laut der Friedensorganisation Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) das Ziel einer atomwaffenfreien Welt. "Statt auf eine Eindämmung des Vernichtungsrisikos zu setzen, beteiligt sich die Bundesregierung an nuklearer Eskalation durch die Modernisierung ihrer Atombomber und Bestrebungen hin zu einer Teilhabe an der französischen Atombombe", erklärte der IPPNW-Vorsitzende Lars Pohlmeier am Freitag anlässlich des internationalen Tags für die Abschaffung der Atomwaffen am Samstag.

Zentralratspräsident Schuster für Prüfung der Beobachtung der Berliner Linken

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, hat sich für die Prüfung der Beobachtung der Berliner Linken durch den Verfassungsschutz ausgesprochen. Er halte dies "generell für richtig und wichtig, wenn in Parteien extremistische Einstellungen geäußert werden und dies zum Teil auch unwidersprochen geschieht", sagte Schuster in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. Er äußerte dabei Zweifel, dass die Berliner Linke ein verlässlicher Partner im Kampf gegen Antisemitismus sein könne.

Kreml: EU-Sanktionen gegen Journalistin Fedorova sind "rechtswidrig"

Die russische Regierung hat die EU-Sanktionen gegen die ehemalige Chefredakteurin des russischen Staatssenders RT Frankreich, Xenia Fedorova, als "rechtswidrig" kritisiert. Bei der Entscheidung, Fedorova auf die EU-Sanktionsliste zu setzen, handele es sich um "die Verfolgung einer Medienvertreterin", erklärte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Freitag. "Medien werden ganz offen unter Druck gesetzt", fügte er hinzu.

Niedersachsen: AfD wählt Fraktionschef Wichmann zu Spitzenkandidat für Landtagswahl

Ein Jahr vor der Landtagswahl in Niedersachsen hat die AfD ihren Landtagsfraktionschef Klaus Wichmann zum Spitzenkandidaten gekürt. Der 62-Jährige wurde am Freitag auf einem Parteitag in Dötlingen mit knapp 94 Prozent auf Platz eins der Landesliste gewählt, wie die Partei mitteilte. Der studierte Jurist führt die AfD-Fraktion seit Februar 2024.

Textgröße ändern: