Pallade Veneta - Eiskunstlauf: Walijewa als russische Meisterin entthront

Eiskunstlauf: Walijewa als russische Meisterin entthront


Eiskunstlauf: Walijewa als russische Meisterin entthront
Eiskunstlauf: Walijewa als russische Meisterin entthront / Foto: NATALIA KOLESNIKOVA - SID

Die unter Dopingverdacht stehende Eiskunstlauf-Europameisterin Kamila Walijewa ist bei den nationalen russischen Titelkämpfen in Krasnojarsk überraschend entthront worden. Nach einem verpatzten Kurzprogramm musste sich die 16-Jährige der ein Jahr jüngeren Sofia Akatewa knapp geschlagen geben.

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Bei den Olympischen Spielen in Peking hatte eine Adhoc-Kommission des Internationalen Sportgerichtshofs CAS Walijewa erlaubt, trotz eines zuvor bekannt gewordenen positiven Dopingtests auf das verbotene Mittel Trimetazidin an der Einzelentscheidung teilzunehmen. Nach dem ersten Platz im Kurzprogramm brach das Ausnahmetalent unter dem Druck der Öffentlichkeit in der Kür zusammen und fiel auf Rang vier zurück.

Mittlerweile hat die Weltantidoping-Agentur WADA erneut den CAS angerufen, weil die russische Antidoping-Agentur RUSADA die Ergebnisse ihrer Untersuchungen noch immer nicht veröffentlicht hat. Diese begründet es damit, dass die seinerzeit 15 Jahre alte Läuferin als "geschützte Person" zu gelten habe. Ein CAS-Urteil steht aus.

Zuletzt trat Walijewa in russischen Eisshows auf und nahm an Schaulaufen in ihrem Heimatland teil. Von der Teilnahme an internationalen Wettbewerben sind auch die russischen Eiskunstläuferinnen und Eiskunstläufer wegen des Angriffskriegs auf die Ukraine derzeit ausgeschlossen, somit ist auch eine Titelverteidigung der Moskauerin bei der EM Ende Januar im finnischen Espoo unwahrscheinlich.

Allerdings deutet sich eine schrittweise Wiedereingliederung ein. Präsident Thomas Bach vom Internationalen Olympischen Komitee lobte Anfang Dezember die "kreative Initiative" der Olympischen Komitees aus Asien, die Wettbewerbe unter bestimmten Sanktionen wieder zu öffnen.

F.M.Ferrentino--PV

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