Pallade Veneta - Friedensorganisation: Bundesregierung konterkariert Ziel einer atomwaffenfreien Welt

Friedensorganisation: Bundesregierung konterkariert Ziel einer atomwaffenfreien Welt


Friedensorganisation: Bundesregierung konterkariert Ziel einer atomwaffenfreien Welt
Friedensorganisation: Bundesregierung konterkariert Ziel einer atomwaffenfreien Welt / Foto: - - AFP/Archiv

Die Bundesregierung untergräbt laut der Friedensorganisation Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) das Ziel einer atomwaffenfreien Welt. "Statt auf eine Eindämmung des Vernichtungsrisikos zu setzen, beteiligt sich die Bundesregierung an nuklearer Eskalation durch die Modernisierung ihrer Atombomber und Bestrebungen hin zu einer Teilhabe an der französischen Atombombe", erklärte der IPPNW-Vorsitzende Lars Pohlmeier am Freitag anlässlich des internationalen Tags für die Abschaffung der Atomwaffen am Samstag.

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In ihrer Erklärung forderte die Friedensorganisation den Beitritt Deutschlands zum Atomwaffensperrvertrag und den Abzug der US-Atomwaffen aus dem rheinland-pfälzischen Blüchel. Die IPPNW erklärten: "Mit der Beschaffung der neuen Atombomber vom Typ F-35, der Modernisierung der US-amerikanischen Atombomben in Büchel sowie dem Umbau des dortigen Luftwaffenstützpunktes konterkariert die Bundesregierung das Ziel einer sicheren Welt für alle Menschen."

"Ich vermisse einen deutschen Beitrag, der uns dem Ziel einer atomwaffenfreien Welt näherbringt", erklärte Pohlmeier. Er forderte Berlin auf, an einer Überprüfungskonferenz des UN-Atomwaffenverbotsvertrags im Dezember in New York teilzunehmen.

Papst Leo XIV. hatte zuvor zum Auftakt seines Frankreich-Besuchs am Freitag ebenfalls von einem "Wettrüsten" gewarnt. Derzeit verbreite sich "zunehmend die irrige Überzeugung, der Besitz von Atomwaffen sei eine Garantie für Sicherheit", sagte das katholische Kirchenoberhaupt im Elysée-Palast in Paris. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte im März eine Aufstockung des französischen Atomwaffenarsenals angekündigt. Paris berät derzeit mit einem knappen Dutzend Ländern über eine verstärkte Zusammenarbeit bei der nuklearen Abschreckung, darunter auch Deutschland

A.Graziadei--PV

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