Pallade Veneta - Huthi-Miliz greift Regierungssitz in Aden an - Mindestens vier Tote

Huthi-Miliz greift Regierungssitz in Aden an - Mindestens vier Tote


Huthi-Miliz greift Regierungssitz in Aden an - Mindestens vier Tote
Huthi-Miliz greift Regierungssitz in Aden an - Mindestens vier Tote / Foto: AHMAD AL-BASHA - AFP

Die pro-iranische Huthi-Miliz hat den Sitz der international anerkannten Regierung im jemenitischen Aden mit Raketen angegriffen und dabei mindestens vier Menschen getötet. Aus Regierungskreisen verlautete gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass mindestens zehn weitere Menschen verletzt worden seien. Regierungschef Schaja Mohsen Sindani habe sich während des Angriffs im Präsidentenpalast befunden, sei aber unverletzt, sagte ein Minister.

Textgröße ändern:

Nach Angaben des Ministers schlugen drei Raketen in einer Kommandozentrale der jemenitischen Regierungstruppen und zwei weitere im Hauptquartier der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition auf dem Palastgelände ein. Es habe jemenitische und saudiarabische Opfer gegeben, sagte der Minister, der anonym bleiben wollte.

Wie ein AFP-Journalist berichtete, stieg Rauch über dem Gebäude in Aden auf, Rettungswagen fuhren dorthin. Anwohner der im Süden des Landes gelegenen Stadt hatten zuvor berichtet, sie hätten Explosionen gehört. Regierungschef Sindani erklärte in Onlinenetzwerken, die Regierung komme trotz des Angriffs weiterhin ihren Aufgaben nach.

Huthi-Militärsprecher Jahja Saree erklärte, die Kämpfer der Miliz hätten "das Hauptquartier der Militäroperationen des Feindes" Saudi-Arabien innerhalb des Palastes ins Visier genommen. Weiter sagte er, jede "saudiarabische Militärpräsenz" sei ein "legitimes Ziel".

Saudi-Arabien warf dem Iran unterdessen vor, die jüngste Eskalation des Kriegs im Jemen zu fördern. "Wir sind der Ansicht, dass die von den Huthis in dieser jüngsten Phase des Konflikts vorangetriebene Eskalation vom Iran gefördert wird", sagte der saudiarabische Vizeaußenminister Rajed Krimly am Donnerstag. Bei einem Angriff auf den internationalen Flughafen der saudiarabischen Hauptstadt Riad waren am Samstag 13 Menschen getötet und rund 300 verletzt worden.

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz kontrolliert seit Jahren weite Teile des Jemen, darunter auch die Hauptstadt Sanaa. Die jemenitische Regierung hatte sich daher 2015 in die Stadt Aden zurückgezogen. Nach einer mehrjährigen Feuerpause ist der Krieg in diesem Jahr erneut aufgeflammt. Zuletzt eroberten die Huthis weitere Gebiete an der Küste des Roten Meeres.

A.dCosmo--PV

Empfohlen

Opfer von Straftaten sollen in Gerichtsverfahren mehr Unterstützung bekommen

Opfer schwerer Straftaten sollen in Strafverfahren mehr Unterstützung bekommen. Der Bundestag beschloss dazu am Donnerstagabend einen entsprechenden Gesetzentwurf der Bundesregierung. Dabei geht es vor allem um den Zugang zu psychosozialer Prozessbegleitung. Kinder und Jugendliche sowie Menschen mit Behinderungen, die Opfer schwerer Straftaten geworden sind, sollen künftig von Amts wegen eine solche Beratung erhalten. Sie müssten dann keinen Antrag mehr stellen.

Angreifer von Fort Hood: Trump sagt Liveübertragung der Hinrichtung ab

Nach einer Welle der Empörung hat US-Präsident Donald Trump die Liveübertragung einer Hinrichtung abgesagt. Trump erklärte am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social, der zum Tode verurteilte Amokläufer Nidal Hasan werde "wie vorgesehen durch ein Erschießungskommando sterben", die Hinrichtung werde aber "nicht übertragen". In den USA wie international hatte es scharfe Kritik gegeben, nachdem Verteidigungsminister Pete Hegseth den Livestream angekündigt hatte.

Regierung: Huthi-Miliz im Jemen greift Präsidentenpalast in Aden mit Raketen an

Die pro-iranische Huthi-Miliz im Jemen hat den Sitz der international anerkannten Regierung des Landes in der Stadt Aden angegriffen. Die von Saudi-Arabien unterstützte Regierung erklärte am Donnerstag, die Huthis hätten Raketen und Drohnen auf den Präsidentenpalast Al-Maaschik abgefeuert. Dabei seien auch "Angehörige des Sicherheitspersonals" getroffen worden. Die Nachrichtenagentur AFP erfuhr aus Regierungskreisen, dass vier Menschen getötet und mehr als ein Dutzend verletzt worden seien.

Maduro und seine Frau weisen US-Foltervorwürfe zurück

Der entmachtete venezolanische Präsident Nicolás Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores haben Foltervorwürfe der USA zurückgewiesen. Beide plädierten am Donnerstag vor einem New Yorker Gericht auf nicht schuldig. Maduro sprach von "falschen Anschuldigungen".

Textgröße ändern: