Pallade Veneta - Missbrauch in der Kirche: Papst Leo XIV. mahnt zu "höchster Wachsamkeit"

Missbrauch in der Kirche: Papst Leo XIV. mahnt zu "höchster Wachsamkeit"


Missbrauch in der Kirche: Papst Leo XIV. mahnt zu "höchster Wachsamkeit"
Missbrauch in der Kirche: Papst Leo XIV. mahnt zu "höchster Wachsamkeit" / Foto: Alberto PIZZOLI - AFP

Papst Leo XIV. hat mit Blick auf sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in der katholischen Kirche zu "höchster Wachsamkeit" aufgerufen. Bei einem Treffen mit den französischen Bischöfen am Sonntag in Lourdes sprach er von der "schmerzhaften Wunde des Missbrauchs an Minderjährigen, der von Mitgliedern des Klerus oder im kirchlichen Kontext begangen wurde".

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Der Papst dankte den Bischöfen für ein entschlossenes Vorgehen bei der Aufarbeitung der Skandale: "Sie haben mutige Maßnahmen ergriffen, dem zu begegnen - durch Zuhören, die Suche nach der Wahrheit, Gerechtigkeit, Vergebung, Wiedergutmachung und ein Engagement für eine Kultur der Vorbeugung dieses Verbrechens", sagte der Papst.

Er mahnte die Bischofskonferenz, "auf diesem Weg weiterzugehen und dabei höchste Wachsamkeit zu zeigen". Auch in seiner Predigt während seiner Messe in Lourdes erwähnte Leo XIV. "tiefe Wunden" und "schmerzhafte Verirrungen" innerhalb der Kirche.

Die Bischofskonferenz hatte nach der Veröffentlichung des Berichts über die hohe Zahl der Missbrauchsopfer 2021 die institutionelle Verantwortung der Kirche anerkannt und mehrere Stellen für die Begleitung und Entschädigung von Opfern eingerichtet.

Bis heute meldeten sich knapp 2000 Betroffene, die Missbrauch in katholischen Pfarreien oder Schulen erlebten. Etwa 1200 wurden auch finanziell entschädigt. Eine zweite Stelle kümmert sich um Missbrauchsopfer von Ordensgemeinschaften.

Papst Leo wollte am späten Nachmittag in Lourdes mit sieben Menschen zusammentreffen, die in ihrer Kindheit Opfer sexuellen Missbrauchs durch Priester oder Lehrer an katholischen Schulen wurden. An dem Treffen hatte es Kritik gegeben, weil die Bischofskonferenz die Teilnehmer ausgewählt hatte. Der Vatikan verwies darauf, dass es ein Treffen im kleinen Rahmen sein solle, um ein persönliches Gespräch zu ermöglichen.

E.Magrini--PV

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