Pallade Veneta - Bundesverwaltungsgericht: Reaktivierung von Beamten nicht hinausschieben

Bundesverwaltungsgericht: Reaktivierung von Beamten nicht hinausschieben


Bundesverwaltungsgericht: Reaktivierung von Beamten nicht hinausschieben
Bundesverwaltungsgericht: Reaktivierung von Beamten nicht hinausschieben / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Wenn ein vormals dienstunfähiger Beamter wieder dienstfähig wird und seine Reaktivierung beantragt, muss der Dienstherr ihn wieder einsetzen - es sei denn, zwingende dienstliche Gründe sprechen dagegen. Dabei müsse der Dienstherr nur prüfen, ob der Beamte zumutbar eingesetzt werden könne, entschied das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Dienstag. Die Reaktivierung dürfe nicht so lange hinausgeschoben werden, bis ein dem beruflichen Status des Beamten entsprechender Posten gefunden sei. (Az. 2 C 4.21)

Textgröße ändern:

Es ging um einen Lehrer aus Berlin, der wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt worden war. Schon im Folgejahr wurde bei einer amtsärztlichen Untersuchung festgestellt, dass er wieder arbeiten konnte. Aber erst sieben Monate später wurde er wieder in das aktive Beamtenverhältnis berufen, nachdem das Land eine Schule für ihn gefunden hatte.

Der Lehrer verlangte vor Gericht Schadenersatz in Höhe der Differenz zwischen den Ruhestandsbezügen und dem Geld, das er in den sieben Monaten mit Arbeit verdient hätte. Vor dem Verwaltungsgericht Berlin und dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hatte seine Klage keinen Erfolg, nun scheiterte auch die Revision vor dem Bundesverwaltungsgericht.

Das Land habe nicht wissen können, dass die Reaktivierung nicht von einem entsprechenden Posten abhänge, erklärte das Gericht. Bislang seien für solche Fälle keine eindeutigen Anforderungen aufgestellt worden.

H.Ercolani--PV

Empfohlen

Nach Flucht in USA: Bolsonaro bezeichnet sich als "echten Präsidenten" Brasiliens

Nach seiner Flucht in die USA hat sich der bei der Präsidentschaftswahl in Brasilien unterlegene Rechtspopulist Flávio Bolsonaro zum Wahlsieger erklärt. "Ich bin der gewählte Präsident, und die Kriminellen, die die Wahl in Brasilien gestohlen haben, sind Teil einer kriminellen Organisation, die eine Tyrannei errichtet hat", erklärte Bolsonaro am Mittwoch in einer auf X veröffentlichten Stellungnahme.

Bericht über Namenstrick: Trump fordert Ausschluss zweier Senatskandidaten in Alaska

Nach einem Bericht über einen mutmaßlichen Namenstrick der Demokraten bei der Senatswahl im US-Bundesstaat Alaska hat Präsident Donald Trump den Ausschluss zweier Kandidaten gefordert. Die demokratische Bewerberin Mary Peltola und ein Namensvetter des republikanischen Senators Dan Sullivan müssten von den Stimmzetteln gestrichen werden, schrieb Trump am Mittwoch auf seiner Plattform Truth Social.

"New York Times": US-Demokraten führen Alaskas Wähler mit Namenstrick in die Irre

Vor den US-Kongresswahlen sollen die Demokraten mit einem bizarren Trick im Bundesstaat Alaska Verwirrung gestiftet haben. Um die Wiederwahl des amtierenden republikanischen Senators Dan S. Sullivan zu verhindern, hätten sie einen Gegenkandidaten namens Dan J. Sullivan aufgestellt, berichtete die "New York Times" am Mittwoch. Dieser sollte als Unabhängiger antreten und dem "echten" Sullivan Wählerstimmen streitig machen.

Nach Israel-Wahl: Keine Mehrheit in Sicht - Likud wirft arabischen Parteien Betrug vor

Nach der Parlamentswahl in Israel zeichnet sich bislang keine Regierungsmehrheit ab - während sich der Streit zwischen den politischen Lagern verschärft. Nach Auszählung von 85 Prozent der Stimmen bis Mittwochabend kam der Block von Regierungschef Benjamin Netanjahu auf 53 der 120 Sitze in der Knesset, das Oppositionsbündnis um den früheren Armeechef Gadi Eisenkot auf 48, wie die Wahlkommission mitteilte. Netanjahus Likud-Partei warf den arabischen Parteien unterdessen Wahlbetrug vor.

Textgröße ändern: