Pallade Veneta - Zverev trotz Problemen im Halbfinale von Halle

Zverev trotz Problemen im Halbfinale von Halle


Zverev trotz Problemen im Halbfinale von Halle
Zverev trotz Problemen im Halbfinale von Halle / Foto: IMAGO/Claus Bergmann - IMAGO/Claus Bergmann/SID

Erst rannte Alexander Zverev auf die Toilette, weil es ihm erkennbar nicht gut ging, dann schlug er sich auch noch aufs linke Knie. Von den großen und kleinen Problemen ließ sich der beste deutsche Tennisprofi beim ATP-Turnier in Halle/Westfalen aber nicht aufhalten: Nach einem umkämpften 6:4, 7:6 (8:6) gegen den unangenehmen Flavio Cobolli aus Italien steht er nun im Halbfinale und trifft dort auf den Russen Daniil Medwedew.

Textgröße ändern:

Zverev gelang gleich zu Beginn des Matches gegen die Nummer 24 der Weltrangliste ein Break, beim Stand von 40:40 im zweiten Spiel aber krümmte er sich plötzlich an der Grundlinie und signalisierte dem Schiedsrichter, dass er dringend auf die Toilette müsse. Nach der Rückkehr auf den Platz deutete er seiner Box an, dass er sich hatte übergeben müssen.

Zverev erholte sich zunehmend, das Missgeschick beim Überkopfball zum 3:1, als er sich den Schläger auf das linke Knie haute, nahm er schon wieder mit einem Lächeln hin. Ein Spaziergang war das Match für den Weltranglistendritten danach nicht: Cobolli, der vor den French Open in Hamburg gewonnen hatte, erwies sich als äußerst widerspenstig, konnte aber auch keinen seiner insgesamt sechs Breakbälle nutzen.

Nach 1:41 Stunden nutzte Zverev seinen zweiten Matchball - er bekommt es nun erstmals auf Rasen mit einem Gegner zu tun, der ihm nicht gerade liegt. Gegen Medwedew hat Zverev eine negative Bilanz, von bisher 19 Duellen verlor er 12, darunter 11 der vergangenen 13. Beide hatten zuletzt im Halbfinale der Australian Open 2024 gegeneinander gespielt, Medwedew gewann nach einem 0:2-Satzrückstand.

Der an Nummer drei gesetzte Medwedew war als erster in die Runde der letzten vier eingezogen. Er besiegte Alex Michelsen aus den USA 6:4, 6:3. Auch er musste kurz pausieren: Beim Stand von 3:1 im zweiten Satz legte sich der Russe kurz auf sein Sofa am Spielfeldrand, um akutes Nasenbluten zu bekämpfen.

Zverev tritt zum neunten Mal in Halle an, zum dritten Mal kann er nun das Finale erreichen. Gewonnen hat er das Turnier noch nicht. 2016 unterlag er im Endspiel Florian Mayer, 2017 Roger Federer.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Pogacars Prognose: Seixas wird "alle zerstören"

Radsport-Dominator Tadej Pogacar hat Paul Seixas in den höchsten Tönen gelobt - und eine Ära des französischen "Wunderkinds" angekündigt. "Wir werden weiter hart arbeiten, in den nächsten Jahren so viel wie möglich zu gewinnen, bis er alle zerstört", sagte der Weltmeister nach seinem vierten Triumph bei Lüttich-Bastogne-Lüttich.

Doppelpack: Starker Reus verhilft Galaxy zum Sieg

Der frühere deutsche Fußball-Nationalspieler Marco Reus hat Ex-Meister LA Galaxy in der nordamerikanischen Profiliga MLS nahezu im Alleingang drei Punkte beschert. Der 36-Jährige traf beim 2:1 (1:1) gegen Real Salt Lake zunächst per Traumfreistoß aus 18 Metern in den Winkel (9.) und sicherte den Erfolg spät im Spiel per Foulelfmeter (85.).

VfB mit Zuversicht zum Showdown: "Eine Riesenchance"

Trotz des Rückschlags gegen Werder Bremen blickt Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß dem Königsklassen-Showdown in Hoffenheim mit Zuversicht entgegen. "Wir sind direkte Nachbarn in der Tabelle, nur vier Tore auseinander. Das ist ein Spiel, auf das wir uns freuen. Natürlich hätten wir gerne das Spiel mit zwei Punkten Vorsprung gespielt. Aber wir spielen aus der Position des Vierten. Das ist eine Riesenchance - und genau so musst du das angehen", sagte Hoeneß vor dem wegweisenden Duell um die Champions League bei der TSG am Samstag (15.30 Uhr/Sky).

BVB stürmt erneut in Champions League

Mit einer Galavorstellung ist Borussia Dortmund zum zehnten Mal nacheinander in die Champions League gestürmt. Der effiziente BVB bezwang am Sonntag seinen Lieblingsgegner SC Freiburg 4:0 (3:0) und löste somit bereits am 31. Spieltag sein Ticket für die Königsklasse. Bei noch drei zu absolvierenden Spielen kann Dortmund nicht mehr auf den fünften Tabellenplatz abrutschen.

Textgröße ändern: