Pallade Veneta - Spanisches Königspaar besucht Exklave Ceuta in Nordafrika

Spanisches Königspaar besucht Exklave Ceuta in Nordafrika


Spanisches Königspaar besucht Exklave Ceuta in Nordafrika
Spanisches Königspaar besucht Exklave Ceuta in Nordafrika / Foto: Thomas COEX - AFP

Der spanische König Felipe VI. und Königin Letizia haben ihren Besuch der spanischen Exklaven Ceuta und Melilla in Nordafrika begonnen. Das spanische Königspaar begrüßte am Dienstag in Ceuta jubelnde Menschen, die teilweise spanische Fahnen schwenkten, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP vor Ort berichtete. Ende Juli waren mehr als 70.000 Menschen aus Marokko zu Fuß oder schwimmend nach Ceuta gelangt, es gab dutzende Tote.

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König Felipe VI. und Königin Letizia schüttelten einigen der Menschen in Ceuta die Hände und wechselten ein paar Worte mit ihnen. Einige der Anwesenden trugen T-Shirts mit der Parole "Ceuta steht nicht zum Verkauf. Ceuta muss verteidigt werden". Anschließend machte das Königspaar sich auf den Weg zum Rathaus, um Vertreter der örtlichen Behörden zu treffen.

Die 56-jährige Pflegerin Toñi Jiménez, die seit dem Morgen vor dem Rathaus gewartet hatte und ein T-Shirt mit dem Abbild des Königspaares trug, sagte AFP, sie hoffe, der Besuch werde ein klares Signal an das Nachbarland Marokko senden, dass Ceuta und Melilla spanisch seien. "Wir haben lange auf diesen Besuch gewartet", sagte sie.

Die 57-jährige Juristin Susana Román von der Plattform "Rettet Ceuta" sagte, der König hätte früher nach Ceuta kommen sollen. "Der König hätte am ersten oder zweiten Tag kommen müssen", sagte sie. Zudem hätte Felipe in der Uniform des Oberbefehlshabers der Streitkräfte Spaniens erscheinen sollen, "denn das ist er", fügte Román hinzu.

Nach ihrem Besuch im Rathaus wird das Königspaar auch einen Friedhof besuchen. Dort wird es der Migranten gedenken, die bei dem Versuch, nach Ceuta zu gelangen, ums Leben gekommen waren.

Nach ihrer Ankunft waren die meisten Migranten zwar nach Marokko zurückgekehrt oder zurückgebracht worden, tausende Migranten blieben aber in der nur 18 Quadratkilometer großen Exklave, wo sie auf der Straße oder an Stränden schlafen. Vor dem Besuch des Königspaares hatte die Polizei am Sonntag mit Unterstützung des Militärs das letzte größere Migrantenlager in Ceuta geräumt. Die Menschen wurden mit Bussen in Auffanglager gebracht.

Nach den Vorfällen hatte es Spekulationen gegeben, dass Marokko die Menschen möglicherweise absichtlich nach Ceuta durchgelassen haben könnte - etwa aus Verärgerung über einen Besuch von Sánchez in Algerien im Juli. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez hat eine Verantwortung Marokkos seitdem mehrfach zurückgewiesen. Die spanische Opposition hat seine Haltung scharf kritisiert.

Der Besuch des Königs erfolgt in Abstimmung mit der Regierung von Sánchez. Dieser hatte gesagt, die Stadt müsse sich "mehr denn je vom Staat unterstützt" fühlen. Am Mittwoch besucht das Königspaar dann auch noch die Exklave Melilla in Nordafrika. Als bislang letzter spanischer Monarch war 2007 Felipes Vater Juan Carlos nach Ceuta und Melilla gereist. Seine Reise löste damals eine diplomatische Krise zwischen Spanien und Marokko aus.

T.Galgano--PV

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