Pallade Veneta - Meloni in Rom mit Macron zusammengetroffen

Meloni in Rom mit Macron zusammengetroffen


Meloni in Rom mit Macron zusammengetroffen
Meloni in Rom mit Macron zusammengetroffen / Foto: Andreas SOLARO - AFP

Die neue italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni ist wenige Stunden nach ihrer Übernahme der Regierungsgeschäfte mit dem französischen Staatschef Emmanuel Macron zusammengetroffen. Das mehr als einstündige Treffen fand am Sonntagabend in Rom unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Macron erklärte anschließend im Onlinedienst Twitter, er setze in der Beziehung zu der neuen italienischen Regierung auf "Dialog und Ambition".

Textgröße ändern:

Meloni führt die am weitesten rechts stehende Regierung Italiens seit Gründung der Republik im Jahr 1946 an. Macron war der erste ausländische Staatenlenker, mit dem sie nach ihrem Amtsantritt zusammenkam.

Das französische Präsidialamt beschrieb das Treffen mit der italienischen Regierungschefin als "pragmatisch und konstruktiv", aber auch als "offen". Melonis Büro wiederum nannte das Gespräch "freundlich und fruchtbar". Es sei um die Notwendigkeit dringlichen und gemeinsamen Handelns gegen die hohen Energiepreise, bei der Unterstützung der Ukraine und in Migrationsfragen gegangen.

Meloni und Macron seien sich einig darin, dass ihre Länder weiterhin "bei den größten gemeinsamen Herausforderungen auf der europäischen Ebene und unter Respektierung der jeweiligen nationalen Interessen zusammenarbeiten" wollten, teilte das Büro der Ministerpräsidentin mit.

Noch bevor Macron auf Twitter über sein Treffen mit Meloni berichtete, hatte er dort dem ausgeschiedenen italienischen Regierungschef Mario Draghi für die Zusammenarbeit gedankt.

Äußerungen aus dem Umfeld des französischen Staatschefs machten deutlich, dass Macron die neue italienische Ministerpräsidentin mit Vorbehalten betrachtet. Die Meloni-Regierung werde "man ein bisschen an ihren Taten messen", hieß es. Beim Präsidenten herrsche "Wachsamkeit" hinsichtlich der neuen italienischen Regierung.

Die ultrarechte Meloni war am Samstag vereidigt worden. Am Sonntag übernahm sie formell die Regierungsgeschäfte von ihrem Vorgänger Draghi und leitete danach ihre erste Kabinettsitzung.

Neben Melonis Partei d'Italia (FDI) gehören die rechtsnationalistische Lega und die konservative Forza Italia (FI) ihrer Regierung an. Innerhalb der Koalition gibt es bereits Spannungen, etwa hinsichtlich der Haltung zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Während Melonis Koalitionspartner Matteo Salvini von der Lega und Silvio Berlusconi von der FI sich seit Jahren immer wieder freundlich über Kreml-Chef Wladimir Putin äußern, bekennt sich Meloni zur Unterstützung der Ukraine - ein Bekenntnis, das sie nach ihrem Amtsantritt bekräftigte.

Macron hielt während seines Besuchs in Rom eine Rede bei einem Friedenstreffen der katholischen Gemeinschaft Sant'Egidio. Dabei plädierte er für eine Friedenslösung zwischen der Ukraine und Russland. Allerdings liege die Entscheidung darüber, wann der Frieden mit Russland "möglich" sei, allein bei den Ukrainern, betonte er zugleich.

C.Grillo--PV

Empfohlen

Vance: USA untersuchen Angriff auf iranische Hochzeit

Die USA untersuchen nach Angaben von Vizepräsident JD Vance den Angriff auf eine Hochzeitsfeier im Iran. Vance äußerte sich am Donnerstag in Washington zugleich "äußerst skeptisch" über die Angaben aus Teheran zu dem Vorfall. Die iranischen Staatsmedien seien "kein besonders verlässlicher Chronist" in dem Konflikt, sagte der Vizepräsident bei einem Pressebriefing im Weißen Haus.

Leiche von Kriegsverbrecher Mladic in Serbien eingetroffen

Die Leiche des verstorbenen bosnisch-serbischen Kriegsverbrechers Ratko Mladic ist in Serbien eingetroffen und mit militärischen Ehren empfangen worden. Der mit der serbischen Flagge bedeckte Sarg wurde nach der Ankunft aus Den Haag am Donnerstag von sechs Soldaten aus dem Flugzeug getragen, begleitet von Mladics Sohn Darko und dem serbischen Justizminister Nenad Vujic.

Demokratische Republik Kongo will Botschaft in Israel nach Jerusalem verlegen

Die Demokratische Republik Kongo will ihre Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen. Einen Zeitplan nannten beide Länder in einer Erklärung nach einem Besuch des kongolesischen Präsidenten Félix Tshisekedi am Donnerstag allerdings nicht. Nur eine kleine Gruppe von Ländern, darunter die USA, hat ihre Botschaft in Jerusalem.

Streit um Förderung: AfD-nahe Stiftung zeigt Dobrindt wegen Rechtsbeugung an

Die AfD-nahe Desiderius-Erasmus-Stiftung hat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) im Streit um die bisher nicht gewährten Fördermittel wegen Rechtsbeugung angezeigt. Die Strafanzeige sei am Mittwoch in Berlin eingereicht worden, sagte die Stiftungs-Vorsitzende Erika Steinbach am Donnerstag in Berlin. Demnach wirft die Stiftung Dobrindts Ministerium vor, die Prüfung des Förderantrags seit dessen Einreichung im März 2025 zu verschleppen.

Textgröße ändern: