Pallade Veneta - Selenskyj: Russland greift Kiew mit 16 Raketen an - Keine Vorwarnung von Partnern

Selenskyj: Russland greift Kiew mit 16 Raketen an - Keine Vorwarnung von Partnern


Selenskyj: Russland greift Kiew mit 16 Raketen an - Keine Vorwarnung von Partnern
Selenskyj: Russland greift Kiew mit 16 Raketen an - Keine Vorwarnung von Partnern / Foto: NICOLAS MAETERLINCK - BELGA/AFP

Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew und ihr Umland nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj in der Nacht zum Montag mit 16 ballistischen Raketen angegriffen. Die Angriffe seien in mehreren Wellen erfolgt, erklärte Selenskyj am Montag in Onlinediensten. Erneut sei "keine frühzeitige Warnung unserer Partner" erfolgt, beklagte er.

Textgröße ändern:

Ziel der russischen Angriffe waren Selenskyj zufolge Energieanlagen in Kiew und der umliegenden Region. Nach Angaben örtlicher Behörden wurde in der Hauptstadt mindestens ein Mensch getötet, mehrere weitere wurden verletzt. Auch eine U-Bahn-Station wurde beschädigt.

Die Äußerungen Selenskyjs fallen in einen Streit mit den USA über die Weitergabe von Geheimdienstinformationen an die Ukraine. Der ukrainische Präsident hatte am Sonntag erklärt, Washington habe die Lieferung solcher Informationen nach einer mehrtägigen Unterbrechung wieder aufgenommen. "Es war blockiert für einige Zeit. Und dann wurde es von US-Seite wieder deblockiert", sagte er dem US-Sender NBC.

Selenskyj zufolge hatte die ukrainische Armee "drei Tage lang während ballistischer Raketenangriffe" keinen Zugriff auf US-Geheimdienstinformationen. US-Außenminister Marco Rubio widersprach ihm am Montag. Es habe keine "Pause" bei der Weitergabe der Informationen gegeben, sagte Rubio während eines Besuchs in Usbekistan. Zugleich forderte er Selenskyj auf, sich auf ein Ende des Krieges zu konzentrieren.

Selenskyj hatte am Sonntag zudem mit den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner über die Lieferung von Patriot-Luftverteidigungssystemen gesprochen. Die Ukraine hat zunehmend Schwierigkeiten, russische Raketen abzuwehren.

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Offshore-Daten: Nordrhein-Westfalen übergibt hunderte Verdachtsfälle an Bundesländer

Nach dem Ankauf umfangreicher Kundendaten von Dienstleistern, die Firmen in Steueroasen vermitteln, hat das Land Nordrhein-Westfalen 398 Verdachtsfälle mit Deutschlandbezug identifiziert. Die aufbereiteten Fälle würden nun an Ermittlungsbehörden der betroffenen Bundesländer übergeben, teilte das Finanzministerium in Düsseldorf am Montag mit. Ob in den einzelnen Fällen Steuern hinterzogen wurden und wie hoch ein möglicher Schaden ist, sei zu ermitteln.

AfD in Sachsen-Anhalt: Bund-Länder-Kommission zum Schutz von Minderheiten gefordert

Angesichts einer möglichen AfD-geführten Regierung in Sachsen-Anhalt haben Migrantenverbände Bund und Länder zum Handeln aufgefordert. Vertreterinnen von vier Organisationen riefen am Montag in Berlin dazu auf, eine Bund-Länder-Kommission zum Schutz von Minderheiten einzusetzen. Sie müsse "einen verbindlichen Schutzplan" für bedrohte Menschen vorlegen "mit klaren Zuständigkeiten", sagte die Vorsitzende der Bundeskonferenz der Migrant*innenorganisationen (BKMO), Karen Taylor. Dazu gehöre auch eine dauerhaft finanzierte unabhängige Opferberatung.

Grünen-Fraktionschefin Dröge verteidigt Gespräche mit Linken in Berlin

Die Ko-Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katharina Dröge, hat die Gespräche ihrer Partei mit der Linken über eine mögliche Regierungsbildung in Berlin verteidigt. Allerdings müsse die Berliner Linke nun entschieden die Vereinbarungen des Sondierungspapiers zur Bekämpfung von Antisemitismus und Clan-Kriminalität durchsetzen, sagte Dröge am Montag im Deutschlandfunk. Die Linkspartei müsse "das Antisemitismus-Problem in ihren eigenen Reihen lösen", denn ansonsten "können die Grünen irgendwann nur noch mit der SPD koalieren".

Russischer Außenminister Lawrow reist in den Iran

Zum ersten Mal seit Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran Ende Februar wird der russische Außenminister Sergej Lawrow am Montag in Teheran erwartet. Angesichts der ins Stocken geratenen Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran sei Lawrows Besuch darauf ausgerichtet, "die Rückkehr zu einem großen Krieg zu verhindern", erklärte das Außenministerium in Moskau am Sonntag.

Textgröße ändern: