Pallade Veneta - Guterres warnt in UN-Rede vor "Winter des weltweiten Unmuts"

Guterres warnt in UN-Rede vor "Winter des weltweiten Unmuts"


Guterres warnt in UN-Rede vor "Winter des weltweiten Unmuts"
Guterres warnt in UN-Rede vor "Winter des weltweiten Unmuts" / Foto: TIMOTHY A. CLARY - AFP

UN-Generalsekretär António Guterres hat zum Auftakt der UN-Generaldebatte vor einer Verschärfung internationaler Krisen und einem "Winter des weltweiten Unmuts" gewarnt. "Unsere Welt steckt in großen Schwierigkeiten", sagte Guterres am Dienstag bei der UN-Vollversammlung in New York. "Es wütet eine Lebenshaltungskosten-Krise. Vertrauen zerbröckelt. Ungleichheiten explodieren. Unser Planet brennt. Menschen leiden - und die Verletzlichsten leiden am meisten."

Textgröße ändern:

Guterres ging in seiner Rede unter anderem auf den Ukraine-Krieg und weitere bewaffnete Konflikte, die Ernährungskrise und den Klimawandel ein. "Diese Krisen bedrohen die Zukunft der Menschheit und das Schicksal unseres Planeten", sagte der UN-Generalsekretär. Die internationale Staatengemeinschaft habe "eine Pflicht zum Handeln". "Und doch werden wir durch eine kolossale weltweite Funktionsstörung lahmgelegt."

"Geopolitische Spannungen" behinderten einen vereinten Kampf gegen die Krisen, sagte Guterres. "Unsere Welt ist in Gefahr - und gelähmt." Der UN-Generalsekretär warnte dabei unter anderem vor der "Gefahr gefährlicher Spaltungen zwischen dem Westen und dem Süden".

"Keine Kooperation. Kein Dialog. Keine gemeinschaftliche Problemlösung", bilanzierte der frühere portugiesische Regierungschef. "Aber die Realität ist, das wir in einer Welt leben, in der die Logik der Kooperation und des Dialogs der einzige Weg nach vorn ist." Die großen internationalen Herausforderungen könnten nicht nur durch eine "Koalition der Willigen" gelöst werden: "Wir brauchen eine Koalition der Welt."

J.Lubrano--PV

Empfohlen

Mutmaßlich islamistischer CSD-Anschlag: Dobrindt will Präventivhaft für Gefährder

Nach dem mutmaßlich islamistischen Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin will Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) das Vorgehen gegen sogenannte Gefährder verschärfen. Es brauche Regeln, "dass Gefährder nicht nach Jugendstrafrecht behandelt werden und schon gleich gar nicht auf Bewährung in Freiheit kommen", sagte Dobrindt am Montagabend in den ARD-"Tagesthemen". Eine "Präventivhaft für Gefährder" sei aus seiner Sicht "zwingend notwendig".

Trump sieht "gute Chance" für Gesprächslösung mit Iran

US-Präsident Donald Trump hat sich nach drei Nächten ohne gegenseitige Angriffe mit dem Iran optimistisch über eine mögliche Gesprächslösung gezeigt. Er sehe "eine gute Chance" für erfolgreiche Verhandlungen mit Teheran, sagte Trump am Montag an Bord des Präsidentenfliegers Air Force One.

Besuch in Großbritannien: Neuer Premier Burnham sagt Selenskyj Unterstützung zu

Der britische Premierminister Andy Burnham hat dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bei dessen Besuch in Großbritannien Unterstützung und neue Drohnentechnologie zugesagt. Burnham empfing Selenskyj am Montag an einem Marinestützpunkt im südenglischen Portsmouth, wo sie einen Flugzeugträger besuchten. Der ukrainische Präsident reist im Anschluss zu einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump in Washington weiter.

"Bild": Dobrindt will Maßnahmenpaket gegen Gefährder

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin vom Samstag in der "Bild"-Zeitung ein Drei-Punkte-Sicherheitspaket angekündigt. Der Zeitung zufolge fordert der Minister vor allem eine deutliche Verschärfung des Vorgehens gegen als Gefährder eingestufte Menschen.

Textgröße ändern: