Pallade Veneta - Twitter-Profil von Trump wieder freigegeben

Twitter-Profil von Trump wieder freigegeben


Twitter-Profil von Trump wieder freigegeben
Twitter-Profil von Trump wieder freigegeben / Foto: JUSTIN SULLIVAN - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Trump darf zurück zu Twitter: Der neue Chef des Onlinediensts, Elon Musk, hat nach einer Abstimmung unter Nutzern das Profil des früheren US-Präsidenten wieder freigegeben. Am Wochenende war Trumps Twitter-Profil im Internet bereits wieder zu sehen. Die Freigabe erfolgte wenige Tage nachdem Trump verkündet hatte, 2024 erneut für die US-Präsidentschaft zu kandidieren.

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Trump war nach dem Sturm seiner Anhänger auf das Kapitol am 6. Januar 2021 von Twitter gesperrt worden. Musk hatte Twitter-Nutzer nun in einer 24-stündigen Online-Umfrage abstimmen lassen, ob sie eine Rückkehr Trumps auf Twitter befürworten. Das Ergebnis fiel sehr knapp aus: Von den mehr als 15 Millionen Teilnehmern stimmten 51,8 Prozent für eine Freigabe, 48,2 Prozent stimmten dagegen.

"Das Volk hat gesprochen. Trump wird wieder zugelassen", twitterte Musk nach dem Ergebnis am Samstag. Er wiederholte auch eine Formulierung auf Latein, mit der er die Umfrage zuvor angekündigt hatte: "Vox Populi, Vox Dei" - "Stimme des Volkes, Stimme Gottes". Allerdings hatte nur ein sehr kleiner Teil der Twitter-Nutzer an der Umfrage überhaupt teilgenommen: 15 Millionen von insgesamt 237 Millionen täglichen Nutzern.

Wenige Minuten nach Musks Ankündigung war Trumps Profil wieder auf Twitter zu sehen. Der letzte Eintrag stammte vom 8. Januar 2021 - zwei Tage nach dem Sturm aufs Kapitol. Trump wird vorgeworfen, militante Anhänger zu dem gewaltsamen Eindringen in das Kapitol aufgestachelt zu haben. Auf Twitter hatte Trump einst mehr als 88 Millionen Follower, der Rechtspopulist nutzte die Plattform intensiv für seine Botschaften.

Der Multi-Milliardär, Twitter- und Tesla-Chef Musk steht politisch den konservativen Republikanern von Trump nahe. Vor den US-Kongress-Zwischenwahlen Anfang November hatte er eine Wahlempfehlung für die Partei ausgesprochen. Im Frühjahr hatte er zudem erklärt, er habe in der Vergangenheit bei Wahlen für die Demokraten gestimmt, werde fortan aber die Republikaner wählen.

Trump hat allerdings erklärt, nicht zu dem Onlinedienst mit dem blauen Vogel zurückkehren zu wollen, sondern lieber bei dem von ihm selbst gegründeten Netzwerk Truth Social zu bleiben.

In einer Videoansprache am Samstag bei einer Versammlung in Las Vegas bekräftigte Trump dies erneut. Über Elon Musk sagte er: "Ich mag ihn (...), er ist ein Charakter und ich mag Charaktere." Die Umfrage sei beeindruckend, "aber ich habe (...) Truth Social." Auf die Frage, ob er zu Twitter zurückkehren würde, sagte Trump, er sehe keinen Grund dafür.

Einige seiner Verbündeten begrüßten die Freischaltung seines Profils. "Willkommen zurück, @realdonaldtrump!", twitterte etwa der Republikaner Paul Gosar am Samstag. Die prominente Trump-Unterstützerin Marjorie Taylor Greene leitete einige von Trumps früheren Botschaften weiter - auch zum angeblichen, per Gericht widerlegten Vorwurf des Wahlbetrugs im Jahr 2020.

Musk hatte Twitter Ende Oktober für 44 Milliarden Dollar (rund 43 Milliarden Euro) übernommen. Kritiker befürchten, dass er den Kampf gegen die Verbreitung von Hassbotschaften und Falschnachrichten bei Twitter drastisch beschränken könnte.

Inzwischen hat bei dem Konzern ein regelrechter Exodus eingesetzt. Nachdem Musk rund die Hälfte der Mitarbeiter entlassen und den anderen ein "Hardcore"-Ultimatum gestellt hatte, entschieden sich laut US-Medienberichten und ehemaligen Angestellten mehrere hundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das Unternehmen zu verlassen.

Der Milliardär hatte die Twitter-Beschäftigten aufgefordert, sich zu extremem Arbeitseinsatz zu verpflichten - oder gefeuert zu werden. Der Abgang der Mitarbeiter schürte Befürchtungen, Musk könnte das Unternehmen zugrunde richten.

Z.Ottaviano--PV

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