Pallade Veneta - Luftangriff am Jahrestag: Israels Armee nimmt ranghohen Hamas-Vertreter ins Visier

Luftangriff am Jahrestag: Israels Armee nimmt ranghohen Hamas-Vertreter ins Visier


Luftangriff am Jahrestag: Israels Armee nimmt ranghohen Hamas-Vertreter ins Visier
Luftangriff am Jahrestag: Israels Armee nimmt ranghohen Hamas-Vertreter ins Visier / Foto: Omar AL-QATTAA - AFP

Mit einem Luftangriff auf eine Wohnung im Gazastreifen hat die israelische Armee am Samstag einen hochrangigen Vertreter der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas ins Visier genommen. Sie habe versucht, Ali al-Amudi zu töten, bestätigte die Armee entsprechende Medienberichte. Es werde geprüft, ob al-Amudi verletzt oder tot sei. Nach Angaben des Zivilschutzes und eines Krankenhauses im Gazastreifen wurden bei dem Angriff fünf Menschen getötet.

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Der Luftangriff erfolgte im frühen Morgengrauen und nach dem jüdischen Kalender am Jahrestag des Überfalls der Hamas auf Israel vor drei Jahren.

Israels Armee erklärte, al-Amudi sei als "rechte Hand" des damaligen Hamas-Chefs Jahja Sinwar an der Planung des Überfalls vom 7. Oktober 2023 beteiligt gewesen. Die Armee habe al-Amudi ins Visier genommen, als sie erfahren habe, dass dieser sich in einem Apartmenthaus aufhalte.

"Heute ist al-Amudi der ranghöchste Hamas-Vertreter im Gazastreifen und direkt beteiligt an den Terroraktivitäten der Hamas und am Wiederaufbau der Organisation für Krieg", erklärte die Armee. "Der Terrorist wurde getroffen, um die Gefahr zu beseitigen."

Die Armee habe Schritte unternommen, "um Schäden für Zivilisten zu verringern, einschließlich des Einsatzes von Präzisionswaffen", ergänzte die Armee. Sie bedauere "jeden Schaden, der unbeteiligten Personen zugefügt wurde".

Die israelische Armee hatte Sinwar im Oktober 2024 im Gazastreifen getötet. Al-Amudi gilt als ranghöchster Vertreter der Hamas im Gazastreifen. Der oberste Hamas-Chef Chalil al-Hajaa lebt in Katar und agiert auf diplomatischer Ebene für die Hamas. Im Juli stimmte Hajaa einem Plan der USA für eine Entwaffung der Hamas zu. US-Präsident Donald Trump bezeichnete dies als Durchbruch, Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wies den Plan als unaufrichtig zurück.

Der von der Hamas kontrollierte Zivilschutz im Gazastreifen teilte mit, unter den Toten bei dem Luftangriff im Westen der Stadt Gaza seien vier Frauen. Mehrere weitere Menschen seien verletzt worden.

Das Al-Schifa-Krankenhaus in der Stadt Gaza erklärte, es habe bei Tagesanbruch fünf "Märtyrer" und mehrere Verletzte aufgenommen. Bei den Toten handle es sich um zwei Frauen und ihre jeweiligen Töchter sowie einen jungen Mann. Zwei der fünf Opfer seien Christen gewesen. Ihre Beerdigung habe in der kleinen griechisch-orthodoxen St.-Porphyrius-Kirche stattgefunden. Im Gazastreifen leben unter den rund zwei Millionen Einwohnern etwa tausend Christen, die meisten von ihnen sind Orthodoxe.

Getroffen wurde den Angaben zufolge eine Wohnung im Viertel Rimal. Zwei Raketen hätten die Wohnung direkt getroffen und einen Brand ausgelöst, teilte Zivilschutz-Sprecher Mahmud Bassal mit. Das Gebäude sei dabei beschädigt worden.

Trotz einer im Oktober vergangenen Jahres vereinbarten Waffenruhe greift die israelische Armee weiterhin Ziele im Gazastreifen an. Nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums wurden seit Inkrafttreten der Waffenruhe mehr als 1440 Menschen durch israelische Streitkräfte getötet. Die israelische Armee meldete im selben Zeitraum fünf getötete Soldaten und einen getöteten zivilen Mitarbeiter in ihren Reihen.

Ausgelöst worden war der Krieg durch den Überfall der Hamas und ihrer Verbündeten auf Israel am 7. Oktober 2023. Sie töteten mehr als 1200 Menschen und verschleppten 251 Menschen als Geiseln in den Gazastreifen. Israel reagierte mit massiven Angriffen auf das Palästinensergebiet, bei denen nach Hamas-Angaben seither mehr als 74.000 Menschen getötet wurden.

M.Romero--PV

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