Pallade Veneta - "Fußball ist grausam": Spanien nach Elfer-K.o. "unter Schock"

"Fußball ist grausam": Spanien nach Elfer-K.o. "unter Schock"


"Fußball ist grausam": Spanien nach Elfer-K.o. "unter Schock"
"Fußball ist grausam": Spanien nach Elfer-K.o. "unter Schock" / Foto: Fabrice COFFRINI - SID

Die tröstenden Worte aus dem Königshaus milderten den spanischen Frust kaum, das war unübersehbar. Mit traurigen Mienen posierten die geschlagenen Fußball-Weltmeisterinnen nach dem verlorenen EM-Finale in ihrer Kabine neben den Prinzessinnen Leonor und Sofia. "Ihr seid eine Quelle des Stolzes! Wir sind uns sicher, dass mit eurer Qualität und eurem Einsatz noch viele weitere Erfolge folgen werden", schrieben die Töchter von König Felipe VI. zu einem Foto in den Sozialen Medien.

Textgröße ändern:

Den bitteren K.o. im Elfmeterschießen gegen England mussten die "Tiki-Taka-Künstlerinnen" aber erst einmal verkraften. "Ich stehe unter Schock. Fußball ist grausam. Im Moment scheint alles schlecht zu sein, aber ich denke, wir haben den besten Fußball während des Turniers gespielt", sagte Weltfußballerin Aitana Bonmatí. Auch Nationaltrainerin Montse Tomé bekräftigte, dass ihre hoch veranlagte Mannschaft "sehr viel mehr" verdient habe: "Aber Fußball ist ein Sport, bei dem nicht immer die bessere Mannschaft gewinnt."

Die Mannschaft verlasse die EM daher "mit einem bitteren Gefühl", sagte die 43-Jährige nach dem 1:3 im Elfmeterschießen von Basel. Ihre Mannschaft hätte das Spiel schon nach 90 oder 120 Minuten entscheiden müssen. Angesichts des ersten Finaleinzugs bei einer Europameisterschaft wolle sie aber betonen, "dass wir ein hervorragendes Turnier gespielt und alle zusammen Geschichte geschrieben haben". England sei nun mal im Elfmeterschießen "besser" gewesen.

So folgte auf den WM-Titel 2023 und den Nations-League-Sieg 2024 nicht das "Triple", sondern ein "Albtraum", wie die spanische Tageszeitung As kommentierte: "Geschichte wird aus Siegen geschrieben, aber auch aus Niederlagen. England hat den spanischen Traum zerstört, die Weltmeisterinnen konnten den Kreis von Sydney nicht schließen." Die Marca formulierte treffend: "Spanien elf Meter vom Traum entfernt."

Mit ein bisschen Abstand dürfte aber die Erkenntnis reifen, dass spielerisch in den dreieinhalb EM-Wochen in der Schweiz kein Team an La Roja herankam. Das untermauerten die souveränen Auftritte in der Vorrunde, aber auch in den K.o.-Duellen gegen die Top-Teams Deutschland und England, die beide in eine Art Zerstörmodus schalteten und so versuchten, die Spanier in der Verlängerung niederzuringen. England tat dies mit Erfolg - und etwas Glück.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Nach Hausverbot: DOSB fordert Respekt vor Pressefreiheit

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat nach dem vor einer Pressekonferenz der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) ausgesprochenen Hausverbot gegen zwei Journalisten die Fachverbände mit deutlichen Worten an die Pressefreiheit erinnert. Jene sei ein "essenzielles Gut unserer Demokratie, das der DOSB selbstverständlich respektiert und wertschätzt", hieß es in einem Statement.

BVB erwartet deutlichen Jahresverlust

Die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA hat nach dem bitteren Champions-League-Aus die Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2025/26 deutlich nach unten korrigiert. Der BVB erwartet nun einen Verlust zwischen zwischen zwölf und 22 Millionen Euro, wie er am Donnerstag in einer Ad-hoc-Mitteilung bekannt gab. Zuvor war ein Erwartungsrahmen zwischen plus fünf Millionen und minus fünf Millionen Euro angegeben worden.

DESG: Präsident Große weist Vorwürfe entschieden zurück

DESG-Präsident Matthias Große hat zum Rundumschlag gegen die kritische Berichterstattung der ARD ausgeholt und sämtliche Vorwürfe entschieden zurückgewiesen. "Leute, die mich denunzieren und meinen Verband auf die Schlachtbank führen, mit denen teile ich nur noch den Gerichtssaal", sagte der 58-Jährige auf einer Pressekonferenz am Donnerstag in Berlin.

Abschied? Spekulationen um Klopp sind "völliger Schwachsinn"

Nicht mehr unumstritten? Vorzeitiger Abschied? Von wegen. Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff hat Spekulationen um die Zukunft von Jürgen Klopp als Head of Global Soccer in dem Konzern entschieden zurückgewiesen. "Das ist völliger Schwachsinn und komplett aus der Luft gegriffen", sagte der Top-Manager auf SID-Anfrage, nachdem die Salzburger Nachrichten berichtet hatten, Klopp werde "zunehmend kritisch gesehen".

Textgröße ändern: