Pallade Veneta - Gislason beruft zwei Turnier-Debütanten in WM-Kader

Gislason beruft zwei Turnier-Debütanten in WM-Kader


Gislason beruft zwei Turnier-Debütanten in WM-Kader
Gislason beruft zwei Turnier-Debütanten in WM-Kader / Foto: © FIRO/SID

Bundestrainer Alfred Gislason hat für die Handball-WM in Polen und Schweden (11. bis 29. Januar) mit Torhüter Joel Birlehm und Kreisläufer Tim Zechel zwei Turnier-Debütanten in den deutschen Kader berufen. Zudem nominierte der Isländer Spielmacher Juri Knorr nach dessen coronabedingter EM-Zwangspause. Nicht im 18 Spieler umfassenden Aufgebot stehen dagegen die zuletzt angeschlagenen Julius Kühn und Marcel Schiller.

Textgröße ändern:

"Es gab einige schwere und sehr enge Entscheidungen, aber jetzt haben wir Klarheit. Ich freue mich auf das neue Jahr und die neue Herausforderung mit dieser Mannschaft", sagte Gislason am Freitag: "Wir sind sehr stolz auf diesen Kader. Wir haben mit dem Großteil dieses Kaders gute Erfahrungen gemacht."

Angeführt wird das Aufgebot beim Saisonhöhepunkt von Kapitän Johannes Golla. Mit Torhüter Andreas Wolff, den Rückraumspielern Kai Häfner und Simon Ernst sowie Kreisläufer Jannik Kohlbacher und Linksaußen Rune Dahmke sind fünf Akteure dabei, die mit der DHB-Auswahl den EM-Titel 2016 in Polen gewonnen hatten.

Ältester und erfahrenster Spieler ist Rechtsaußen Patrick Groetzki (33 Jahre und 156 Einsätze), jüngster Akteur wie zur WM 2021 der 22-jährige Mittelmann Knorr, der bei der EM im vergangenen Jahr wegen einer fehlenden Coronaimpfung gefehlt hatte. Birlehm mit vier und Zechel mit fünf Länderspielen weisen bislang die wenigsten DHB-Einsätze auf.

"Dieses Aufgebot spiegelt viele Eigenschaften wider: Erfahrung, Potenzial und im Wesentlichen auch eine gewisse Kontinuität, die für Erfolg unabdingbar ist", sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer.

Der endgültige 18er WM-Kader muss bis spätestens eine Stunde vor der technischen Besprechung des deutschen Auftaktspiels am 13. Januar, die um 9.45 Uhr im Vorrundenspielort Kattowitz beginnt, von Gislason benannt werden. Für jede WM-Partie kann der Bundestrainer aus diesem Kreis sein 16er-Team neu festlegen. Während des Turniers sind zudem bis zu fünf Wechsel mit Spielern aus dem 35er-Kader möglich.

Das deutsche Team beginnt am 2. Januar in Hannover mit der Turnier-Vorbereitung. Bevor am 13. Januar der deutsche WM-Auftakt gegen Katar steigt, testet die DHB-Auswahl noch mit zwei Länderspielen in Bremen (7. Januar, 16.15 Uhr) und Hannover (8. Januar, 15.30 Uhr) seine Form gegen Gislasons Heimatland Island.

Das aktuelle Aufgebot der deutschen Handball-Nationalmannschaft:

Tor: Andreas Wolff (VIVE Lomza Kielce/POL), Joel Birlehm (Rhein-Neckar Löwen)

Linksaußen: Lukas Mertens (SC Magdeburg), Rune Dahmke (THW Kiel)

Rückraum links: Paul Drux (Füchse Berlin), Philipp Weber (SC Magdeburg), Julian Köster (VfL Gummersbach)

Rückraum Mitte: Juri Knorr (Rhein-Neckar Löwen), Luca Witzke (SC DHfK Leipzig), Simon Ernst (SC DHfK Leipzig)

Rückraum rechts: Kai Häfner (MT Melsungen), Djibril M’Bengue (Bergischer HC), Christoph Steinert (HC Erlangen)

Rechtsaußen: Patrick Groetzki (Rhein-Neckar Löwen), Lukas Zerbe (TBV Lemgo Lippe)

Kreis: Johannes Golla (SG Flensburg-Handewitt), Jannik Kohlbacher (Rhein-Neckar Löwen), Tim Zechel (HC Erlangen)

A.Tucciarone--PV

Empfohlen

Hamilton holt Pole in Mexiko - Antonelli klar geschlagen

Rekordweltmeister Lewis Hamilton hat vor dem Großen Preis von Mexiko einen überraschenden Coup gelandet und WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli den Weg zur vorzeitigen Krönung zumindest ein wenig erschwert. Der Ferrari-Pilot setzte im Qualifying am Samstag überraschend die Bestzeit und bescherte Ferrari damit die erste Pole Position in dieser Saison. Hamilton selbst steht nach mehr als drei Jahren und erstmals für den italienischen Traditionsrennstall wieder auf der ersten Startposition.

BVB bleibt auf Augenhöhe mit dem FC Bayern

Borussia Dortmund bleibt mit dem FC Bayern auf Augenhöhe. In einem kampfbetonten 141. deutschen Klassiker trotzte die Mannschaft von Trainer Niko Kovac dem deutschen Rekordmeister ein 2:2 (0:1) ab und ist damit nach wie vor punktgleich mit dem Tabellenführer aus München. Fábio Silva (89.) und Serhou Guirassy (60.) trafen vor den Augen von Bundestrainer Jürgen Klopp jeweils zum Ausgleich für die Gäste, nachdem Konrad Laimer (38.) und Dayot Upamecano (66.) die Bayern zweimal in Führung gebracht hatten.

Zverev unterliegt de Minaur: Traumfinale gegen Alcaraz geplatzt

Ein fahriger Alexander Zverev hat das Traumfinale beim ATP-Turnier in Wien platzen lassen. Der neue Weltranglistenerste unterlag am Samstag in einem ganz engen Match dem Australier Alex de Minaur 4:6, 6:1, 6:7 (4:7) und verpasste damit das erhoffte Endspiel gegen seinen Vor-Vorgänger Carlos Alcaraz. Der Spanier hatte zuvor sein Halbfinale 6:4, 7:6 (7:2) gegen Daniil Medwedew gewonnen.

Nach Russen-Urteil: WM-Rückgabe für DEB eine Option

Die Teilnahme Russlands an der Weltmeisterschaft in Deutschland wird zum Politikum, der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) zieht gar den Worst-Case in Betracht. "Ich möchte keine Schwarzmalerei betreiben, ich möchte auch nicht die WM in Frage stellen", sagte der Vorstandsvorsitzende Frank H. Lutz bei MagentaTV: "Aber natürlich müssen wir uns als DEB mit der Option beschäftigen, dass wir diese WM zurückgeben."

Textgröße ändern: