Pallade Veneta - Grünen-Fraktionschefin Dröge verteidigt Gespräche mit Linken in Berlin

Grünen-Fraktionschefin Dröge verteidigt Gespräche mit Linken in Berlin


Grünen-Fraktionschefin Dröge verteidigt Gespräche mit Linken in Berlin
Grünen-Fraktionschefin Dröge verteidigt Gespräche mit Linken in Berlin / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Die Ko-Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katharina Dröge, hat die Gespräche ihrer Partei mit der Linken über eine mögliche Regierungsbildung in Berlin verteidigt. Allerdings müsse die Berliner Linke nun entschieden die Vereinbarungen des Sondierungspapiers zur Bekämpfung von Antisemitismus und Clan-Kriminalität durchsetzen, sagte Dröge am Montag im Deutschlandfunk. Die Linkspartei müsse "das Antisemitismus-Problem in ihren eigenen Reihen lösen", denn ansonsten "können die Grünen irgendwann nur noch mit der SPD koalieren".

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Ihr Anspruch sei es, "andere demokratische Parteien dazu zu bringen, dass sie solche problematischen Dinge lassen", sagte Dröge mit Blick auf den Umgang von Teilen der Linken mit Antisemitismus. Das müsse dann auch in Koalitionsverhandlungen thematisiert werden. "Ich weiß, dass das Kritik bringt, aber ich finde, in einer Demokratie gibt es keinen anderen Weg, als um solche Fragen miteinander zu streiten."

Die Linken in Berlin habe in Teilen "ein erhebliches Problem mit Antisemitismus", sagte die Grünen-Ko-Fraktionschefin. Dieses Problem müsse gelöst werden. "Das muss auch eindeutig sein dafür, dass eine Koalition tragfähig sein kann", betonte Dröge.

Dröge kritisierte die Aufnahme der Linken-Politikerin Vanessa Emde in die Fraktion. Diese habe sich wiederholt problematisch geäußert. Die Berliner Linken-Fraktionsvorsitzende Elif Eralp müsse sich fragen lassen, inwieweit sie ihre Partei im Griff habe.

Die Grünen wollten am Montag ebenso wie die SPD darüber entscheiden, ob sie Koalitionsverhandlungen mit der Linken in Berlin aufnehmen. Grundlage ist ein Sondierungspapier, das unter anderem eine Vergesellschaftung von großen Immobilienkonzernen sowie ein Neubauprogramm für 100.000 Wohnungen vorsieht.

Z.Ottaviano--PV

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