Pallade Veneta - HSV düpiert Köln: Zweitligist siegt im Krimi vom Punkt

HSV düpiert Köln: Zweitligist siegt im Krimi vom Punkt


HSV düpiert Köln: Zweitligist siegt im Krimi vom Punkt
HSV düpiert Köln: Zweitligist siegt im Krimi vom Punkt

Der Hamburger SV hat sich dank Torhüter Daniel Heuer Fernandes im Krimi vom Punkt ins Viertelfinale des DFB-Pokals gekämpft. Der nervenstarke Zweitligist gewann beim enttäuschenden 1. FC Köln 4:3 im Elfmeterschießen. Nach der Verlängerung hatte es 1:1 (1:0, 0:0) gestanden.

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Heuer Fernandes parierte einen Elfmeter, beim letzten Schuss hatte der Kölner Florian Kainz zwei Kontakte. Der Ball landete zwar im Tor, doch der Treffer zählte nicht.

Der HSV erreichte damit erstmals seit drei Jahren wieder die Runde der letzten Acht. In der Saison 2018/19 war erst im Halbfinale Endstation.

Robert Glatzel (92.) traf für den Underdog zu Führung. Der starke Heuer Fernandes musste aber noch den Ausgleich durch Anthony Modeste (120.+2, Foulelfmeter) hinnehmen.

Für den Bundesligisten geht das Warten nach der Niederlage weiter: Köln hatte zuletzt 2009/2010 das Viertelfinale erreicht, die von Trainer Steffen Baumgart ausgerufene Mission Pokalsieg scheiterte frühzeitig.

Gegen den tapferen HSV musste Köln von Beginn Schwerstarbeit leisten. Die vielen Umstellungen von Baumgart - im Vergleich zum 0:4 in der Bundesliga gegen Bayern München hatte der Trainer sechs Wechsel vorgenommen - machten sich bemerkbar. Dennoch war die Anfangsphase vielversprechend für den Favoriten: Sebastian Andersson (7.) etwa scheiterte per Kopf am sehr gut reagierenden Heuer Fernandes (7.). Anschließend verstolperte Mark Uth (21.) vor dem fast leeren Tor die Führung.

Das hätte sich beinahe gerächt, als auf der Gegenseite urplötzlich Glatzel (35.) aus wenigen Metern frei zum Schuss kam, den Ball aber ebenfalls nicht im Tor unterbrachte. Moritz Heyer (45.+1) traf zudem den Pfosten, den Nachschuss setzte Sonny Kittel rechts vorbei. Köln hätte sich zu diesem Zeitpunkt nicht über einen Rückstand beschweren dürfen.

Direkt nach der Pause scheiterte U21-Nationalspieler Jan Thielmann an HSV-Keeper Heuer Fernandes (46.). Mehr Sicherheit verlieh dieser furiose Start dem FC aber nicht. Stattdessen entwickelte sich zunehmend ein wildes Hin und Her mit Abschlüssen auf beiden Seiten.

Um wieder mehr Kontrolle zu erlangen, wechselte Baumgart Torjäger Modeste, Salih Özcan und kurz darauf Benno Schmitz ein, die in der Bundesliga zum Stammpersonal zählen. Doch auch mit den frischen Kräften baute der FC nicht wirklich Druck auf. Der HSV verteidigte geschickt und fing schon deutlich vor der gefährlichen Zone viele Bälle ab.

Ein Klassenunterschied war weiter nicht zu sehen, die Hamburger wurden mit fortschreitender Spieldauer immer mutiger. Und wenn der FC doch zu Chancen kam, wie bei Modestes Kopfball (77.), war Heuer Fernandes zur Stelle.

In der Verlängerung schlug Glatzel gleich bei der ersten Chance zu. Köln war um eine Antwort bemüht und fand sie durch Modeste nach einem Foul von Sebastian Schonlau spät. Doch im Elfmeterschießen hatte der HSV das bessere Ende für sich.

C.Grillo--PV

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