Pallade Veneta - "Danke für alles": Spanier trauern um von Zwangsräumung betroffene Maricarmen

"Danke für alles": Spanier trauern um von Zwangsräumung betroffene Maricarmen


"Danke für alles": Spanier trauern um von Zwangsräumung betroffene Maricarmen
"Danke für alles": Spanier trauern um von Zwangsräumung betroffene Maricarmen / Foto: Oscar DEL POZO - AFP

Emotionaler Abschied von Maricarmen Abascal: Mit Blumen, Kerzen und Karten haben Menschen am Donnerstag vor dem Haus der verstorbenen 87-Jährigen in Madrid an das Schicksal der Rentnerin erinnert, die Opfer einer Zwangsräumung geworden war. Am Abend sollte ein Gedenkzug vom zentralen Platz Puerta del Sol in der spanischen Hauptstadt zum Haus der Verstorbenen führen, deren Schicksal inmitten der Wohnungskrise im Land international für Schlagzeilen sorgte.

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Sie sei immer noch "völlig unter Schock", sagte etwa die Modestudentin Aitana López. Sie trug eine Kerze und eine Karte mit den Worten "Danke für alles, wir werden dich niemals vergessen".

"Ich wollte unbedingt kommen und Präsenz zeigen", sagte die 25-Jährige. Karten von Trauernden trugen Aufschriften wie "Die Großmutter eines ganzen Landes" oder "Der Kampf geht weiter".

Maricarmen Abascal, die von allen Spaniern nur mit ihrem Vornamen genannt wird, war am Mittwoch gestorben. Die Rentnerin war nach der Zwangsräumung ihrer Wohnung am 23. September wegen Erschöpfung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die Zwangsräumung löste landesweite Massenproteste, ein Protestcamp im Zentrum von Madrid und schließlich die Ankündigung von Neuwahlen aus. Zum Höhepunkt der Proteste wandte sich Maricarmen aus dem Krankenhaus an die Demonstranten.

Die alte Frau war auf einer Trage aus ihrer Wohnung in Madrid geholt worden, nachdem ein Investor den Mietpreis nach Angaben des Mieterverbands um 275 Prozent auf 2650 Euro erhöht hatte. Maricarmen hatte seit mehr als 70 Jahren in ihrer Wohnung gelebt.

D.Vanacore--PV

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